Die „Train Rockers” sind in der Max-Reger-Stadt längst keine Unbekannten mehr. Nach Auftritten in der Schustermooslohe und im Quartier Neue Mitte gastierte die Münchner Formation nun erneut in Weiden. Diesmal wieder auf dem Gelände des Stadtbads. Von 17 bis 19 Uhr präsentierten die drei Musiker ein abwechslungsreiches Programm, dem sich auch zahlreiche Stadtbadbesucher spontan anschlossen. Insgesamt waren rund 200 Menschen dabei.
Samuel Laubert am Klavier und Akkordeon, seine Schwester Sophia Laubert am Bass sowie Frank Angerer an der Gitarre und als Sänger bilden das Fundament der Gruppe. Gegründet hatte sich die Band 2015 in München. Ursprünglich war sie als Straßenband unterwegs. Und bis heute verstehen sich die Musiker als Botschafter einer besonderen musikalischen Botschaft. „Wir spielen mit Vorliebe an eher düsteren Orten, um den Menschen dort Hoffnung und Freude zu schenken”, beschreiben sie ihre Motivation.
Davon zeugen auch ungewöhnliche Konzertorte: Die „Train Rockers” traten bereits in den Justizvollzugsanstalten Weiden, Amberg, Bayreuth und Erding auf und spielten mehrfach für die Obdachlosenunterkunft der Initiative e.V. in Weiden. Auch bei Straßenfestivals und auf den Straßen europäischer Städte wie Paris, Prag, Dublin, Berlin und München waren sie unterwegs.
Ihr musikalisches Vorbild ist Johnny Cash, der selbst in Gefängnissen auftrat. Entsprechend gehören auch emotionale Stücke zum Repertoire. In Weiden waren unter anderem „Use Somebody” von Kings of Leon und Cashs Interpretation von „Hurt” zu hören.
Daneben präsentierten die Musiker eigene Kompositionen. „Black Sheep” erzählt von den schwarzen Schafen, von den Außenseitern und Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, und von der Hoffnung, die auch dort noch möglich ist. „Munich” wiederum ist eine Hymne auf die weniger glänzende Seite der bayerischen Landeshauptstadt und die vielen Begegnungen, die die Musiker während ihrer Jahre als Straßenband erlebt haben.
Der Auftritt war ein Konzert auf Einladung von Wolfgang Göldner. Kein Benefizkonzert. Der Eintritt war frei, Spenden waren willkommen. Ein Teil davon geht an die Initiative e.V., ein weiterer an Open Doors, die weltweit verfolgte Christen unterstützt. Die „Train Rockers” wollen im kommenden Jahr wieder nach Weiden kommen.