Nach einer zweiwöchigen Spielpause steht für den SV Weiden das nächste Highlight in der Wasserballliga Süd an. Am Samstagabend um 19 Uhr gastiert der Tabellenführer bei der SG Stadtwerke München. Es ist das Duell Erster gegen Zweiter – ein echtes Spitzenspiel mit Signalwirkung für die gesamte Liga.
Ein Blick auf die Tabelle zeigt die Ausgangslage: Weiden führt mit 21 Punkten aus sieben Spielen und einer starken Tordifferenz von +41 (130:89). München rangiert mit 15 Punkten aus acht Partien auf Platz zwei (+21 Tore). Während die Oberpfälzer weiterhin ungeschlagen sind, mussten die Münchner bereits drei Niederlagen hinnehmen. Dennoch stellt die SG eine der offensivstärksten Mannschaften der Liga – das Hinspiel (18:13 für Weiden) hat bereits gezeigt, wie gefährlich die Gastgeber sein können.
Personell bleibt bei den Weidnern alles beim Alten. Der Kader ist eingespielt, die Mannschaft ist im Rhythmus geblieben und hat die spielfreie Zeit intensiv genutzt. Im Training lag der Fokus besonders auf dem Umschaltspiel sowie der Überzahlverwertung – zwei Faktoren, die im Spitzenspiel entscheidend sein können.
Defensiv wurde vor allem die Zonenverteidigung weiter verfeinert, um flexibel auf starke Center reagieren zu können. Gerade gegen körperlich robuste Gegner will Weiden variabel bleiben und unterschiedliche taktische Lösungen parat haben.
Das Hinspiel gewann Weiden verdient, musste zwischenzeitlich aber eine Druckphase der Münchner überstehen. Genau diese Lehren sollen nun helfen, auch auswärts stabil aufzutreten. „Wir wollen alle Register ziehen, um den ersten Tabellenplatz zu festigen“, heißt es aus dem Team. Ein Sieg würde nicht nur den Vorsprung ausbauen, sondern auch ein klares Zeichen an die Konkurrenz senden.
Trotz der Favoritenrolle bleibt der Respekt groß: Auswärtsspiele in München sind traditionell unangenehm – Tempo, Intensität und Atmosphäre werden hoch sein. Entscheidend wird sein, von Beginn an die Kontrolle zu übernehmen und über vier Viertel diszipliniert zu agieren.
Voraussichtlicher SV-Kader:
Andrii Lobodynskyi (Tor), Florian Modl, Denys Underberg, Kyryll Olkhovsky, Maxi Strauch, Robert Reichert, Dennis Reichert, Dustin Schmidt, Cedrik Zupfer, Paul Winter, Jakob Ströll, Niko Neuman, Daniel Malsam, Alexander Leichter
Trainer: Sean Ryder