Mode macht Spaß. Sie ist in Ausdruck der Persönlichkeit und hat viele Funktionen. In Deutschland kauft deshalb jeder durchschnittlich 60 Kleidungsstücke im Jahr.
Der Offene FrauenTreff, zu dem die evangelischen Dekanatsfrauenbeauftragten und das EBW Oberpfalz eingeladen hatten, verfolgte zusammen mit der Umweltpädagogin Heidi Sprügel von der EEB Hof den Weg vom Baumwollfeld in Indien über die Spinnerei, Weberei und Färberei bis zu den Näherinnen in Bangladesch. Immer wieder wird giftige Chemie eingesetzt, als Pflanzenschutzmittel, beim Färben oder auch, damit die Bluse bügelfrei wird. Menschenrechte und Umweltstandards werden entlang der textilen Herstellungskette dem Profit untergeordnet. An einem Kleidungsstück, dass im deutschen Handel 90 € kostet, verdient der Handel 58 €. 5,55 kostet die Produktion, und nur 90 Cent bekommt die Näherin.
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wollen das so nicht mehr hinnehmen, erläuterte Sprügel. Jeder hat es in der Hand, einen Beitrag zu fairen Arbeitsbedingungen und zum Umweltschutz bei der Textilproduktion zu leisten. Verschiedene Qualitätssiegel helfen dabei. Sie bewerten je nach dem den Anbau, die Arbeitsbedingungen, Schadstoffe und den Handel. Allerdings sind diese zertifizierten Kleidungsstücke oft deutlich teurer als „Fast Fashion“.
Die Besucherinnen des Offenen FrauenTreffs beteiligten sich engagiert an der Diskussion und werden sicherlich ihr Einkaufsverhalten überdenken.
Der nächste Termin des Offenen FrauenTreffs ist am 10.06. Dann mischt Kräuterpädagogin Jana Fölkel mt den Frauen einen wohltuenden Kräutertee.