Der ehemalige Domspatz, Gitarrist und Sänger Peter Ermer begeisterte in der Josefskirche. (Bild: Joel Kimmich)

Jubiläum für Sänger und Gitarrist Peter Ermer bei „Punkt 12” in St. Josef Weiden

Zur musikalischen Mittagsandacht „Punkt 12” konnte die Pfarrei St. Josef am Samstag, 5. September, wieder den Altenstädter Sänger und Gitarristen Peter Ermer begrüßen. Seit 2016 bereichert er jedes Jahr die im Sommer stattfindende Konzertreihe. Der ehemalige Domspatz studiert Gesang an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Seit seinem Debüt in Weiden vor zehn Jahren hat sich der Tenor und klassische Gitarrist auch schon auf größeren Bühnen einen Namen gemacht. Mit bewundernswert kraftvoller Stimme, die mühelos das große Kirchenschiff erfüllte, bezauberte er die zahlreichen Besucher auch in dieser Saison. Zum Auftakt erinnerte er an Reinhard Mey mit „Ich wollte wie Orpheus singen”. Es folgten zwei weitere Stücke des populären Liedermachers „In meinem Garten” und „Manchmal, da fallen mir Bilder ein”. Nach diesem nachdenklichen Abschnitt ging es heiterer weiter: Ermer stellte vier von Schuberts über 600 Liedern vor: „Das Wandern”, „Die Forelle”, „Der König von Thule” und „Seligkeit”. So manch Zuhörender wurde dabei an den Musik- und Deutschunterricht erinnert. Der dritte Teil war dem Volkslied gewidmet. Zunächst präsentierte der frühere Domspatz passenderweise das bekannte „Als wir jüngst in Regensburg waren”. Und - schon einmal beim Thema Liebe angekommen - folgten noch „Mein Mädel hat ein Rosenmund”, „Ännchen von Tharau” und schließlich das wunderschöne „Abends will ich schlafen gehen” aus der Oper Hänsel und Gretel. Im Verlauf der Andacht trug Lektor Ferdinand Meier die Sonntagslesungen vor und rundete das Konzert mit einem Segensgebet ab. Zum Schluss erklang das allseits bekannte „Von guten Mächten wunderbar geborgen” in der Bearbeitung von Siegfried Fietz. Erst nach drei Zugaben - „So it goes”, „Go Tell It on the Mountain” (mit Unterstützung des Publikums) und „Guten Abend, gut' Nacht” - entließ das dankbare und sichtlich bewegte Publikum den jungen Künstler.
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