30 Jahre Obstverwertung OGV Sigl
Wie es in ländlicher Gegend früher üblich war, gab es nicht nur Felder und Wiesen, sondern auch wunderbare Streuobstwiesen. Da die Maschinen noch nicht so groß waren, konnte man das Gras unter den Bäumen abmähen und es an das Vieh verfüttern. Im Sommer, wenn die Kirschen und Pflaumen reif waren, begann die Ernte vom ersten Obst. Es gab durch den Anbau von verschiedenen Obstarten, wie Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen, Äpfel und Birnen bis in den Herbst hinein immer etwas aus der Streuobstwiese. Zwetschgen und Birnen wurden zu den sogenannten Hutzl gedörrt, die Kirschen, Ringlo oder Pflaumen eingemacht und die Äpfel, die zum Einlagern in Felsenkellern geeignet waren, oft bis in den März verwendet. Die frühreifen Äpfel wurden gemostet. Leider sind einige Streuobstwiesen aus unserem Landschaftsbild verschwunden und das Obst der restlichen Streuobstflächen wird selten mehr genutzt und bleibt unter den Bäumen liegen.