Jahrgangsbeste der Mittelschule Erbendorf. (Bild: Sabine Graser)

Zweifacher Abschluss an der Mittelschule Erbendorf

Mit einer feierlichen Entlassfeier verabschiedete die Mittelschule Erbendorf ihre Absolventinnen und Absolventen des Qualifizierenden Abschlusses der Mittelschule sowie des Mittleren Schulabschlusses. Insgesamt konnten in diesem Jahr erneut zwei Abschlussklassen erfolgreich ihre Schulzeit beenden. Die besten Ergebnisse beim Qualifizierenden Abschluss erzielten Barbara Kastner mit einem Notendurchschnitt von 2,1, Elias Stock mit 2,2 sowie Julian Zeitler mit 2,3. Den besten Mittleren Schulabschluss erreichte Sarah Wachter mit der hervorragenden Durchschnittsnote 1,4, gefolgt von Laura Müller mit 1,5 und Franziska Kandziora mit 1,9. Den Auftakt der Entlassfeier bildete ein ökumenischer Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche. Pfarrer Martin Besold, Pfarrer Manuel Sauer sowie Religionslehrerin Birgit Riebl begrüßten die Absolventinnen und Absolventen mit ihren Eltern, Familien, Lehrkräften und der Schulleitung. Der Wortgottesdienst zum Motto „Auf den Inhalt kommt es an“, wurde von den Lehrkräften Sophia Bayer, Maria Bruischütz und Michael Siegel musikalisch gestaltet. Für den musikalischen Rahmen der Feier in der Schule sorgten Julian Birler und Jakob Zahn aus der Klasse 8M mit einem Akkordeonbeitrag. Zur anschließenden Feier in der Schule waren neben Eltern, Familienangehörigen und Freunden auch die Ersten Bürgermeister der Stadt Erbendorf und der Verwaltungsgemeinschaft Krummennaab/Thumsenreuth, Bernhard Schmidt und Marion Höcht, sowie der Zweite Bürgermeister der Stadt Windischeschenbach, Erich Sperber, erschienen. Gemeinsam mit dem Kollegium würdigten sie die Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Schulleiterin Sabine Graser betonte in ihrer Ansprache, dass mit den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9a und 10M sowie zwei externen Absolventinnen des Mittleren Schulabschlusses erneut zwei Abschlussklassen verabschiedet werden konnten. Zugleich hob sie hervor, dass die Mittelschule als einzige Schulart drei vollwertige Schulabschlüsse ermögliche. Mit einer Erfolgsquote von jeweils über 90 Prozent beim Qualifizierenden Abschluss und beim Mittleren Schulabschluss seien die Prüfungen äußerst erfolgreich verlaufen. Alle Schülerinnen und Schüler hätten ihren Schulabschluss erreicht – ein Ergebnis, auf das sie mit Recht stolz sein könnten. Die Rektorin ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, ihren eingeschlagenen Weg selbstbewusst weiterzugehen und ihre Ziele konsequent zu verfolgen. Alle verfügten bereits über eine Perspektive – sei es durch eine Berufsausbildung oder den Besuch einer weiterführenden Schule. Sie wünsche ihnen Mut, Zuversicht und viel Erfolg für ihren weiteren Lebensweg. Bürgermeister Schmidt sprach – stellvertretend auch für seine Bürgermeisterkollegen – Lob und Anerkennung aus. Mit dem erfolgreichen Schulabschluss hätten die Jugendlichen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Für ihre weiteren Entscheidungen wünsche er ihnen alles Gute. Gute Noten seien zwar wichtig, entscheidend seien jedoch ebenso Persönlichkeit, Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Er hoffe, dass sich die jungen Menschen aktiv in die Gesellschaft einbringen und deren Zukunft mitgestalten. Anschließend blickten die Klassenleiterinnen Silvia Hartmann und Silke Stich auf die gemeinsame Zeit mit ihren Klassen zurück. Silvia Hartmann verabschiedete ihre Schülerinnen und Schüler – wie schon seit 30 Jahren Tradition – mit einem bewegend vorgetragenen Lied. In diesem Jahr: „Mit 15 hat man noch Träume.“ Silke Stich ließ die vergangenen beiden Schuljahre traditionell in gereimter Form gekonnt Revue passieren und zeichnete dabei ein liebevolles und treffendes Porträt jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers. Gleichzeitig bedankten sich die Klassenleiterinnen bei den Eltern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschten ihren Klassen alles Gute für die Zukunft und die Verwirklichung ihrer Träume. Die Klassensprecherinnen und Klassensprecher beider Abschlussklassen – bei der Klasse 10M unterstützt von zwei weiteren Mitschülern – bedankten sich in bewegenden Reden bei ihren Klassenleiterinnen und allen Lehrkräften. Als Zeichen der Wertschätzung überreichten sie Geschenke. Mit Bildpräsentationen ließen beide Klassen ihre gemeinsame Schulzeit in der Mittelschule und die Abschlussfahrt nach Wien noch einmal Revue passieren. Den Höhepunkt der Feier bildete die feierliche Überreichung der Abschlusszeugnisse mit dem anschließenden Eintrag der Jahrgangsbesten in das Goldene Buch der Schule. Beim anschließenden Stehempfang mit Büfett klang die Entlassfeier in geselliger Atmosphäre aus.
Klare Regeln für den digitalen Schulalltag. (Bild: Sabine Graser)

Klare Regeln für den digitalen Schulalltag an der Mittelschule Erbendorf

Digitale Medien sind fester Bestandteil modernen Unterrichts an der Mittelschule Erbendorf. Um einen verantwortungsvollen und lernförderlichen Umgang mit iPads im Schulalltag zu sichern, hat die Klasse 8M ein praxisnahes Projekt umgesetzt: die Entwicklung eines anschaulichen Regelplakats zur iPad-Nutzung. Ausgangspunkt war der Deutschunterricht, in dem die Schülerinnen und Schüler gemeinsam zehn zentrale Regeln erarbeiteten. In einem demokratisch gestalteten Prozess wurde diskutiert, abgewogen und formuliert: Welche Vereinbarungen braucht es für ein respektvolles Miteinander im digitalen Raum? Welche Regeln unterstützen konzentriertes Arbeiten? Die Jugendlichen brachten eigene Erfahrungen ein, hörten einander zu und trafen gemeinsam Entscheidungen – ein Beispiel gelebter Demokratie im Klassenzimmer. Im Anschluss setzten die Schülerinnen und Schüler ihre Inhalte kreativ um. In Kleingruppen entstanden mit dem Design-Tool Canva unterschiedliche Plakatentwürfe. Dabei kamen auch KI-gestützte Anwendungen sowie frei verfügbare Bildmaterialien zum Einsatz. Die bewusste Auswahl und Nutzung digitaler Werkzeuge förderte nicht nur gestalterische Kompetenzen, sondern auch einen reflektierten Umgang mit Medieninhalten und Urheberrechten. Die fertigen Entwürfe wurden anschließend gemeinsam gesichtet und bewertet. In einem transparenten Auswahlverfahren entschied sich die Klasse für ein Siegerplakat, das nun im Schulhaus ausgehängt wird und professionell als Poster gedruckt allen als Orientierung dient. Besonders hervorzuheben ist das Engagement einzelner Schülerinnen und Schüler, die das Regelplakat in weiteren Klassen präsentierten. Sie erklärten die Inhalte verständlich und verdeutlichten, warum klare Regeln für ein positives Lernklima und einen respektvollen digitalen Umgang unerlässlich sind. Das Projekt steht exemplarisch für die Umsetzung zentraler Bildungsziele der bayerischen Mittelschule: Im Bereich der Medienerziehung erwerben Schülerinnen und Schüler Kompetenzen im kritischen, reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Gleichzeitig werden im Sinne der Demokratiebildung Kommunikationsfähigkeit, Partizipation und das Aushandeln gemeinsamer Regeln gefördert. Die Klasse 8M zeigt damit eindrucksvoll, wie schulisches Lernen lebensnah gestaltet werden kann – und wie Jugendliche aktiv Verantwortung für ihre Lernumgebung übernehmen.
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