Vortrag beim Kath. Frauenbund St. Konrad Weiden. (Bild: Gaby Narozny)

„Pack die Lebensfreude aus“, interessanter Vortrag beim Kath. Frauenbund St. Konrad, Weiden

Der Frauenbund St. Konrad in Weiden hatte zu einem inspirierenden Abend mit Kathrin Karban-Völkl in das Pfarrheim St. Konrad eingeladen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Kommission Ehe-Familie-Beruf des KDFB Regensburg mit ihrer 1. Vorsitzenden Angela Bodensteiner und der 2. Vorsitzenden Kerstin Wallmeyer. Bodensteiner dankte dem Frauenbund für die Benutzung des Pfarrheimes und freute sich über die zahlreiche Teilnahme. Agnes Hartwig vom Vorstandsteam des KDFB St. Konrad begrüßte die Referentin sowie 56 Frauen und einen Mann im Saal und dankte der Kommission für die Organisation. Unter dem Motto: „Das Leben genießen? Geht nicht immer, aber immer öfter“, stellte Karban-Völkl zu Beginn ihrer humorvollen Ausführungen die Frage: „Haben Sie heute schon gelacht?“ Sie sprach davon, dass sich Oberpfälzer „nach innen“ freuen und empfahl den interessierten Gästen im Saal, sich eine Grunddankbarkeit als Haltung zuzulegen. Es sei nicht alles selbstverständlich und es gilt nachzufragen, für was man dankbar sein darf. Sie zitierte Kurt Tucholsky, der einmal schrieb: „Man kann sich über alles ärgern, aber man ist nicht dazu verpflichtet“. Nach gemeinsamem Singen und Austausch ging es um die Frage, wie wir den Wert unserer Lebenszeit bewusster entdecken, sowie Vertrauen schöpfen können. Am Ende des Abends voller belebender Impulse dankte Agnes Hartwig der Referentin mit einem Geschenk.
Besuch im Hof-Cafe Müllner in Schwarzach b. Nabburg (Bild: Gaby Narozny)

„Von der Kohlegrube zum Freizeitparadies”, erlebnisreicher Ausflug des Kath. Frauenbundes St. Konrad, Weiden

Schöne, erlebnisreiche Stunden verbrachten die Frauen des Kath. Frauenbundes St. Konrad aus Weiden, unter Leitung von Gaby Narozny, bei der Muttertagsfahrt nach Schwarzach bei Nabburg und ins Oberpfälzer Seenland bei Schwandorf. Am frühen Nachmittag steuerte die Busgruppe das Hof-Cafe Müllner in Schwarzach bei Nabburg an. In den historischen Räumen der ehemaligen Getreidemühle hatten die Frauen genügend Zeit, sich mit Kaffee, und leckeren Kuchen und Torten verwöhnen zu lassen. Ein kleiner Spaziergang rund um den Müllner-Hof, idyllisch am Ufer der Schwarzach gelegen, rundete den Aufenthalt ab. Im Laufe des Nachmittages lernten die Frauen im Bus, bei einer 2-stündigen Rundfahrt mit Gästeführerin E. Wissmann, die schönsten Seiten des Oberpfälzer Seenlandes kennen. Nach der Entdeckung von Kohlevorhaben im 18. Jahrhundert, entwickelte sich rund um Wackersdorf die Braunkohleindustrie, die bis 1982 bestand. Danach wurden die Abbaugebiete geflutet und es entstanden der Murner See und der Brückelsee. Beim Rundgang im Erlebnispark „Wasser-Fisch-Natur” am Murner See informierte die Gästeführerin über die Natur an den insgesamt 5 Weihern, man konnte naturbezogene Beobachtungsgeräte testen und einen Weg über eine Hängebrücke wagen. Ein richtiges Urlaubsgefühl brachte den Frauenbund-Frauen der kurze Aufenthalt am sog. „Karibikstrand” am Murner See, mit feinem Sandstrand, Palmen und Liegestühlen im „Murano Beachclub” und tollem Ausblick auf das Wasser. Durch den Industriepark Wackersdorf, dem Gelände der ehem. geplanten WAA und vorbei der großen Kart-Anlage ging die Fahrt nach Stulln zum Gasthof Bodensteiner, wo die Frauen mit einer guten Brotzeit in gemütlicher Runde den schönen Tag ausklingen ließen.
Lama-Wanderung rund um Ahornberg bei Bärnau (Bild: Gaby Narozny)

Erlebnisnachmittag mit Lama-Wanderung des Kath. Frauenbundes St. Konrad, Weiden

Der Kath. Frauenbund St. Konrad aus Weiden lud zu einem Erlebnisnachmittag mit Lama-Wanderung, den Regina Weiß und Gaby Narozny organisiert hatten, in das „Lama-Land Willka Maki“ in Ahornberg bei Bärnau ein. Bei herrlichem Frühlingswetter begrüßte Anita Hösl vom Vorstandsteam die 40 Teilnehmer, Eltern und Großeltern mit ihren Kindern und Enkeln, die schon voller Vorfreude auf das „tierische“ Erlebnis waren. Franziska Völkl, zertifizierte Alpaka- und Lama-Therapeutin, baute vor einigen Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Giovanni, der aus Peru stammt, den Lama- und Alpakahof auf und bietet seitdem Führungen für Gruppen an. Frau Völkl erklärte, dass Lamas zur Familie der Kamele gehören und in den Hochanden Südamerikas leben. Sie können bis zu 20 Jahre alt werden und werden in ihrer Südamerikanischen Heimat als Lasttiere sowie Woll- und Fleischlieferanten geschätzt. Dann ging es in 2 geführten Gruppen mit den braven Lamas Max, Benni, Tivolo und Camillo über Wiesen und am Waldrand entlang durch das schöne Bärnauer Land. Die geduldigen Tiere ließen sich auch von den kleineren Kindern gut führen und wurden natürlich auch ausgiebig gestreichelt und gefüttert. Am Ende der Wanderung warteten bereits Getränke, Kaffee und Kuchen, den der Frauenbund spendierte, auf die Ausflügler. Die Erwachsenen genossen die Ruhe und den herrlichen Ausblick auf dem Gelände und für die Kinder waren vielerlei Spielgeräte und Bastelmöglichkeiten bereitgestellt. Es bestand auch die Gelegenheit zum Einkauf im Hofladen mit typischen Produkten und Textilien aus Peru. Am Ende des Ausfluges waren sich alle einig: „Es war ein rundum gelungener Nachmittag“.
Die Jubilarinnen des Kath. Frauenbundes St. Konrad Weiden mit der Vorstandschaft sowie Pfarrer Johannes Lukas und Pfarrvikar Pater Patrick.<br><br> (Bild: Barbara Berckmüller)

Adventfeier des Kath. Frauenbundes St. Konrad in Weiden im neuen Pfarrheim

Die Freude auf die erste Veranstaltung im neuen Pfarrheim war groß und so folgten der Einladung des Kath. Frauenbundes St. Konrad in Weiden zur Adventfeier in den festlich dekorierten, hellen Pfarrsaal, 70 Frauen aus der Gemeinschaft. Agnes Hartwig vom Vorstandsteam begrüßte alle Gäste, den Hausherrn und Geistl. Beirat, Pfarrer Johannes Lukas und bedankte sich für dessen nervenstarkes Durchhaltevermögen während der Bauzeit des Heimes. Unter den Gästen befanden sich weiterhin Pfarrvikar Pater Patrick, Gemeindepraktikantin Kerstin Hasenfürter, Pfarrerin Barbara Berckmüller von der evangelischen Nachbargemeinde St. Markus, die Bezirksvorsitzende des Frauenbundes Angelika Vogl aus Oberviechtach sowie der Frauenchor mit Angela Sauer. Mit den Worten: „Warten im Advent ist anders, warten ist auch Hoffnung“, eröffnete Agnes Hartwig die Feier. Am Beispiel von „drei Hoffnungswegen“, „Maria auf ihrem Weg zu Elisabeth, zwei Menschen auf dem Weg zum Jordan und Frauen auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt“ trugen Anita Hösl, Annette Betting, Agnes Hartwig, Monika Völkl, Regina Weiß, Erika Zierock und Gabi Langhoff verschiedene Texte zum Thema Hoffnung vor. Musikalisch umrahmte der Frauenchor St. Konrad unter Leitung von Angela Sauer am Klavier und E-Piano die Feier und mit dem Segen von Pfarrer Lukas endete der besinnliche Teil des Abends. Fleißige Hände aus der Vorstandschaft hatten Glühwein, Tee, Stollen und Lebkuchen vorbereitet und bewirteten die Gäste. Erfreulicherweise konnten anschließend acht neue Frauen feierlich mit einem Geschenk in die Gemeinschaft des Frauenbundes aufgenommen werden, Lydia Meier, Irmgard Sperber, Astrid Ermer, Kerstin Schmola, Sybille Amm, Carolin Kett, Kerstin Weisheit und Monika Grötsch. In ihrer Ansprache betonte die Bezirksvorsitzende, dass Frauen Solidarität brauchen und dass früher erkämpfte Rechte erhalten bleiben müssen. Ihr Dank ging auch an die Vorstandsfrauen im Zweigverein und ihre Arbeit vor Ort. Pfarrer Lukas dankte der Vorstandschaft für die schönen Ideen und das interessante Programm das ganze Jahr über und wünschte sich, dass das neue Pfarrheim mit Leben erfüllt werde. Viele Frauen halten dem KDFB St. Konrad seit vielen Jahren die Treue und deshalb galt es, langjährige Mitglieder zu ehren. Zusammen mit Pfarrer Lukas überreichten A. Vogl, A. Hartwig und A. Hösl die Goldnadel mit Stein für 50jährige Mitgliedschaft an Anni Trepl, Irma Lang, Martha Hanweck und Else Schöner (in Abwesenheit). 45 Jahre beim Frauenbund sind Ingrid Häupl, Elisabeth Zuber und Ida Pongratz und 35 Jahre Giselinde Suttner. Die Silbernadel für 20 Jahre Mitgliedschaft erhielten Christina Fisher und Angelika Pfleger, (in Abwesenheit), Sieglinde Schmid und Agathe Lingl halten dem Verein seit 15 Jahren die Treue. Alle Frauen bekamen ein liebevoll verpacktes Geschenk. Wie jedes Jahr zeigte sich auch bei dieser Adventfeier der Kath. Frauenbund wieder großzügig und bedachte Pfarrer Lukas, Pater Patrick, den Frauenchor, die Ministranten und Pfarrerin Berckmüller für die Pfarrgemeinde St. Markus, (verbunden mit einem Dankeschön für die Benutzung des Gemeindehauses in den letzten Jahren) mit Geldspenden. Zum Abschluss gab es noch ein herzliches Dankeschön von Agnes Hartwig an die „Mädels“ vom Vorstand für die geleistete Arbeit im letzten Jahr, den Teamgeist und Zusammenhalt. Alle freuen sich schon auf viele schönen Begegnungen im Verein im neuen Jahr 2026.
Gruppenfoto mit Pater Praveen vor der Pfarrkirche St. Andreas in Runding (Bild: Stefan Müller)

Überdimensionale Glaskunst-Ausflug des Kath. Frauenbundes St. Konrad Weiden in den Bayr. Wald

Herrliches Herbstwetter begleitete die Frauen des Kath. Frauenbundes St. Konrad aus Weiden bei ihrem Ausflug zur „Gläsernen Scheune“ nach Viechtach. Agnes Hartwig vom Vorstandsteam, hatte die Fahrt organisiert, begrüßte im Bus die Gäste und stellte den Reiseablauf vor. Als erstes Ziel wurde die „Gläserne Scheune“ in Viechtach, im Bayerischen Wald angesteuert. Der Künstler Rudolf Schmid, gelernter Glasmaler, erwarb 1977 etwas außerhalb von Viechtach einen Bauernhof mit Scheune und schuf im Laufe vieler Jahre auf mehr als 220qm bemalter Glasfläche diverse Kunstwerke aber auch Holzschnitzereien, Bilder und Skulpturen als sein Lebenswerk. Bei einer Führung staunten die Frauen über die Räuber-Heigl Glaswand des sagenumwobenen Räubers, die Szenen bis zu dessen Tod darstellte. Auch die Rauhnacht Glaswand, gezeichnet mit Bleistift auf Glas, zeigte Darstellungen mit Hexen, Eulen und Teufeln in tiefverschneiter Winterlandschaft. Am meisten beeindruckte die Frauen die überdimensionale Glaswand mit sieben Metern Höhe, auf der der Künstler Schmid die wechselvolle Geschichte des Waldpropheten Mühlhiasl zeichnete, unterstützt wurde die Ausstellung mit einer Tonaufnahme über das Leben des Sehers. Nach dieser interessanten und eindrucksvollen Führung genoss die Reisegruppe bei Sonnenschein in einem Cafe auf dem Marktplatz in Viechtach Kaffee, Kuchen und Torte. Weiter auf dem Programm stand ein Besuch beim ehemaligen Pfarrvikar von St. Konrad in Weiden, Pater Praveen, der zur Zeit in Runding bei Cham seinen Seelsorgedienst absolviert. Die Freude des Wiedersehens war auf beiden Seiten groß und mit Stolz erklärten Pater Praveen und Pfarrgemeinderatssprecher Stefan Müller den Frauen vom Hammerweg die neue Pfarrkirche St. Andreas in Runding. Im Juli 1975 wurde aufgrund von Platzmangel in der alten Dorfkirche das moderne, großzügig gestaltete Gotteshaus im Backstein-Stil errichtet und bietet fast 500 Gläubigen Platz. Eine kurze, gemeinsame Andacht, die mit einem Lied des Paters, gesungen in indischer Sprache endete, schloss den Besuch in Runding ab. Natürlich durfte nach den schönen, eindrucksvollen Stunden im Bayerischen Wald eine gemütliche Einkehr in einem Landgasthof vor der Rückfahrt nicht fehlen.
Tolller Sommerausflug nach Pottenstein (Bild: Tobias Dietz)

Sommerausflug zwischen Himmel und Hö(h)le

Am vergangenen Samstag begrüßte der Frauenbund St. Konrad über 40 strahlende Gesichter zum diesjährigen Familienausflug nach Pottenstein. Junge und junggebliebene TeilnehmerInnen konnten sich zwischen unterschiedlichen Aktionen entscheiden. Die kleinen und großen ForscherInnen trieb es zu einer Führung in die Teufelshöhle, eine der schönsten und beeindruckendsten Schauhöhlen Deutschlands. Dort lernten sie imposante Stalaktiten und Stalakmiten kennen, die beim Zusammenwachsen von oben und unten sogar Säulen bilden können. Hier dauert es ca.15 Jahre, bis die Tropfsteine 1mm wachsen. Die Wanderfreudigen starteten ihre Rundtour in Pottenstein: den steilen Burgberg hinauf – und auf der Hochebene dann weiter zum Aussichtsturm „Himmelsleiter“, 150 Stufen brachten die Aktiven ins Schwitzen und ca. 25 m in die Höhe. Währenddessen erkundete eine dritte Gruppe die Stadt Pottenstein selbst auf dem „10-Brücken-Spaziergang“. Schon beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen haben die drei Gruppen begeistert von ihren Erlebnissen erzählt. Der Wettergott meinte es, der Vorhersage zum Trotz, mittelmäßig gut mit der Reisegruppe und so konnte sie nun gemeinsam den Nachmittag verbringen. Es ging weiter zum sogenannten Erlebnisfelsen Pottenstein, den Sommerrodelbahnen und dem Skywalk, einer begehbaren Plattform, die 65 m über dem Tal verläuft und einen tollen Blick in die Fränkische Schweiz bietet. Mutige sausten in den Regenpausen mit dem „gelben Frankenbob“ bergab, Schwindelfreie betraten den Skywalk, der zudem reichlich Standfestigkeit verlangte. Die Zeit verging wie im Fluge und am späten Nachmittag hieß es Abschied nehmen –vor allem die mitgereisten Kinder warfen schon jetzt einen sehnsüchtigen Blick auf diese Attraktionen zurück, verbunden mit dem Wunsch „bis bald“.
Frauenbund-Ausflug nach Schwandorf und Bodenwöhr (Bild: Gaby Narozny)

Kath. Frauenbund St. Konrad erkundet „Schwandorf´s geheimnisvolle Unterwelt”

Ihren Muttertags-Ausflug unternahmen 40 Frauen des Kath. Frauenbundes St. Konrad nach Schwandorf und Bodenwöhr am Hammersee. Anita Hösl vom Vorstandsteam hatte die Fahrt organisiert und begrüßte die gut gelaunten Frauen im Bus. Am frühen Nachmittag startete, mit Gästeführerin Frau Rauch, die Führung in Schwandorf`s geheimnisvolle Unterwelt, den historischen Felsenkellern. Die Besucherinnen erfuhren viel Interessantes über die Gärung und Lagerung von Bier in dem teilweise dreistöckigen Labyrinth aus Gängen und Räumen, das um 1500 von Hand aus dem Fels gehauen wurde. Von den 130 Kellerräumen, in denen das ganze Jahr eine konstante Temperatur von 8-10 Grad herrscht, besichtigte die Gruppe etwa die Hälfte. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde Bier das wichtigste Getränk, erklärte die Gästeführerin. Das Brauereiwesen gehörte zu den größten Einnahmequellen der Stadt. Durch den Niedergang des Kommunbrauwesens wurden die Felsenkeller als Vorratsspeicher für Äpfel, Spirituosen oder Kartoffel genutzt. Das eigentliche Keller-Labyrinth entstand 1931/32, als Kellerdiebe in die Gewölbe eindrangen und auf den Diebestouren Felswände durchbrachen. Als Zufluchtsort vor einem Bombenangriff 1945 retteten die Felsenkeller Tausenden von Menschen das Leben. Ende der 1990er Jahre begannen großangelegte Sanierungsarbeiten durch die Stadt Schwandorf, um die einzigartige Sehenswürdigkeit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach interessanten 90 Minuten Rundgang durch Bayerns größtes Felsenkeller-Labyrinth, strahlte den Frauen die Sonne entgegen.
Jüdischer Friedhof am Hammerweg in Weiden (Bild: Gaby Narozny)

Auf den Spuren der Geschichte des Jüdischen Friedhofes in Weiden

Der Kath. Frauenbund St. Konrad Weiden lud zu einer interessanten Führung durch den Jüdischen Friedhof in Weiden am Hammerweg ein, die von Annette Betting vom Vorstandsteam organisiert wurde. Herr Werner Friedmann von der Jüdischen Gemeinde in Weiden begrüßte die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem „Shalom“ und führte in die Geschichte des Friedhofs ein. Im Jahre 1889 erfolgte die Gründung des Synagogen-Vereins, der im Jahre 1900 einen Acker im westlichen Teil des Hammerweges zur Errichtung eines Friedhofs kaufte. 1901 erfolgte die Fertigstellung, 1925 wurde ein Leichenhaus errichtet, das jedoch heute nicht mehr existiert. Bis 1901 wurden die Verstorbenen auf dem Jüdischen Friedhof in Floss bestattet. Im Gegensatz zu anderen Friedhöfen, die oft in Städtischem Besitz sind, gehört das Grundstück der Jüdischen Gemeinde, die Grabstätte ist im Besitz der Familie des Verstorbenen und bleibt immer bestehen, das heißt, sie wird nicht aufgelöst. Herr Friedmann berichtete den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern über den niederländischen Rabbiner Simon Philip de Vries, der in einem Buch über Jüdische Riten und Symbole schrieb. Anders als bei christlichen Beerdigungen, übernehmen Frauen und Männer aus der Chewra Kadischa (Beerdigungsgesellschaft) die rituelle Bestattung, die Reinigung des Toten, der ohne Schmuck oder sonstige Accessoires mit einem weißen Leinenhemd in einer einfachen Holzkiste als Sarg beerdigt wird. Dabei werden verschiedene Psalmen gebetet. Auch ein Grabschmuck mit Blumen ist der Jüdischen Tradition nach nicht bekannt. Es werden Steine auf die Gräber gelegt, ein Relikt aus früheren Zeiten, in denen die Toten in der Wüste bestattet wurden. Nach einem gemeinsamen Gebet aus der Bibel, Psalm 91, blieb noch genügend Zeit für einen individuellen Rundgang durch den alten und neuen Teil des Friedhofs. Bekannte Namen jüdischer Familien aus Weiden waren auf den Inschriften verschiedener Grabsteine zu lesen und bei manch verwitterter Grabstelle konnte man nur erahnen, welche Schicksale die Verstorbenen im letzten Jahrhundert erleiden mussten. 2011 erwarb die Jüdische Gemeinde ein Grundstück in der Nähe des Weidener Waldfriedhofes, auf dem nun neue Bestattungen vorgenommen werden.
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