zweiter von rechts Jagdpächter Maximilian Wien, daneben Jagdvorstand Gerhard Weiß, hinten dritte Bürgermeisterin Silvia Schecklmann.  (Bild: Herbert Ziegler)

Jagdversammlung des Gemeinschaftsjagdreviers Heinersreuth 2026

Der Willkommensgruß von Jagdvorstand Gerhard Weiß galt neben den erschienenen Jagdgenossen und deren Begleitung der dritten Bürgermeisterin Silvia Schecklmann sowie Revierpächter Maximilian Wien und dessen Jagdbegleiter. Entschuldigen ließen sich die Vertreter der Bayerischen Staatsforsten für den Kommunal- und Staatswald. Im Anschluss des Jagdessen wurde im Bericht des Jagdvorstandes auf die Inhalte des forstlichen Gutachtens verwiesen, demnach sich bei uns der Verbiss in Grenzen halte. Zudem wurde von einem Schreiben des Landratsamtes berichtet, worin eine Änderung des bayerischen Jagdgesetzes angekündigt worden war. Darin ist angedacht, dass die Jagdpächter und Jagdgenossen selber über die Abschussplanung entscheiden sollen. Erfolgt war auch weiterer Abschnitt Wegebau, welcher wieder in Zusammenwirken mit der Gemeinde auf zwei Teilabschnitten erfolgen konnte. Auch dieses Jahr sollen im Zuge dieser Maßnahmen begonnene Teilstrecken weiter ausgebessert werden. In diesem Zusammenhang galt auch ein Dank an die dritte Bürgermeisterin für deren Mitwirkung an der Aufstockung des Zuschussanteiles der Gemeinde für diese Maßnahmen. Jagdpächter Maximilian Wien verwies in seinem Bericht auf ein eher „ruhiges“ Jagdjahr. Der Wolf war selten bemerkbar, die Rehe stünden wieder vermehrt draußen auf den Lichtungen, ein Zeichen dafür, dass vom Wolf nur geringe Anwesenheit zu vermelden sei. Beim Rehabschuss sei man fast genau im Abschussplan, dazu leider auch ein paar verunfallte Rehe. Erlegt wurden noch sechs Füchse, einige Hasen und ein Dachs. Ein Wildschweinabschuss war in diesem Jahr nicht erfolgt. Wildschweine seien nur kurzzeitig im Revier gewesen und verursachten in zwei Fällen geringe Schäden auf Wiesen und Äckern. Die geringe Präsenz der Wildschweine sei eventuell dem Wolf zu verdanken. Den Änderungen des Jagdgesetzes zu Folge können sich demnächst die Jagdzeiten beim Rehwild ändern, dies sei aber noch nicht endgültig beschlossen. Aufgetretene Verbissschäden sollten von den Jagdgenossen gemeldet werden, um die Bejagung örtlich anzupassen. Kassenführerin Milena Schleicher präsentierte den Kassenbericht und im Anschluss dessen schlugen die Kassenprüfer Josef Schleicher und Gerhard Schmidt der Versammlung die Entlastung vor, welcher per Handzeichen zugestimmt wurde. Zudem wurde per Akklamation auf Vorschlag der Vorstandschaft von den Jagdgenossen die Auszahlung mit 4 Euro/Hektar per Handabstimmung beschlossen. Weiterhin wurde eine Aktualisierung des Jagdkataster angeregt, welcher von den Jagdgenossen ebenfalls ihre Zustimmung erfuhr. Dritte Bürgermeisterin Silvia Schecklmann bedankte sich im Namen der Gemeinde für das Engagement der Jagdgenossenschaft, und berichtete auch von der Wertschätzung der Gemeinde, welche auch mit der Erhöhung des Zuschusses von 30 auf 50 Prozent für die Wegebaumaßnahmen zum Ausdruck gebracht worden war. Hingewiesen wurde auch auf die demnächst stattfindende Versammlung, zu der neben den drei Bürgermeistern die Vorstände der Flurbereinigungen sowie die Jagdvorstände eingeladen seien. Hierbei sollen die kommenden Wegebaumaßnahmen besprochen werden. Silvia Schecklmann informierte auch über die angestrebte Änderung des Jagdgesetzes, welche noch durch den Landtag beschlossen werden müsse. Kernpunkt sei, dass zukünftig die Verantwortung für die Abschussplanung bei den Jagdgenossenschaften und den Jagdpächtern liegen soll. Man werde in Zukunft gemeinsam entscheiden, wie viel Wild gejagt werden soll. Ihr Schlussresümee: „Ihr seid verantwortlich für das Wild und für den Wald“. Es könne aber die Laufzeit der momentan geltenden Abschusspläne abgewartet werden. Zu den Punkten Verschiedenes, Wünsche und Anträge lagen keine Wortmeldungen vor.
Vorne links Jagdvorsteher Gerhard Weiß, daneben Jagdpächter Maximilian Wien,<br>zweiter links Sebastian Höllerer von den Staatsforsten, daneben zweiter Bürgermeister Alexander Schatz. (Bild: Herbert Ziegler)

Heinersreuther Jagdgenossen treffen sich zur Jahresvesammlung auf der Mauth

Der Willkommensgruß von Jagdvorstand Gerhard Weiß galt zweiten Bürgermeister Alexander Schatz sowie Jagdpächter Maximilian Wien. Von den bayerischen Staatsforsten hatte man Sebastian Höllerer aus Kirchenthumbach geladen. Gleich zu Beginn der Tagesordnung stellte dieser sich vor und schilderte seinen Werdegang. Studium und Forstschule in Weihenstephan und Lohr am Main waren die Stationen bei der Ausbildung. Am Anfang eingesetzt für verschiedenste Aufgaben in der ganzen Oberpfalz war das „erste Revier“ in Floss und nun als Nachfolger von Matthias Rupp im Forstrevier Kirchenthumbach als Kommunal- und Privatwaldförster. Er betonte die ständige Erreichbarkeit bei auftretenden Fragen im Wald bzw. Beratung und Unterstützung. Im Jagdrevier gebe es „nichts ungewöhnliches“ zu berichten, so Jagdpächter Maximilian Wien. Schon beschäftigt sei man mit der Wolfthematik. Dieser trete sehr oft auf den Kameras in Erscheinung. Man merke das auch am Verhalten der Rehe. Weiter hieß es: „Wir haben diese Jahr Null Sauen geschossen“. Dies sei gut für die Jagdgenossen wegen der geringen Wildschäden. Er wies auf die Probleme der Bejagung bei den Wildschweinen, da diese sich mittlerweile an die technischen Hilfsmittel bei Jagd gewöhnt hätten, und sehr selten mehrmals an gleicher Stelle auftauchten. Bei den Rehen konnte eine ausreichende Anzahl erlegt werden, leider waren auch „verunfallte“ Tiere bei dieser Zahl enthalten. Einige Füchse und Dachse gehörten auch zur „Strecke“. Da das Wildgutachten unbedenklich sei, kann der Abschussplan beibehalten werden, geringe Unter- bzw. Übererfüllung seien immer dabei möglich. Für den Zeitpunkt der später anstehenden Mäharbeiten in der Landwirtschaft bat Maximilian Wien um Unterstützung bei der Kitzrettung und Vorabsuche, da er nicht immer ausreichend im Revier sein könne.

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