Dr. Markus Lommer leitete die Exkursion. (Bild: Hans-Peter Klinger)

Besichtigung der Orgel-Baustelle in der Georgskirche Amberg

Die Regionalgruppe des Historischen Vereins Amberg hatte kurzfristig die Möglichkeit zur Besichtigung der Orgel-Baustelle in der Georgskirche in Amberg am 2. März 2026. Die Einladung erfolgte im digitalen Programm www.hvor.de und war auf 12 Personen begrenzt. Mit Dr. Markus Lommer, Stadtheimatpfleger in Sulzbach-Rosenberg, selbst Organist und einst Diakon in dieser Kirche, übernahm ein ausgewiesener Fachmann diese interessante, abwechslungsreiche Begehung in luftiger Höhe. Neben seinen Erklärungen zum Barockisieren der Kirche beeindruckten vor allem die Erläuterungen der diffizilen Arbeiten vor Ort, die zeigten, wie das 1767 ursprünglich eingebaute Orgelwerk durch die Spezialfirma Klais aus Bonn auf den neuesten technischen Stand gebracht wird. Hier arbeiten ein Installations- und ein Klangteam Hand in Hand. Die Komplexität des Instruments und die behutsame Verbindung historischer und moderner Substanz wird den Teilnehmern in starker Erinnerung bleiben. Die Besichtigung schloss mit einem Aufstieg ins Dachgewölbe, wo einst im südlichen Nebenschiff eine sogenannte Schwalbennest-Orgel mit fußbetriebenen Blasebalg angesetzt war, deren Platz nun der Apostel Andreas einnimmt. Dr. Markus Lommer hat sich dem gesamten Projekt mit einer Festschrift angenommen, die in Kürze erscheinen wird. Hans-Peter Klinger, der Regionalsprecher des HV, bedankte sich im Namen aller Teilnehmer für das tolle Engagement von Dr. Lommer, der diese Gelegenheit angestoßen hatte und der mit großem Beifall verabschiedet wurde.
Regionalsprecher HV Hans-Peter Klinger (Bild: Hans-Peter Klinger)

Interessanter Vortrag bei der KEB Amberg-Sulzbach

Bis auf den letzten Platz füllten überaus interessierte 70 Zuhörer den Vortragsraum der KEB Amberg-Sulzbach in der Dreifaltigkeitsstraße am 03.02.2026. Hans-Peter Klinger, der Regionalsprecher für den Raum Amberg des Historischen Vereins (HV), stellte bei seinem abwechslungsreichen und reich bebilderten Vortrag die hier weitgehend unbekannte Geschichte der Tschechoslowakischen Legionen vor, die sich aus Freiwilligen, Deserteuren und Kriegsgefangenen zusammensetzen. Über 1000 französiche Offiziere unterstützten dabei die Truppenteile. Er schilderte einige militärische Husarenstücke der insgesamt ca. 130.000 Mann starken Armee an der Ost- und Westfront, aber auch durchaus kritisches Verhalten während der verschiedenen Abschnitte im Ersten Weltkrieg und beleuchtete die unterschiedlichen strategischen Koalitionen. Das Groß der Zuhörer zeigte sich durchaus überrascht, als es von der Anwesenheit und den Aktivitäten der Vielzahl tausender alliierter Kräfte aus den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Japan im ehemaligen Zarenreich hörte. Es waren starke militärische Verbände, die während der verschiedenen Revolutionsphasen in Russland zwischen 1917 und 1920 versucht hatten, nationale Einflusssphären zu schützen und die einst der Zarenarmee überlassene Ausrüstung und Munition gegen die Bolschewiki zu sichern. Besonders die USA unterstützen die Tschechoslowakischen Legionen. Die Veranstaltung schloss nach einer Reihe interessanter Nachfragen zu Details mit großem Beifall. Die Veranstalter von KEB und HV freuen sich über die Teilnahme jedes Interessierten, ersuchen jedoch um Verständnis, dass eine kurze Anmeldung zur Planung erforderlich ist. Es wäre wirklich schade bei diesen informativen und unterhaltsamen Veranstaltungen keinen Platz mehr zu finden. (Weitere Informationen immer im Programmheft des HV unter hvor.de).

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