Im Amt bestätigt wurde die Vorstandschaft, die noch um berufene Beisitzer ergänzt wurde. Bürgermeister Birner (rechts) gratulierte den Gewählten. (Bild: Simon Rosner)

Gartenbauverein bestätigt Vorstandschaft, Rückblick auf reges Vereinsjahr

Der Gartenbauverein Neunburg stand vor 3 Jahren kurz vor der Auflösung. Letztlich konnte doch noch eine neue Vorstandschaft gefunden und ein Generationswechsel vollzogen werden. Turnusgemäß standen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung Neuwahlen an, bei der die Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt wurde. Informationen zum Vereinsleben sowie ein Sachvortrag zum Thema Gemüseanbau rundeten die Versammlung ab. Vorsitzender Harald Klatzka ging in seinem Tätigkeitsbericht zunächst auf die Mitgliederentwicklung ein. Mit 252 bliebt die Mitgliederanzahl nahezu konstant, den 7 Verstorbenen wurde in einer Schweigeminute gedacht. Bei den Veranstaltungen ging Klatzka auf die beiden Baumschneidekurse ein, erst vor einigen Wochen gaben Torsten Hergenröther und Bernhard Dommer ihr Wissen an rund 20 Interessierte im Spitalgarten weiter. An den dortigen Obstbäumen konnte das Erlernte auch sofort ausprobiert werden. Der Verkauf selbst gebundener Kränze kurz vor Ostern spülte einen schönen Erlös in die Vereinskasse, es wurde alles verkauft. Die Landesgartenschau in Furth war Ziel der letztjährigen Tagesfahrt und die Kombination von „Drache und Wasser” begeisterte die Mitfahrer. Die Gestaltung des Erntedankaltars in der Pfarrkirche unter Federführung von Monika Klatzka kam wieder sehr gut an. Für das Weinfest, das 2025 zum zeiten Mal stattfand, gab es schon im Vorfeld zahlreiche Reservierungen, bei sehr guten Essen und erlesenen Weinen konnten die Gäste einen schönen Abend verbringen. Gut besucht war auch die Weihnachtsfeier Anfang Dezember. Der Auf- und Abbau der Krippe in der Wallfahrtskirche Katzdorf gehört auch zu den festen Terminen des Gartenbauvereins. Rosalia Steidl gab eine Übersicht über die finanzielle Situation des Vereins und freute sich, dass dieser auf gesunden Füßen stehe. In seinem Grußwort freute sich Bürgermeister Martin Birner über den Generationswechsel, der „super gelungen” sei. Der Erhalt des Gartenbauverein lag ihm am Herzen, die Vernetzung mit den Arbeitskreis Biodiversität und der AG „Gesunder Boden” biete zahlreiche Synergien. In Neunburg wolle man dieses „Pfund der Natur (…) nutzen”. Als Wahlleiter übernahm Birner im Anschluss die Neuwahl der Vorstandschaft. Zu wählen waren 1. Vorsitzender und dessen Stellvertreter, der Kassier, der Schriftführer und 2 Kassenprüfer. Die weiteren Ausschussmitglieder (Beisitzer) wurden von der gewählten Vorstandschaft berufen. 1. Vorsitzender Harald Klatzka, 2. Vorsitzender Christian Blend, Kassiererin Rosalia Steidl und Schriftführer Simon Rosner wurden jeweils einstimmig gewählt. Die Prüfung der Kasse übernehmen im kommenden Jahr Margot Köppl und Bernhard Dommer. Zu Beisitzern wurden Sandra Birner, Stephan Hanke, Annemarie Held, Torsten Hergenröther, Monika Klatzka, Cornelia Lottner, Claudia Rosner und Alexander Trinkmann berufen. Heid Schmid von Kreisverband ging in ihrem informativen Sachvortrag auf den heimischen Gemüseanbau ein. Wichtig ist vor allem die Beschaffenheit des Bodens, laut Schmid sei „lehmiger Sand” oder „sandiger Lehm” ideal. Gegebenenfalls könne ein Bodenprobe Aufschluss geben. Humus und Stickstoffdünger sowie die Berücksichtigung von Fruchtwechseln können den Ertrag steigern. Auch eine Gründüngung durch Phacelia oder Wicken sei empfehlenswert. Schmid ging dann auf den Anbau in Hoch- oder Hügelbeeten ein, bei beiden ist der richtige Aufbau aus unterschiedlichen Schichten zu beachten. Im Vormarsch sind auch bei uns wärmebedürftige Kulturen wie Artischocken und Melonen. Da schmackhaftes Gemüse oftmals den Schnecken zum Opfer fällt, empfiehlt Heidi Schmid entweder das klassische Abklauben oder kleine Schneckenfallen, in den schon ganz wenig Schneckenkorn ausreicht und dieses auch nicht direkt um die Pflanzen verteilt werden muss. Als Nachfolgerin des Kreisfachberaters Wolfgang Grosser stellte Heidi Schmid den Mitgliedern Carina Hoffmann vor. Harald Klatzka dankte Heide Schmid für deren Ausführungen und überreichte ihr ein Blumengesteck. Mit einem Ausblick auf die diesjährigen Veranstaltungen wie Tagesausflug nach Weihenstephan und Hallbergmoos am 18.7, das Weinfest am 10.10. sowie die Weihnachtsfeier am 04.12. beendete Harald Klatzka die Versammlung.
Zahlreiche Mitglieder des Gartenbauvereins Neunburg sammelten neue Ideen auf der Landesgartenschau in Furth im Wald. (Bild: Simon Rosner)

Gartenbauverein Neunburg besucht Landesgartenschau

Drache und Wasser prägen die Landesgartenschau 2025 in Furth im Wald. Die Chamb und die Kalte Pastritz durchziehen das Gelände der Ausstellung, beide Flüsse wurden ökologisch aufgewertet und teilweise renaturiert. Der Further Drache begegnet den Besuchern beispielsweise auf der Dracheninsel oder auf vielen Fußwegen, die einen fast drachenblutroten Belag besitzen. Der Gartenbauverein Neunburg lud seine Mitglieder zu einer Tagesfahrt nach Furth im Wald ein, um darüber hinaus auch die herrliche Blütenbracht zu bewundern sowie Inspirationen für den heimischen Garten zu erhalten. Rund 50 Teilnehmer machten sich auf den Weg nach Furth, wer mochte, konnte an einer Führung teilnehmen und dabei einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Stadt, die Bedeutung der Flüsse sowie die Lage am Eisernen Vorhang während des Kalten Krieges erhielten. Der Rest der Gruppe erkundete das Gelände auf eigene Faust. Viele Ruhezonen luden alle Teilnehmer ein, auch zwischendurch mal zu verweilen, und die Blumen und Pflanzen wirken zu lassen. Auch oder gerade weil die Further Landesgartenschau nicht überdimensional groß angelegt ist, lohnt sich ein Besuch, bei dem Tradition und Zukunft vereint werden. Der Teilnehmer des Neunburger Gartenbauvereins konnten von diesem Besuch viele Informationen und Ideen mitnehmen, trotz der sommerlich heißen Temperaturen fanden sich zahlreiche Plätzchen, an denen die Bäume für Schatten und damit etwas Kühlung sorgten. Auf dem Nachhauseweg besuchten die Teilnehmer noch das Glasdorf in Arnbruck, eine Einkehr in Chameraus rundete den Tagesausflug ab.
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