Die geehrten der Feuerwehr Holnstein mit ihrem Kommandanten, Vorstand, den Vertretern der Kreisbrandinspektion und den beiden Landtagsabgeordneten. (Bild: Jürgen Leißner)

150 Jahre Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach: Festlicher Kommersabend voller Ehrungen

Mit einem feierlichen Kommersabend im Saal des Neukirchner Hofs beging die Freiwillige Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach am vergangenen Samstag den Start in den Festreigen ihres 150-jährigen Bestehens. Durch das Programm führte der Vorsitzende Gerd Pürner, der die Gäste herzlich willkommen hieß und durch den Abend leitete. Unter den Ehrengästen waren Landrat Richard Reisinger, Bürgermeister Peter Achatzi, Kreisbrandrat Christof Strobl, MdL Dr. Harald Schwartz und MdL Bernhard Heinisch sowie Vertreter der Patenwehren und Nachbarwehren. Nach der Begrüßung eröffnete das Hulzberch Trio musikalisch das Abendessen. Kommandant Markus Guttenberger erinnerte anschließend kurz an die 150-jährige Geschichte der Wehr: Gegründet 1876, mitten in der Epoche des industriellen Wandels, meisterte die Feuerwehr zahlreiche Herausforderungen – von den beiden Weltkriegen über Wiederaufbau und technische Neuerungen bis hin zur Modernisierung der Fahrzeuge und des Gerätehauses. Besonders hervorgehoben wurde die kontinuierliche Förderung von Ausbildung und Jugendarbeit sowie die Integration von Frauen, die heute knapp 30 Prozent der aktiven Mitglieder ausmachen. Im Anschluss folgten die Ehrungen verdienstvoller Kameraden: Das KFV-Ehrenkreuz in Silber erhielten Gerhard Guttenberger und Ehrenvorstand Thomas Brandt. Das Bayerische Ehrenkreuz in Silber wurde erstmals in der Geschichte der Wehr an Ehrenkommandant Karlheinz Pilhöfer verliehen – Anerkennung für Jahrzehnte ehrenamtlichen Engagements. Pürner dankte den Geehrten für ihre beispielhafte Arbeit und ihren Einsatz für die Wehr und die Gemeinschaft. Ein bewegender Moment war das Schirmherrenbitten: Der neu gewählte Bürgermeister Christian Beyer übernahm die Schirmherrschaft, Landrat Reisinger die Ehrenschirmherrschaft. Mit einem Augenzwinkern übertrug Pürner die Verantwortung für das Wetter auf die beiden. Auch die enge Zusammenarbeit mit den Patenwehren Achtel, Edelsfeld und Röckenricht wurde gewürdigt. Symbolisch überreichte die Feuerwehr Holzscheiben, die zusammen mit Bäumen vor den jeweiligen Feuerwehrhäusern gepflanzt werden sollen – ein sichtbares Zeichen für Beständigkeit, Freundschaft und Kameradschaft. Natürlich kamen auch die Patenwehren nicht mit leeren Händen. Den Abend rundeten Gespräche, Musik und kameradschaftliches Beisammensein ab. Pürner schloss mit den Worten: „Was wir sind, sind wir zusammen.“ Nach 150 Jahren Einsatzbereitschaft, Solidarität und Gemeinschaft blickt die Freiwillige Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach gestärkt in die Zukunft – getreu ihrem Leitspruch: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“ Vorschau auf das Festwochenende: Das große Jubiläumsfest findet vom 8. bis 10. Mai im Festzelt in Holnstein statt. Höhepunkte sind der Zieleinlauf des Landkreislaufs sowie ein großer Festzug am Sonntag. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mitzufeiern.
Die erfolgreichen Teilnehmer.  (Bild: Bernd Holzwarth )

Erfolgreiche Leistungsprüfung zweier Gruppen bei der FF Holnstein-Mittelreinbach

Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach meistert Leistungsprüfung mit Bravour. Zwei komplette Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach stellten sich der Herausforderung der Leistungsprüfung Variante III – und das mit Erfolg. Unter den wachsamen Augen des Schiedsrichter-Teams der Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach galt es, einen simulierten Innenangriff mit Wasserentnahme aus einem Hydranten innerhalb eines festgelegten Zeitfensters präzise abzuarbeiten. Während der Angriffstrupp zu Beginn bereits mit Pressluftatmern ausgerüstet ins Geschehen startete, musste sich der Sicherungstrupp während der Übung schnell und koordiniert mit den Atemschutzgeräten ausrüsten und einsatzbereit machen. Je nach Leistungsstufe und Position kamen weitere Aufgaben hinzu – darunter Knoten, Stiche und verschiedene Zusatzaufgaben wie Gerätekunde und das Erkennen von Gefahrgutsymbolen. Den Abschluss bildete das Verlegen einer Saugleitung mit anschließender Trockensaugprobe. Dank regelmäßiger Übungseinheiten und gezielter Vorbereitung durch die beiden Kommandanten Markus Guttenberger und Marco Holzwarth konnten beide Gruppen souverän überzeugen. Kreisbrandinspektor Hans Sperber lobte die strukturierte und zügige Arbeitsweise und zeigte sich beeindruckt vom Ausbildungsstand der Wehr. Kommandant Markus Guttenberger betonte, wie wichtig regelmäßige Übungen und Leistungsprüfungen seien: „Nur wer die Abläufe im Schlaf beherrscht, kann im Ernstfall schnell und sicher helfen.“ Auch Bürgermeister Peter Achatzi war voller Anerkennung für das Engagement seiner Feuerwehr und lud im Anschluss alle Beteiligten zu einer gemütlichen Runde am Grill ein – als Dank für den Einsatz und die gezeigte Leistung.

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