Karlhermann Schötz, Bernhard Neumann, Antonia Lingl mit Begrüßungsgeschenk, dem aktuellen Buch zur Fotografie im Lagerkomplex Flossenbürg, und Jörg Skriebeleit (v.l.n.r.).  (Bild: Timo Saalmann)

Förderverein für die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ehrt 200. Mitglied

Am 3. Februar 2026 lud der Förderverein für die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg zur Mitgliederversammlung, an der 30 Personen teilnahmen. Bei der turnusmäßigen Wahl wurde der gesamte Vorstand aus dem 1. Vorsitzenden Dekan i. R. Karlhermann Schötz, dem 2. Vorsitzenden Andreas Meier, Landrat Neustadt/Waldnaab, dem Gedenkstättenleiter Professor Dr. Jörg Skriebeleit, dem Kassier Alexander Sailer, dem Schriftführer Dr. Timo Saalmann sowie der Bürgermeister von Flossenbürg, Thomas Meiler, als Besitzer wiedergewählt. Nach der Vorstandswahl gab Herr Schötz einen Rückblick auf die Vereinstätigkeit im vergangenen Jahr, das durch die Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Befreiung des Hauptlagers durch Einheiten der US-Army am 23. April 1945 geprägt war. Ebenfalls große Resonanz fanden Veranstaltungen, die sich mit dem Theologen und Widerständler Dietrich Bonhoeffer auseinandersetzten, der am 9. April 1945 in Flossenbürg ermordet worden war. Die Vereinnahmung Bonhoeffers durch evangelikale Gruppe, besonders in den USA war u.a. Thema eines einwöchigen internationalen Jugendtreffens, das unter dem Motto „Grenzenlos hoffen – mutig handeln“ in Flossenbürg stattfand. Der Verein verzeichnet erfreulicherweise weitere Beitritte, so dass an dem Abend das 200. Vereinsmitglied begrüßt werden konnte, die Schülerin Antonia Lingl aus Weiden. Des Weiteren unterstützte der Förderverein die Ausstellung „Granitblicke“ des Fotoklub Flossenbürg mit Aufnahmen, die im Steinbruch Wurmstein und den dort erhaltenen lagerzeitlichen Denkmalgebäuden entstanden. Bernhard Neumann, Vorsitzender des Fotoklubs und Gründungsmitglied des Fördervereins, dankte für einen finanziellen Zuschuss und übergab die Fotografien als Schenkung der Gedenkstätte.
Von links: Gründungsmitglieder Bernhard Neumann und Georg Stahl, Beisitzer Bürgermeister Thomas Meiler, Gründungsmitglieder Karin Holl, Stefan Voit und Peter Sailer sowie Gedenkstättenleiter Jörg Skriebeleit und der 1. Vorsitzende Karlhermann Schötz. (Bild: Johannes Lauer)

25-jähriges Bestehen des Fördervereins für die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Am 6. November 2024 fand die Jahreshauptversammlung des Fördervereins für die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg e.V. statt. Die Veranstaltung diente nicht nur den Berichten des 1. Vorsitzenden Karlhermann Schötz und des Vorstands, sondern bot auch einen Rückblick auf die nachhaltige Arbeit des Vereins. Herr Schötz verlas die Namen der 30 Gründungsmitglieder, die sich unabhängig von parteipolitischer Zugehörigkeit als Vertreterinnen und Vertreter der Kommunal- und Lokalpolitik sowie Bürgerinitiativen und Ortsansässigen 1999 für die Vereinsarbeit zusammengefunden hatten. Nach wie vor ist der Zweck des Vereins, die Erinnerung an die Opfer des KZ Flossenbürg und seiner Außenlager wachzuhalten und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in ihre Arbeit zu beraten und zu unterstützen. Unter anderem wurden Veranstaltungen, darunter die jährlichen Feierlichkeiten zur Erinnerung an die Befreiung des Hauptlagers durch die US-Armee am 23. April 1945, und Ausstellungsprojekte mitfinanziert. So konnte die zweisprachige Wanderausstellung „,Heute ein Heiliger, morgen ein Schweinehund!‘ Tschechoslowakische Schicksale im 20. Jahrhundert“ bereits an verschiedenen Orten in Deutschland, Tschechien und der Slowakei gezeigt werden. Im runden Gedenkjahr 2025 werden mehreren Veranstaltungen unterstützt, die dem in Flossenbürg hingerichteten Pfarrer und Widerständler Dietrich Bonhoeffer gewidmet sind.

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