Die Gruppe im Kloster Speinshart (Bild: Ulrike Kießling)

Ausflug der Frauenbünde zum Kloster Speinshart

Trotz großer Hitze ließ sich der Frauenbund Vohenstrauß zusammen mit dem Frauenbund Floß nicht davon abhalten, das Klosterdorf und das Kloster Speinshart am Samstag, 20.06.26 zu erkunden. Winfried Hübner vom Verein der Freunde und Förderer des Klosters führte die Gäste mit einer spürbaren Begeisterung durch das idyllische Klosterdorf und brachte sehr anschaulich dessen Geschichte den 30 Zuhörern und Zuhörerinnen nahe. Zweimal war das Kulturdenkmal von europäischem Rang dem Verfall preisgegeben und beide Male erwachte es wieder zum Leben und wurde restauriert und renoviert. Heute zählt das Klosterdorf Speinshart zu den schönsten Dörfern Süddeutschlands. Anschließend begaben sich alle in die angenehm kühle Klosterkirche. Pater Valentin, einer der 7 Theologen des Prämonstratenserordens, die im Kloster leben, brachte den Gästen die Geschichte der Kirche und des Klosters in klaren Worten und mit viel Humor nahe. Alle waren von der barocken Pracht begeistert und bekamen ganz besondere Einblicke. So durfte die Kirche auch von ganz oben betrachtet werden, der Kreuzgang und der Kapitelsaal besichtigt werden. Sehr interessant zu erfahren war auch, dass das Kloster Speinshart sich zu einem renommierten Forschungsstandort für Künstliche Intelligenz (KI) etabliert hat. Als bayerisches Wissenschaftszentrum vernetzt es Wissenschaftler aus ganz Bayern sowie internationale Forscher interdisziplinär, um ethische Grenzen, Gesundheit und Cybersicherheit im Kontext von KI zu erforschen. Nach diesen vielen Eindrücken wurde in der Klostergaststätte bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Den sehr interessanten Ausflug rundete ein Abstecher auf den nahegelegenen Barbaraberg mit der Ruine der ehemaligen Wallfahrtskirche St. Barbara und mit einer wunderschönen Aussicht auf das Umland ab.
Besichtigung am Hackschnitzelheizwerk (Bild: Ulrike Kießling)

Besichtigung der Hackschnitzelanlage

Jede der 12 teilnehmenden, sehr interessierten Frauen und Männer ist schon einmal an der Hackschnitzelanlage am südlichen Ortsrand von Vohenstrauß vorbeigefahren, aber keine/r wusste bisher, wie es im Inneren des Bioheizwerkes der Naturenergie Eslarn-Vohenstrauß ausschaut. Dies hat sich am 19.09.2025 bei der Besichtigung der Anlage geändert. Im Schulungsraum der neuen Geschäftsstelle gab uns Josef Maier, Geschäftsführer der Waldbesitzervereinigung zunächst einen Überblick über die Entstehung des Heizkraft-werkes, das seit Dezember 2010 im Betrieb ist, informierte über wichtige Abläufe, nannte einige Zahlen und beantwortete viele Fragen. Von dem leistungsstarken Nahwärmenetz werden zentrale Einrichtungen wie Schulen, ehemaliges Krankenhaus, Altenheim, die Kirchen und deren Gemeindehäusern mit umweltfreundlicher Wärme versorgt. Herzstück der Versorgung ist ein 800 kW Biomassekessel, der den Großteil des Energiebedarfs emissionsarm deckt – ergänzt durch einen Heizölkessel zur Spitzenlast- und Notversorgung. Die zuverlässige Holzversorgung erfolgt durch die Waldbesitzervereinigung (WBV) Eslarn-Vohenstrauß – nahezu 100 % des Brennstoffs stammen aus der Region. Mit dem Projekt wird ein Zeichen für die kommunale Energiewende gesetzt. Mit der Kombination aus lokaler Wertschöpfung, technischer Effizienz und CO₂-neutraler Wärmeerzeugung ist das Werk ein Vorbild für nachhaltige Nahwärmekonzepte.
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