Vorsitzender Herbert Rudolph blickte in der SEN-Kreishauptversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurück.  (Bild: Martin Staffe)

CSU-Seniorenunion hat Wechsel nach Ära Stahl gut gemeistert

Der Wechsel nach der Ära Georg Stahl ist der CSU-Seniorenunion (SEN) gelungen. Dies zeigte eindrucksvoll die ausgezeichnet besuchte Kreishauptversammlung am Freitag, 8. Mai, im Pfarrheim St. Georg. Der neue Vorsitzende Herbert Rudolph legte einen eindrucksvollen Jahresbericht vor. Gleich zu Beginn gedachte Rudolph des verstorbenen Anton Eismann aus Floß. Er war ein Mann der ersten Stunde der SEN: Gründungsmitglied, Schatzmeister und Ehrenmitglied. In seinem Bericht über ein arbeitsreiches Jahr erinnerte der Seniorenchef unter anderem an die Begehung des Meditationsweges in Neustadt, an zwei Südtirolfahrten, an den Besuch des Adventssingens in Salzburg sowie des 60-jährigen Gründungsfestes des HPZ Irchenrieth, ferner an das Sommerfest in Speinshart, die Ehrung des Geschäftsführers Hans Simmerl mit der Gebhard-Glück-Medaille und die Jahresabschlussfeier mit Ehrungen bei der BHS-Corrugated. 2026 sind wieder das Sommerfest in Speinshart, ein Betriebsbesuch bei Constantia in Pirk, eine Südtirolfahrt im Juni und eine Truppenübungsplatzfahrt im Oktober sowie im Advent eine Reise nach Salzburg geplant. Mit Blick auf die Kommunalwahl bedauerte Rudolph, dass sowohl er als auch Rita Rosner den Sprung in den Kreistag verpasst haben. Beide hätten aber mit 32.000 Stimmen zum Gesamterfolg der CSU beigetragen. Außerdem haben es drei Mitglieder der SEN in den Kreistag geschafft. Eingehend auf die Bundespolitik warnte Rudolph davor, bei der Renten- und Gesundheitsreform alles auf die Alten abzuwälzen. Geschäftsführer Hans Simmerl, der nun vom Neustädter Dr. Johannes Ernst unterstützt wird, erläuterte die Mitgliederentwicklung. 221 Senioren bedeuten einen Höchststand. Der Altersschnitt beträgt 78,5 Jahre. Viel Beifall erhielt Kreisrat Albert Nickl für seinen engagierten Vortrag zur Kreispolitik. Der Speinsharter drückte zunächst seine Hochachtung für die Arbeit der SEN aus. Dann bedauerte er, dass die CSU in der Oberpfalz bei der Kommunalwahl an Stärke eingebüßt hat. Im Landkreis sei die Wahl noch gut gelaufen. Die CSU stellt 27 Bürgermeister, so viel wie seit 1990 nicht mehr. Im Kreistag ist die CSU mit 23 Kreisräten vertreten, bisher 24. Hinzu kommen 5 Räte der JU.
Die Seniorenunionsgruppe vor dem Gebäude der Klärschlammtrocknung. (Bild: Brigitte Hammer)

Seniorenunion unternimmt Rundgang durch das Müllkraftwerk

Alles Wissenswerte rund um die Abfallwirtschaft, Energienutzung und Umwelttechnik erfuhren die Teilnehmer einer Betriebsbesichtigung des Müllkraftwerkes Schwandorf, zu der die Mitglieder des Kreisverbandes der Seniorenunion eingeladen waren. Stefan Karl konnte dazu 25 Besucher willkommen heißen. Ihm oblag nach der obligatorischen Filmvorführung über den Zweckverband Müllverwertung Schwandorf die Leitung eines Rundganges durch das Betriebsgelände. Das Kraftwerk mit seinen vier Ofenlinien war im Jahr 2023 rund um die Uhr an jedem Tag in Betrieb, um die Abfälle aus dem Verbandsgebiet zu entsorgen und die benachbarte Industrie mit Strom und Dampf zu versorgen sowie die Wärme für die städtische Fernwärmeversorgung zu liefern. Beim Rundgang folgten die interessierten Teilnehmer dem Weg des Mülls von der Bahnanlieferung über den gigantischen Müllbunker, in dem von riesigen Greifern der Müll auf den Verbrennungsrost aufgegeben wird. Durch ein kleines Fenster konnten die Senioren einen Blick in die bis zu 1000 Grad heißen Flammen werfen. 354.801 Tonnen Müll wurden 2023 auf diese Weise verwertet. Besonderes Interesse weckte die Klärschlammtrocknungsanlage. Dort wird von den Kommunen der Klärschlamm angeliefert und dort getrocknet. Das getrocknete Granulat hat die Heizkraft der Braunkohle und wird zur Zeit im Zementwerk verarbeitet. Kreisvorsitzender Georg Butz dankte Stefan Karl für die interessante Führung.

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