Der Bezirksverband der bayerischen Wildhalter traf sich am Wochenende in Eslarn
Bezirksvorsitzender Martin Biegerl begrüßte zahlreiche Gäste aus der Oberpfalz und als Referenten den Vorsitzenden des bayerischen Landesverbandes und stellvertretenden Bundesvorsitzenden MdL a.D. Max Weichenrieder aus Wolnzach. Anfangs besichtigten die Teilnehmer das Gehege des 1. Bürgermeisters Reiner Gäbl an der „Brunnenlohe”. Gäbl ist seit 2009 Gehegezüchter und hat sich auf Rotwild spezialisiert. Danach ging es auf Einladung des Bürgermeisters zum Frühschoppen in das „Biererlebnis Kommnunbrauhaus”, dem ein reger fachlicher Austausch der Anwesenden folgte. Landesvorsitzender Max Weichnrieder sprach aktuelle Themen der Gehegezüchter an. Völlig abwegig sei der Forderung, Hirsche mit Ohrmarken zu versehen. Es handle sich um Wildtiere, das Anbringen von Ohrmarken bringe die Züchter in Lebensgefahr, weil die Muttertiere den natürlichen Instinkt anwenden und zum Schutz ihres Nachwuchses jeden Menschen als Feind sehen und angreifen. Überhaupt kein Einsehen hatten die Teilnehmer an der europäischen Vorgabe, Sikawild als sogenannte „invasive Art” zu bewerten. Sikawild stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und hat sich mittlerweile hier verbreitet. Das Wildfleisch genießt unter Kennern einen sehr guten Ruf. Züchter, die diese Wildart in ihren Gehegen beheimaten sollen nach EU-Vorgabe ihre Bestände aufgeben. Neben den wirtschaftlichen Folgen, die einzelne Unternehmer in den Ruin treiben, macht dieser Zwang in der Praxis keinerlei Sinn! Die Tiere sind in den Gehegen isoliert und können in der freien Wildbahn zu keiner Vermehrung führen. Einig waren sich die Teilnehmer, alle Schritte in die Wege zu leiten, diese unsinnige Vorschrift zu verhindern. Ein Appell dazu geht an die Vertreter im Bundestag sowie an die Abgeordneten der jeweiligen Landtage.