Zahlreiche Sternsingerinnen und Sternsinger waren in den 90 Ortschaften der großen Pfarrei Heldmannsberg/Pommelsbrunn unterwegs. In den Tagen zwischen Weihnachten und Hl. Drei König zogen die als Könige und Königinnen verkleideten Kinder und Jugendlichen von Haus zu Haus, um den Menschen den Segen Gottes zu bringen. Dabei sammelten sie auch Geld für notleidende Kinder.
Pfarrer Roland Klein, der beim Familiengottesdienst am Dreikönigstag immerhin 35 Sternsinger begrüßen konnte, ging in seiner Predigt auch auf die Aktion ein, in dessen Zentrum in diesem Jahr das Land Bangladesch steht. Daneben werden aber noch Hunderte anderer Projekte unterstützt, die allesamt Kindern und Jugendlichen zugutekommen. 48 Millionen Euro sind allein im vergangenen Jahr bundesweit bei der Aktion gesammelt worden.
„Ihr Sternsinger macht aber auch ganz vielen Menschen hier auf dem Gebiet unserer Pfarrgemeinde viel Freude“, so Pfarrer Klein in seiner Predigt. „Euer Besuch kann sogar heilsam für die Menschen sein, denen Ihr den Segen Gottes ins Haus bringt, vor allem denjenigen, die wegen Alter oder Krankheit ihr Haus nicht mehr so einfach verlassen können und auch keine Gottesdienste in der Kirche mehr besuchen können.“ Der Ortsgeistliche erzählte dann von Begebenheiten so mancher Sternsingergruppen, die diese an den Haustüren erleben durften. Natürlich waren hier auch kuriose Erlebnisse mit dabei, die die Gottesdienstbesucher zum Schmunzeln gebracht haben.
Insgesamt haben sich heuer 126 Kinder und Jugendliche an der Aktion in der Pfarrgemeinde Heldmannsberg/Pommelsbrunn beteiligt. Pfarrer Klein freut sich mit den Verantwortlichen, dass darunter mehr als die Hälfte, nämlich genau 76 evangelische Sternsinger gewesen seien. „Ohne die Beteiligung so vieler evangelischer Kinder könnten wir nicht jedes Haus besuchen. Die Aktion ist in den vergangenen Jahren wirkliche eine tolle ökumenische Aktion geworden“, so Klein. Und das sei ja auch gut so, weil der Segen Gottes weder katholisch noch evangelisch, sondern ein christlicher Segen sei. „Wir Pfarr- und Kirchengemeinden sollten hier auch in Zukunft in unserem Tun immer mehr zusammenarbeiten, da nur das nach außen hin überzeugend ist.“ So beträgt das Spendenergebnis allein in der Pfarrei Heldmannsberg/Pommelsbrunn bislang knapp 23.000 Euro, ein neuer Rekordwert. Und immer noch werden täglich Spenden überwiesen von Leuten, die bei der Sternsingeraktion nicht zu Hause waren, freut sich der Geistliche.
Ein großer Dank und auch Applaus ging beim Gottesdienst an die jungen Sternsingerinnen und Sternsinger – die jüngsten waren vier Jahre alt! -, die wieder bis zu drei Tagen ihrer Schulferien für die Aktion geopfert haben. Pfarrer Klein dankte aber auch allen erwachsenen Begleitpersonen, den Köchinnen, die die Sternsinger mittags verköstigt haben, und nicht zuletzt Gemeindereferentin Stefanie Seufert-Wolf, die die Aktion wieder bestens organisiert hat, obwohl sie eigentlich seit September im Ruhestand ist. Ein letzter Dank ging an die Kirchenband Tohuwabohu, die den Gottesdienst mit rhythmischen Liedern bereichert hat.