Mit einer festlichen Abschlussfeier verabschiedete das Sprachenzentrum Oberpfalz die Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe sowie der Fachakademie für Sprachen und internationale Kommunikation. Musikalisch eröffnet wurde die Veranstaltung von Sarah Mallard (BFSF 3) mit der Europahymne am Klavier, den musikalischen Rahmen gestaltete Lisa Klose (FAE 2) mit zwei Gesangsbeiträgen. Den feierlichen Abschluss bildete die Bayernhymne, ebenfalls gespielt von Sarah Mallard.
In ihrer Festrede stellte Schulleitung Brigitte Ross die Zukunft der Sprachberufe in den Mittelpunkt. Zwar übernehme Künstliche Intelligenz heute bereits viele Aufgaben, doch sie könne weder Verantwortung übernehmen noch kulturelle Feinheiten oder zwischenmenschliche Zwischentöne vollständig erfassen. „Die Zukunft gehört nicht den Menschen ohne KI. Aber sie gehört auch nicht der KI ohne den Menschen”, betonte Ross. Gefragt seien vielmehr Menschen, die moderne Technologien kompetent nutzen und zugleich über sprachliche, kulturelle und kommunikative Kompetenzen verfügen. „Die beste Übersetzung ist nicht diejenige, die nur korrekt ist. Die beste Übersetzung ist diejenige, die Verständnis schafft.”
Im Anschluss erhielten die Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse als staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondenten, staatlich geprüfte Euro-Korrespondenten sowie als staatlich geprüfte Übersetzer und Dolmetscher mit Verleihung des Bachelor Professional in Übersetzen beziehungsweise Übersetzen und Dolmetschen.
Besonders geehrt wurden die Jahrgangsbesten. Daniel Steer wurde als bester staatlich geprüfter Fremdsprachenkorrespondent ausgezeichnet, Jameeka Oliver als beste staatlich geprüfte Euro-Korrespondentin und Lea Blendl als beste staatlich geprüfte Übersetzerin mit Verleihung des Bachelor Professional in Übersetzen. Alle drei erhielten zusätzlich einen Geldpreis und eine Urkunde des Fördervereins des Sprachenzentrums.
Weitere Ehrungen galten besonderen Leistungen über den Unterricht hinaus. Julia Dortmann wurde als eine der Siegerinnen des Ersten Oberpfälzer Kreativwettbewerbs der Regierung der Oberpfalz ausgezeichnet. Da ihre Klasse während der offiziellen Preisverleihung im Rahmen eines Erasmus+-Aufenthalts in Straßburg war, wurde ihr die Auszeichnung nun im feierlichen Rahmen überreicht.
Für ihren dritten Platz beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen wurden außerdem Fawatim Al-Emran, Johanna Brandes, Emily Sommer und Gabriel Duft geehrt. Mit einem originellen Film über einen Banküberfall, bei dem ein Dolmetscher benötigt wird und ein Baguette als „Waffe” dient, überzeugte das Team die Jury.
Eine besondere Auszeichnung erhielt Leonie Martin. Sie absolvierte am Sprachenzentrum sämtliche angebotenen Abschlüsse. Von der Fremdsprachen- und Euro-Korrespondentin über die allgemeine Fachhochschulreife bis hin zur staatlich geprüften Übersetzerin und Dolmetscherin mit Bachelor Professional. Bemerkenswert: Nur wenige Stunden nach ihrer letzten Dolmetscherprüfung bestand sie auch eine Prüfung bei der Feuerwehr.
Beim anschließenden Buffet ließen Absolventinnen und Absolventen, Angehörige sowie Lehrkräfte den Festtag gemeinsam ausklingen und feierten einen Abschluss, der weit mehr ist als ein Zeugnis: den Beginn eines neuen beruflichen Weges als Sprach- und Kulturvermittler in einer international vernetzten Welt.