Nur noch fünf Spieltage stehen für die Bayernliga-Frauen der DJK Neustadt/WN an. Im Spitzenspiel gegen die Namensvettern aus Neustadt/Aisch am Samstag entscheidet sich, ob der Tabellendritte noch einmal in den Titelkampf eingreifen kann.
Das Restprogramm der DJK-Basketballerinnen flößt Respekt ein. Das Team von Chris Sardgon muss noch gegen die drei anderen Top4-Teams ran. Verlieren verboten. Mit Tabellenführer Onlineprinters Neustadt/Aisch kommt am Samstag (Anwurf 17.30 Uhr) gleich der härteste Brocken in die Gymnasiumhalle. Mit 12 Siegen und einer Niederlage führen die Mittelfranken die Bayernliga vor Don Bosco Bamberg und der DJK Neustadt/WN (je 10:3) an. Um im Aufstiegsrennen zu bleiben und den direkten Vergleich zu gewinnen, müsste nach der 61:73-Auswärtsniederlage in der Hinrunde ein Erfolg mit mehr als 12 Punkten Vorsprung her.
Optimistisch stimmt, dass die DJK aktuell statistisch gleichzeitig den besten Angriff und die beste Defensive der Liga stellt, unter dem Vorbehalt natürlich, dass es noch gegen die besten Teams geht. Der letztjährige Regionalligaabsteiger verlor bisher - wie Neustadt/Aisch - gegen Tabellenzweiten Don Bosco und ließ auch Punkte in Regensburg liegen. Um den Vier-Punkte-Rückstand aufzuholen, dürfen sich die Neustädterinnen keinen weiteren Ausrutscher leisten.
„Das Spiel am Samstag wird ein echtes Topduell”, verspricht DJK-Kapitänin Sara Hennig den Basketballfans. „Wir stellen uns auf ein intensives und enges Spiel ein, in dem Kleinigkeiten entscheiden können.” Mit einem Sieg im Neustadt-Duell könne man weiter Druck auf die Spitze ausüben. „Die beiden Mannschaften sind die offensivstärksten Teams der Liga, es ist also davon auszugehen, dass viel Qualität auf dem Feld stehen wird.”
Im Fokus auf Seiten der DJK steht erneut Franziska Schulz, die mit starken 24 Punkten pro Spiel die klare Leistungsträgerin ist. Hennig lobt ihre Mitspielerin: „Sie übernimmt Verantwortung in entscheidenden Momenten und ist auch aus der Distanz eine wichtige Option.” Doch das weiß natürlich auch der Gegner. „Gegen Franzi werden sie eine Box-and-one spielen, sie also bei sonstiger Zonenverteidigung explizit in Manndeckung nehmen.” Daher sind ihre Mitspielerinnen gefragt. Wie Katharina Anderle, die im Schnitt 13,4 Punkte erzielt und als verlässliche zweite Scoring-Option wichtige Impulse setzt.
Auch Neustadt/Aisch hat mit Theresa Heinz (17 Punkte im Schnitt) und Kerstin Wägner (15) ein solches Duo. „Das Team bringt außerdem eine sehr strukturierte Spielweise mit und agiert besonders in der Verteidigung diszipliniert”, weiß Hennig. „Vor allem müssen wir Lösungen gegen die Verteidigung finden. Geduld, gute Ballbewegung und kluge Abschlüsse werden dabei entscheidend sein.”
Dabei ist allerdings noch offen, in welcher Besetzung die DJK dieses Ziel erreichen will. Hinter dem Einsatz einiger Spielerinnen steht noch ein Fragezeichen. „Die Mannschaft ist aber hochmotiviert. Der Wille ist klar erkennbar, ein Zeichen zu setzen, und sich in der Tabelle weiter nach oben zu schieben”, so Hennig. „Der deutliche Erfolg gegen Würzburg hat zuletzt gezeigt, dass wir sowohl offensiv effizient als auch defensiv stabil auftreten können.” Auch hofft die Spielführerin auf ein volles Haus zur für DJK-Fans gewohnten Regionalliga-Anwurfzeit. „Mit unseren Fans im Rücken ist alles möglich”, sagt Hennig.