Der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus Oberpfalz ist es ein großes Anliegen, regelmäßig der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. „Wir wollen aber auch ein Zeichen gegen Hass und rechtsradikales Gedankengut auch und gerade in der heutigen Zeit setzen“, so Bezirksvorsitzender Reinhold Strobl. In Flossenbürg und seinen fast 80 Außenlagern (z.B. Hersbruck) waren zwischen 1938 und 1945 über 100.000 Menschen inhaftiert. Mindestens 30.000 Häftlinge starben hier. Auch Franz-Xaver Kemeter und Christian Endemann aus Amberg waren zeitweise Häftlinge in Flossenbürg.
Als Rednerin bei der diesjährigen Gedenkveranstaltung war die SPD-Landesvorsitzende Ronja Endres nach Flossenbürg gekommen. Sie ging auf die politische Situation zur damaligen Zeit und auf die Geschichte des KZ Flossenbürg ein. In ihrer Rede betonte sie, dass es wichtig sei, sich für die Demokratie einzusetzen. Man müsse den Anfängen wehren. Die Demokratie sei die beste Regierungsform, die es gebe und man dürfe unser Land nicht denjenigen überlassen, welche diese Demokratie zerstören wollten.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Landesvorsitzenden der Seligergemeinde, Herbert Schmid, mit seiner Gesangsgruppe. Strobl erinnerte auch daran, dass viele Täter überhaupt nicht zur Rechenschaft gezogen worden seien. So habe Jack Terry mit ansehen müssen, wie einer der grausamsten SS-Mörder seine Mutter und seine Schwester erschoss. Dieser sei nie zur Rechenschaft gezogen worden und habe nach dem Krieg unbehelligt bis Ende Mai 1969 in Amberg gewohnt.