Veröffentlicht am 08.09.2026 13:23

SPD-Ortsverein bei einer Expedition Erdgeschichte

von Reinhold Strobl

Bild: Unser Bild zeigt die Teilnehmer mit SPD-Kreisvorsitzendem Michael Rischke und 60plus-Bezirksvorsitzenden Reinhold Strobl vor einem Felsen, wie man ihn hier nicht vermutet hätte. (Bild: Reinhold Strobl)
Bild: Unser Bild zeigt die Teilnehmer mit SPD-Kreisvorsitzendem Michael Rischke und 60plus-Bezirksvorsitzenden Reinhold Strobl vor einem Felsen, wie man ihn hier nicht vermutet hätte. (Bild: Reinhold Strobl)
Bild: Unser Bild zeigt die Teilnehmer mit SPD-Kreisvorsitzendem Michael Rischke und 60plus-Bezirksvorsitzenden Reinhold Strobl vor einem Felsen, wie man ihn hier nicht vermutet hätte. (Bild: Reinhold Strobl)

Zu einer Wanderung in unserer Heimat mit einer erdgeschichtlichen Information hatte der SPD-Ortsverein Hirschau nach Massenricht eingeladen. Rudi Wild hatte diese Wanderung organisiert. Er war es auch, der in Träglhof Wanderführer Josef Kohl begrüßen konnte, der die Wanderer auf eine Expedition Erdgeschichte mitnahm. Nach einem Abriss über die Entstehung und Aufbau der Erde führte der Weg von Träglhof aus auf einer Altstrasse talabwärts in Richtung Wagensass, Löschweiher und Löschwiesen. Hier handelt es sich um Flurbezeichnungen mit historischem Hintergrund.

Überraschend für die Teilnehmer war, dass sie dabei auf kurzer Strecke eine geologische Zeit von etwa 200 Millionen Jahren zurücklegten. Die sogennante Freihunger Störungszone weist hier einen Versatz von mehr als 1000 Meter auf. Die Talverfüllung im Bereich des Dürnnbaches stammt aus der Zeit der letzten Kaltzeiten. Hier gab es Ausführungen zum Fund eines Elchkopfes, zudem Hinweise auf Bodenfunde von Menschen, die wohl vor tausenden von Jahren die Nähe der Steinbrüche suchten und zur reichen Kulturlandschaft. Staunend standen dann die Wanderer vor der hohen Bruchsteinwand im alten Steinbruch am Mühlberg, die vor etwa 60 Millionen Jahren senkrecht gestellt wurde. Der Sandstein ist extrem hart und abriebfest. Er eignete sich daher bestens für die Verwendung als Mühlstein.

Es war damals eine mühvolle und gefährliche Arbeit den Stein aus einer nahezu 60 Meter hohen Wand zu brechen. Jeder Steinhauer machte dabei jeden Tag acht Kreuzpickel stumpf. Niederschriften belegen, dass über viele Jahrhunderte die Steine für die Errichtung von Gebäuden abtransportiert wurden. Der unverfestigte Sand war bestens für für die Spiegelglasherstellung geeignet. Den Abschluss der interessanten Wanderung bildete eine Einkehr mit Stärkung in der „Rödlaser Berghütte”. Hier ließen es sich Bürgermeisterin Beate Dietrich und Altlandrat Armin Nentwig nicht nehmen, mit dazuzukommen.

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