Unter dieses römische Zitat aus der Antike stellte Major Marcus Ressel von der Patenbatterie aus der Weidener Artillerieeinheit seine Ansprache zum Volkstrauertag in der Patengemeinde Irchenrieth. Das Zitat verdeutlicht, dass Frieden nicht nur durch Wunschdenken entsteht, sondern durch Vorsorge und Stärke bewahrt wird. Aus Termingründen erst Freitag nach dem Volkstrauersonntag. Nach einem Gottesdienst in der Barbara-Kirche durch Pfarrer Jovilla Kurianbe bewegte sich der von der Jugendblaskapelle Roggenstein angeführte Trauerzug mit Vertretern der Gemeinde, den Vereinen aus der Pfarrei und einer Reihe von Bürgern zum Kriegerdenkmals. Soldaten der Pateneinheit standen Ehrenwache. Bürgermeister Josef Hammer hob einleitend heraus, dass dieses Kriegerdenkmal bewusst im Mittelpunkt des Ortes steht, damit jene Menschen, an die es erinnert immer präsent sind. Nach den Worten von Major Ressel mahnt der Volkstrauertag als Gedenkkultur für ein friedliches Miteinander und wie sich derzeit gerade in Europa zeigt, ist dieses friedliche Miteinander so fragil, wie seit 80 Jahren nicht mehr. Der Aufstieg des Despoten Putin mündete in einen Angriffskrieg auf europäischem Boen. Leid und Tod die Folge. Keine Ende in Sicht. Drohgebärden in Richtung westliches Europa lassen Friedensverhandlungen müßig und ein ukrainisches Volk als Spielball der geopolitischen Pole erscheinen. Wir als Bundeswehr sind darauf ausgerichtet, den Frieden zu bewahren, so der Major. Dies sei ein gesamtgesellschaftlicher Kraftakt und kein Selbstläufer, dem sich jeder Einzelne stellen müsse. Lasst uns innehalten, gedenken, mahnen und handeln, schloss Major Ressel. Pfarrer Kurian forderte im Gebet zu auf, den Frieden, den man im Herzen trägt, auch nach außen zu tragen. Abschließend legten Major Ressel und Bürgermeister Hammer einen Kranz am Ehrenmal nieder.