Warum hat Ehenfeld keine Straßennamen? Hat Ehenfeld schon immer zur Stadt Hirschau gehört? Diese und viele andere Fragen wurden kurz vor Ferienbeginn durch Margit Berndt und Fritz Dietl, bei einer Dorfführung beantwortet. Die Mädchen und Buben der örtlichen Grundschule erlebten zusammen mit ihren Lehrerinnen Sophie Högl und Lisa Rösch, Heimat- und Sachkunde einmal anders. Ehenfeld wurde im Jahr 1130, als Ehenveld, das erste Mal urkundlich erwähnt. Beim Gang durch den Ort wurden Pausen im Friedhof und in der Pfarrkirche St. Michael eingelegt. Die Kinder erfuhren viel über die einzelnen Gebäude, die historischen Wandmalereien in der Sakristei und auch, dass die Glocken der Pfarrkirche vor 75 Jahren geweiht wurden. Bei der gut erhaltenen Viehwaage konnten sich einzelne Kinder oder die ganze Klasse wiegen lassen und Georg Schlosser erzählte von der Wichtigkeit der Anlage in früheren Jahren. Da es weder Kühlschrank noch Gefriertruhe gab, dienten die Felsenkeller am Ortsrand, als Lagerstätten für die Lebensmittel. Ehenfeld war ein Bauerndorf. Auch Arbeiter und Handwerker waren Nebenerwerbslandwirte und hielten sich Tiere zur Selbstversorgung. Die Wirtshäuser waren Treffpunkt für die Männer und Frauen erfuhren Neuigkeiten beim täglichen Gang zum Kramerladen oder Bäcker. In den Gruben Monika und Barbara wurde Ton abgebaut.Viele Männer fanden dort Arbeit. Sepp Falk hatte viele Informationen zur Bergbaugeschichte des Ortes und er zeigte den Kindern eine Bergmannsuniform. In Ehenfeld, dass seit 1971 zur Stadt Hirschau gehört, haben viele Familien noch Hausnamen und es gibt auch heute noch keine Straßennamen. Den Bewohnern war es wichtig, dass der Ortsname Ehenfeld offiziell in der Adresse erhalten bleibt. Eine Pause wurde am Gemeinschaftshaus eingelegt, wo sich die Schülerinnen und Schüler auch den neuen Anbau des Gebäudes ansehen konnten und die Geräte des Spielplatzes nutzten.