Wer glaubt, in der Fastenzeit müsse der Gürtel enger geschnallt werden, wurde am vergangenen Sonntag in der Filialgemeinde St. Josef eines Besseren belehrt. Denn: Die Sonntage sind seit alters her vom Fasten ausgenommen – und das wurde beim traditionellen Fastenessen mehr als genussvoll unter Beweis gestellt.
Der Pfarrgemeinderat unter Leitung von Alfred Wulfänger und seine zahlreichen fleißigen Helfer hatten eingeladen, und viele Gäste kamen. Offenbar hatte sich herumgesprochen, dass man hier nicht nur für das Seelenheil, sondern auch für das leibliche Wohl bestens sorgt.
Das Menü ließ jedenfalls keine Wünsche offen: Den Auftakt machte eine herzhafte Kartoffelsuppe mit Einlage, die so manchem Gast bereits ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zauberte. Doch dabei blieb es natürlich nicht. Als Hauptgericht folgte ein echter Klassiker – Nudeln mit Hackfleischsoße, großzügig veredelt mit Parmesankäse. Spätestens hier war klar: Fasten kann auch ziemlich gut schmecken. Den süßen Abschluss bildete ein Joghurt mit verschiedenen Früchten, der selbst die diszipliniertesten Kalorienzähler kurzzeitig alle Vorsätze vergessen ließ.
Doch damit nicht genug: Im Anschluss wartete noch ein reichhaltiges Kuchenbuffet samt duftendem Kaffee – eine Einladung, die kaum jemand ausschlug. Selbst bei Pfarrer Thomas Stohldreier und Pfarrer Andreas Hanauer blieben an diesem Tag die heimischen Küchen kalt – warum auch selbst kochen, wenn so hervorragend für einen gesorgt wird?
Das Besondere an der Veranstaltung: Alle Speisen wurden gegen Spenden ausgegeben. Der Erlös kommt – ganz in guter Tradition – sozialen Zwecken zugute. So konnten die Gäste nicht nur genießen, sondern gleichzeitig auch etwas Gutes tun.
Ein großes Lob gebührt der Küche und allen Helfern, die mit Organisationstalent, Einsatzfreude und einer ordentlichen Portion Humor für einen rundum gelungenen Sonntag sorgten. Fazit des Tages: Fastenzeit hin oder her – ein bisschen Schlemmen für den guten Zweck muss einfach sein!