23. Lebendiger Adventskalender 2025: Fensterlgänger spenden Rekordsumme von 2.648,21 Euro an die „Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder Amberg-Sulzbach e.V.“

Eine starke Gemeinschaft setzt ein starkes Zeichen: Der Heimat- und Trachtenverein Hirschau hat eine Spendensumme von 2.648,21 Euro an die „Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder Amberg-Sulzbach e.V.“ übergeben – die bisher höchste Summe, die im Rahmen des Adventsfensterlns gesammelt werden konnte. Zusätzlich trug die Veranstaltung „Muse und Gsang im Advent“ maßgeblich zu diesem beeindruckenden Ergebnis bei.

Die Spende wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde an die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, Petra Waldhauser, überreicht. Die beiden Vorsitzenden des Heimat- und Trachtenvereins Hirschau, Michael Meier und Gaston Lottner, übergaben gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Gewerbeverbandes, Alfred Härtl, den symbolischen Spendenscheck.

In seinen Worten dankte Michael Meier allen Beteiligten für die großartige Unterstützung, hob den besonderen Gemeinschaftsgeist in Hirschau hervor und machte deutlich, wie sehr ihn die Spendenbereitschaft der Bevölkerung und der „Fensterlgänger“ beeindruckt.

Der Heimat- und Trachtenverein Hirschau möchte mit der Spende die wertvolle Arbeit der Selbsthilfegruppe unterstützen und ein deutliches Zeichen für Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit setzen. Die Spende, so Meier, solle Hoffnung schenken, konkrete Hilfe ermöglichen und zeigen, dass jeder Beitrag - ob groß oder klein - einen Unterschied machen kann.

Die Vorsitzende Petra Waldhauser stellte die Arbeit der Selbsthilfegruppe vor und machte deutlich, wie wichtig diese Unterstützung für die betroffenen Familien ist. Da der Vorstand vollständig ehrenamtlich arbeitet, kommen die Spendengelder direkt und zu 100% bei den Familien an.

Die 2003 gegründete „Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder Amberg-Sulzbach e.V.“ unterstützt Familien, deren Kinder an Krebs erkrankt sind, in einer besonders schwierigen Lebenssituation schnell und unbürokratisch. Die Diagnose bedeutet für die gesamte Familie eine enorme Belastung – emotional, organisatorisch und häufig auch finanziell.

Zu den vielfältigen Aufgaben gehören unter anderem die finanzielle Unterstützung bei Fahrtkosten und besonderen Anschaffungen, die Erfüllung von Herzenswünschen der Kinder und ihrer Geschwister oder aber auch Unterstützung bei therapeutischen Angeboten wie Reit- oder Klangschalentherapie.

Zudem werden Kliniken mit Spielsachen, Trostpflastern und Weihnachtsgeschenken versorgt, Schulroboter (sog. „Avatare“) für den Unterricht von zu Hause oder aus der Klinik mitfinanziert und das Ronald McDonald Haus in Erlangen mit einer Zimmerpatenschaft unterstützt, damit Eltern in der Nähe ihrer schwerkranken Kinder sein können.

Besonders am Herzen liegen der Selbsthilfegruppe nicht nur die erkrankten Kinder, sondern auch deren Geschwister, die sogenannten „Schattenkinder“. Durch Elterntreffen, gemeinsame Aktionen und die Erfüllung kleiner und großer Wünsche soll den Familien in einer extrem belastenden Lebensphase etwas Normalität, Zuversicht und gemeinsame Zeit geschenkt werden. Auch nach dem Tod eines Kindes lässt die Selbsthilfegruppe die Familien nicht allein und bleibt als verlässlicher Ansprechpartner an ihrer Seite.

Vorsitzender Michael Meier zeigte sich bei der Übergabe sehr erfreut über die hohe Spendensumme, die beim Adventsfenster 2025 sowie bei „Muse und Gsang“ erzielt werden konnte, und betonte, dass der Rekorderlös nur möglich war, weil viele Helferinnen und Helfer, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie die Bevölkerung Tag für Tag mit Herzblut dabei waren.

Besonders hob er das Engagement der zahlreichen Helferinnen und Helfer des Trachtenvereins hervor, die über 23 Tage hinweg beim Glühweinverkauf aktiv waren und mit großem Einsatz zum Erfolg der Aktion beigetragen haben.

Sein Dank galt ebenso allen Unterstützern und den Gewerbetreibenden, die ihre Auslagen adventlich bzw. weihnachtlich gestaltet und bis zum jeweiligen „Fensterl-Abend“ verhüllt hatten. Auch bei den Feuerwehrleuten, die an einigen Abenden für die Sicherheit der Adventsfenster gesorgt hatten, bedankte sich Meier, ebenso bei allen Musik- und Gesangsgruppen und Geschichtenerzähler, die jeweils das Rahmenprogramm der Adventsfensterl gestaltet hatten.

Und nicht zu vergessen sind die zahlreichen „Fensterlgänger“ und die Besucher von „Muse und Gsang im Advent“, die die Spendenbox bei den Veranstaltungen reichlich „gefüttert“ haben.

Mit der Spendenübergabe unterstreicht der Heimat- und Trachtenverein Hirschau einmal mehr seine feste Verwurzelung in der Region und sein Anliegen, soziales Engagement mit gelebter Tradition zu verbinden.

Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle, die durch ihren Einsatz und ihre Spendenbereitschaft dazu beigetragen haben, krebskranke Kinder und ihre Familien zu unterstützen.