Die Mitglieder des Franziskuskreises vom Minoritenkloster St. Felix in Neustadt/WN erkundeten gemeinsam mit ihrem geistlichen Begleiter, Pater Stanisław Śliwiński OFMConv, die Klöster Reutberg und Benediktbeuern im Tölzer Land.
Im bereits 1609 gegründeten Kloster Reutberg bei Bad Tölz leben Schwestern des Dritten Ordens des Heiligen Franziskus in strenger Klausur: kontemplativ, schweigend, arm. Der Altarraum der Klosterkirche ist eine maßgetreue Nachbildung des Heiligen Hauses von Loreto bei Ancona an der Adria. Viele Menschen kommen Jahr für Jahr mit ihren Anliegen und Sorgen zur Mutter Gottes und zum Grab der Mystikerin und Franziskanerin Maria Fidelis Weiß und bitten um Trost und Hilfe in ihren Anliegen. In den letzten Jahren kämpfte ein Unterstützerkreis mit Erfolg um den Erhalt des Klosters.
Im Klostergarten mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Berge des Isarwinkels und des Karwendelgebirges ließ sich die Pilgergruppe mit bayrischen Schmankerln und süffigem Bier verwöhnen.
In dem um 725 von Benediktinern gegründeten Kloster am Rande des Loisach-Kochelsee-Moores wirken seit 1930 die Salesianer Don Boscos. Das Kloster Benediktbeuern ist heute ein geistliches Zentrum mit großer Ausstrahlungskraft in die Region, das zahlreiche Einrichtungen der theoretischen und praktischen Arbeit mit jungen Menschen unter einem Dach vereint – ein einzigartiges Ensemble aus Jugend- und Bildungseinrichtungen, bei dem die Bewahrung der Schöpfung eine wichtige Rolle spielt.
Orkanartige Böen, heftiger Starkregen und tennisballgroße Hagelkörner verursachten am 26. August 2023 schwere Schäden an Kirche und Kloster. Noch heute ist der Komplex eine Großbaustelle – immer noch sind Gebäudeteile des Konventbaus und die im 17. Jahrhundert erbaute Barockkirche eingerüstet.
Im Garten des Kloster-Cafés, das sich heute im ehemaligen Refektorium mit seiner historisch bedeutenden Holzdecke von 1493 befindet, genießen wir Eisspezialitäten.