Vom 7. bis 11. Februar machte sich eine Pilgergruppe aus Paulsdorf gemeinsam mit ihrem Kaplan Marvin Schwedler auf den Weg nach Malta, um sich auf die Spuren des eigenen Pfarrpatrons zu begeben. Ziel der Reise war jene Insel, auf der der Apostel im Jahr 60 n. Chr. auf seinem Weg nach Rom Schiffbruch erlitt und anschließend drei Monate lang lebte und wirkte. In dieser Zeit soll der Völkerapostel dort den christlichen Glauben verbreitet haben und ist nicht umsonst der Schutzpatron der Insel Malta. Zu Beginn der Reise feierte die Gruppe eine kleine Andacht in der Kapelle des Münchener Flughafens. Auf Malta angekommen wurden die Pilger von Sonne und viel Wind begrüßt. Sie besuchten in den vier Tagen alle historischen Stätten, die mit dem Wirken des Apostels dort verbunden sind, wie die Paulus-Grotte, in der er der Überlieferung nach gefangen gehalten wurde. Zahlreiche Kirchen und Denkmäler zeugen von der Verehrung des heiligen Paulus. Auch die Mitfeier eines maltesischen Sonntagsgottesdienstes in der St. Paul’s Kathedrale durfte nicht fehlen. Die Hauptstadt Valletta beeindruckte durch ihre reiche Geschichte und Kultur, den malerischen, steilen Gassen und der besonderen Lage an zwei Häfen. Höhepunkt der Reise war schließlich das „Fest des Schiffbruch des heiligen Paulus“ am 10. Februar, einem der wichtigsten religiösen Feiertage auf Malta. In Valletta, rund um die „Paulus-Schiffbruchkirche“ erlebte die Pilgergruppe ein eindrucksvolles Fest, das die tiefe Verbundenheit der Malteser zu ihrem Patron spürbar werden ließ: Mit viel Jubel, Blasmusik, Konfetti und Feuerwerk wurde die Statue des heiligen Paulus in einer feierlichen Prozession durch die Gassen der Hauptstadt getragen. Ein Ereignis, das den lebendigen Glauben der maltesischen Kirche auf beeindruckende Weise zeigte. Am Tag der Abreise durfte Kaplan Schwedler mit seiner Gruppe noch einen Gottesdienst in der Pauluskirche in Valletta feiern. Gestärkt in ihrem Glauben, dankbar für die Gastfreundschaft und dankbar für die erlebte Gemeinschaft, besonders auch bei den gemeinsamen Abendessen, kehrten die Pilger wohlbehalten nach Hause zurück. Die vielen, schönen Eindrücke werden noch lange in Erinnerung bleiben.