Viele Helfer stemmten per Muskelkraft den 26 Meter langen Maibaum in die Senkrechte. (Bild: Christiane Wagner)

Blasmusik und Muskelkraft: Zünftige Stimmung beim Maibaumaufstellen in Wolfring

Am 1. Mai luden die Wolfringer Dorfvereine zum traditionellen Maibaumaufstellen ein und wurden von einem Besucheransturm förmlich überrollt. Unter strahlend blauem Himmel und bei bestem Festwetter verwandelte sich der Ortskern in einen lebendigen Treffpunkt für Einheimische, Gäste aus Nah und Fern und zahlreiche Ausflügler. Besonders auffällig war die hohe Zahl an Radfahrern, die das Dorf als Ziel ihrer Mai-Tour gewählt hatten. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern bildeten sie eine fast unüberschaubare Menschenmenge. Für musikalische Stimmung sorgte die Jugendblaskapelle Fensterbach. Für die freiwilligen Helfer von Feuerwehr, Kegelverein und Obst- und Gartenbauverein bedeutete dies Hochbetrieb: Sie hatten alle Hände voll zu tun, um den Ansturm zu bewältigen. Das kulinarische Angebot ließ keine Wünsche offen. Während aus der Karl-Josef-Hütte der Duft von frisch gebratenen Bratwürsten und Steaks zog, bot der Kegelverein herzhafte Schnittlauchbrote, Käse und Pommes Frites an. Wer es süßer mochte, fand im Jugendheim eine große Auswahl an Kaffee und selbstgebackenen Kuchen des OGV Wolfring. Zur Erfrischung flossen süffiges helles und dunkles Bier sowie zahlreiche alkoholfreie Getränke, die die Feuerwehr ausschenkte. Der 26 Meter lange Maibaum, eine großzügige Spende der Gutsverwaltung, wurde mit vereinten Kräften und unter dem Applaus der Zuschauer per Muskelkraft in die Höhe gestemmt. Nach gut eineinhalb Stunden stand der Baum schließlich kerzengerade in der Senkrechten und ragt nun als stolzes Symbol der Dorfgemeinschaft Wolfring empor.
Vorsitzende Martina Götz blickte auf viele Aktivitäten im Vereinsjahr 2025 zurück. (Bild: Christiane Wagner)

Obst- und Gartenbauverein Wolfring blickt auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück

Vorsitzende Martina Götz konnte zur Jahreshauptversammlung viele Mitglieder und Ehrengäste begrüßen. Aktuell zählt der Verein 353 Mitglieder. Fünf Neuaufnahmen und drei Austritte waren zu verzeichnen und von elf Mitgliedern musste man Abschied nehmen, denen man in der JHV besonders gedachte. Im Januar waren die Helfer bei der Christbaumabholaktion gefordert. 120 Christbäume wurden eingesammelt. Im März fand nach langer Zeit wieder ein Baumschneidekurs statt und zu Ostern schmückte man den Quellstein in der Dorfmitte von Wolfring. Die Blumenkästen auf dem Dorfplatz wurden im Frühjahr, Sommer und Herbst bepflanzt. Der umfangreichen Sanierung des Flurkreuzes nahmen sich engagierte Mitglieder an. Auch ein Gartenfruchtwettbewerb für Kinder und Erwachsene wurde organisiert. Beim Gemeindekegeln erreichten drei Mannschaften tolle Ergebnisse. Das Maibaum-Aufstellen, das Johannisfeuer und das Bergfest führte man mit den Dorfvereinen durch. Der weihnachtlichen Dorfnachmittag stimmte auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein, für das auch wieder ein Christbaum am Dorfplatz aufgestellt wurde. Das ganze Jahr über pflegten die Mitglieder des mobilen Arbeitstrupps die öffentlichen Anlagen. Dabei leisteten sie rund 630 Arbeitsstunden. Martina Götz dankte dem Gerätewart Lukas Meier und den Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit. Matthias Beer gab den Kassenbericht ab und erwähnte die Spende von 1000 Euro für die Kirchenrenovierung. 1. Bürgermeister Florian Adam, Pfarrer Celestine und Agnes Feuerer vom Kreisverband dankten dem Verein für seinen großen Beitrag am schönen Ortsbild und für die vielen Aktivitäten. In einer Vorschau auf das Vereinsjahr 2026 wies Martina Götz auf weitere Termine und Aktionen hin.


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Vortrag von KAB-Diözesansekretär Markus Nickl über die elektronische Krankenakte (Bild: Johanna Weigert)

Information über die elektronische Patientenakte

Der KAB-Kreisverband hatte die Mitglieder aller Ortsvereine zu einem Vortrag von Diözesansekretär Markus Nickl über die digitale Patientenakte ins Jugendheim nach Wolfring eingeladen. 34 Mitglieder der verschiedenen Ortsvereine waren dieser Einladung gefolgt. Ab Oktober sind alle Leistungserbringer verpflichtet, die elektronische Patientenakte zu nutzen. Herr Nickl informierte die Zuhörer, dass für jeden Patienten die Nutzung freiwillig ist und bei Widerspruch auch keine nachteilige Gesundheitsversorgung die Folge sein wird. Die ePA ist ein lebenslanger Aktenordner mit sämtlichen Gesundheitsdaten. Es gibt in der digitalen Patientenakte Pflichtangaben (z. B. Medikationspläne, Befunde…), Wunschdaten (z.B. Therapiepläne, Diagnosen…) selbst eingestellte Unterlagen und Krankenkassendaten (Daten zu medizinisch Leistungen…). Jeder Patient hat die Möglichkeit die Dokumente zu verwalten, zu löschen, Widersprüche zu erstellen oder die Zugriffsberechtigung bzw. Zugriffsdauer festzulegen. Die Vorteile sind ein einfacherer Austausch zwischen den Ärzten und ein besserer Überblick, der unnötige Doppeluntersuchungen verhindern soll. Es gibt allerdings auch Nachteile. Trotz hoher Sicherheitsstandards besteht das Risiko von Datenlecks und eventuellen Systemausfällen. Gleichzeitig werden nicht alle Patienten, gerade ältere Menschen technisch in der Lage sein, die eigene Akte effektiv zu nutzen und zu verwalten. Nach ca. 1,5 Std. endete der interessante, kurzweilige Vortrag von Herrn Nickl.
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