Stadtpfarrer Thomas Kopp entsendet 16 Königliche Hoheiten in die vierzehn Ortschaften der Expositur Wilchenreuth.  (Bild: Linda Schmauß)

Sternsinger in der Expositur Wilchenreuth

Am Dreikönigstag erhielten alle vierzehn Ortschaften der Expositur Wilchenreuth königlichen Besuch: Kinder und Jugendliche beider Konfessionen machten sich trotz eisiger Minusgrade mit großer Ausdauer und Begeisterung auf den Weg. Sie sangen und überbrachten Segenswünsche für das neue Jahr und hinterließen auf den Haustüren den mit der jeweiligen Jahreszahl verbundenen Segenswunsch „Christus mansionem benedicat” (Christus segne dieses Haus). Bevor die Sternsinger in die Häuser zogen, gestalteten sie den Gottesdienst in der festlich dekorierten St. Ulrich Kirche aktiv mit. In den Fürbitten brachten sie ihre Anliegen vor Gott. Die diesjährige Aktion stand unter dem Motto „Schule statt Fabrik - Sternsingen gegen Kinderarbeit!” und lenkte den Blick auf die Bedeutung von Bildung für Kinder weltweit. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgten Martina Schlemmer-Baade und Bernhard Schmauß mit Liedern, die die Liturgie des Dreikönigstages unterstrichen. Die feierliche Aussendung der Sternsinger übernahm Stadtpfarrer Thomas Kopp und sprach seinen Dank an die sechzehn Königinnen und Könige für deren großes Engagement aus. Die Mehrzahl ist bereits seit vielen Jahren beim Sternsingen dabei. Familie Hans Kett lud die Sternsinger und ihre Begleitungen zum gemeinsamen Mittagessen in ihr Gasthaus in Theisseil ein, wo sie herzlich empfangen und bestens versorgt wurden. Der Einsatz der Kinder und Jugendlichen trug dazu bei, dass ein beeindruckender Betrag von rund 3400 Euro für das Kinderhilfswerk zusammenkamen. Die Verantwortlichen der Expositurgemeinde danken für die freundliche Aufnahme der Sternsinger in allen besuchten Häusern und für die großzügigen Spenden. Sie richten ihren Dank weiterhin an alle Beteiligten, die zum Gelingen der diesjährigen Sternsingeraktion beigetragen und damit ein starkes Zeichen für Solidarität und Mitmenschlichkeit gesetzt haben.
Bernhard Schmauß und Stefan Gold werden für jahrzehntelanges Engagement ausgezeichnet (Bild: Linda Schmauß)

Ehrung für langjährigen Orgeldienst in Wilchenreuth

Am vierten Adventssonntag fand in der Expositurkirche St. Ulrich in Wilchenreuth eine besondere Ehrung statt: Stefan Gold wurde für 30 Jahre Orgeldienst geehrt. Bernhard Schmauß hielt als Dienstältester der vier Organisten der Expositur die Laudatio und würdigte Golds musikalische sowie persönliche Verdienste. Seit 1995 begleitet Gold mit großem Können Gemeindegesang und Kirchenchor und das stets zuverlässig, unaufgeregt und bescheiden. Schmauß betonte, dass der Orgeldienst weit mehr sei als, wie Johann Sebastian Bach sagte, „einfach zur richtigen Zeit die richtigen Tasten zu drücken”. Vielmehr bedeute es, am Sonntag früh in der Kirche zu sein, viele Stunden auch bei Kälte zu üben und Gottesdienste zu unbequemen Zeiten wie am Neujahrsmorgen musikalisch zu gestalten. Auch die Auswahl der passenden Lieder gehöre dazu. Die Organisten würden jedoch in besonderer Weise entschädigt. In Wilchenreuth stehe ein wunderbares Instrument zur Verfügung. Zudem gebe es einen guten Gemeindegesang und die Mitgestaltung der Gottesdienste sei eine besondere Freude, ja eine Gnade, die den Kirchenmusikern immer wieder zuteilwerde. Schmauß schloss mit den Worten des Organisten Olivier Latry: „Die Kirchenmusik soll der Liturgie dienen und sich nicht ihrer bedienen.” Genau in diesem Sinne habe Stefan Gold seinen Dienst in den vergangenen drei Jahrzehnten versehen. Abschließend dankte Bernhard Schmauß seinem Kollegen im Namen der Expositurgemeinde Wilchenreuth, des Pfarrgemeinderates, der Kirchenverwaltung, des Kirchenchores und ganz persönlich für das jahrzehntelange Engagement. Maria Bergmann überreichte ein Präsent. Die Gemeinde dankte mit großem Applaus. Stadtpfarrer Thomas Peter Kopp überreichte eine Urkunde von Bischof Rudolf Voderholzer, in der er Stefan Gold für das verdienstvolle Wirken in der Kirchenmusik Dank und Anerkennung ausspricht. Kopp gratulierte auch Bernhard Schmauß, der seit 50 Jahren als Organist tätig ist und vor zwei Jahren vom Bischof ausgezeichnet wurde.
Am ersten Advent war der Pfarrsaal in Wilchenreuth bis auf den letzten Platz besetzt (Bild: Linda Schmauß)

Ein Licht der Hoffnung: Start in den Advent in Wilchenreuth

Mit dem ersten Adventssonntag beginnt nicht nur das neue Kirchenjahr, sondern auch eine Zeit der Erwartung, Hoffnung und Besinnung. Auch in der Expositurgemeinde St. Ulrich in Wilchenreuth wurde dieser Tag feierlich begangen. Viele Gläubige aus der Pfarreiengemeinschaft fanden sich in der festlich geschmückten Kirche ein, um am Gottesdienst teilzunehmen und sich auf die Adventszeit einzustimmen. Die einfühlsame musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm der Kirchenchor unter Leitung von Bernhard Schmauß, der mit stimmungsvollen Liedern zur besinnlichen Atmosphäre beitrug. Ein besonderer Moment gleich zu Beginn des Gottesdienstes war die Segnung des Adventskranzes, die Domdekan em. Dr. Josef Ammer, unterstützt von den Ministranten vornahm. In diesem feierlichen Akt wurden nicht nur der große Adventskranz der Kirche, sondern auch die mitgebrachten Kränze der Familien gesegnet. Die erste Kerze wurde entzündet und verbreitete ihr warmes Licht – ein Symbol für Hoffnung und den Start in den Advent. Die biblischen Lesungen des Tages erinnerten die Gemeinde daran, wachsam zu bleiben und sich innerlich auf das Kommen des Herrn vorzubereiten. Im Mittelpunkt stand das Evangelium, in dem Jesus seine Jünger ermahnt, den Blick nach vorne zu richten und voller Zuversicht dem entgegenzusehen, was kommt: „Seid wachsam und haltet euch bereit!” Nach dem Gottesdienst lud der Frauenbund zum Adventskaffee ins festlich dekorierte Pfarrheim ein. Zahlreiche Helferinnen hatten den Saal mit Tannenzweigen und Kerzen geschmückt und sorgten mit Kaffee, Kuchen und für das leibliche Wohl der Gäste. So wurde der erste Advent in St. Ulrich nicht nur zu einem geistlichen, sondern auch zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis. Die wachsende Vorfreude auf Weihnachten und die Dankbarkeit für das Miteinander in der Gemeinde war spürbar.
Herbert Baumann erklärt fachkundig die beeindruckende Ausstattung der Josephskirche (Bild: Elisabeth Flogaus)

Frauenbund erkundet die Josefskirche

Es herrschte reges Treiben in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Josef in Weiden: Der Frauenbund der Expositurgemeinde Wilchenreuth, organisiert von Elisabeth Flogaus, hatte zur Kirchenführung eingeladen - und das Angebot wurde bestens angenommen! Zahlreiche Interessierte, darunter auch Frauen und Männer aus Neustadt und Störnstein, ließen sich von Herbert Baumann fachkundig durch das prachtvolle Gotteshaus führen. Die Stadtpfarrkirche St. Josef gehört ohne Zweifel zu den eindrucksvollsten Bauwerken der Stadt und ist ein echtes Jugendstil-Juwel in Bayern. Um 1900 im neoromanischen Stil erbaut, beeindruckt sie schon von außen mit ihrer imposanten Zweiturmfassade. Doch auch innen gibt es jede Menge zu entdecken: Über 14 Jahre hinweg wurde das Innere im Jugendstil gestaltet - ein echtes Kunstwerk, geschaffen vom Münchner Künstler Franz Hofstötter und dem Weidener Wilhelm Vierling. Zu den Highlights der Kirche zählt die monumentale Darstellung der Drei-faltigkeit, umgeben von Aposteln und Engeln – und alles glänzt in goldenen und blauen Farbtönen. Der Hochaltar aus vergoldetem Kupfer, nach Entwürfen von Johann Baptist Schott gefertigt, ist ein besonderer Hingucker. Wer genauer hinschaut, entdeckt überall an Wänden und Decken aufwendige Ornamente, florale Muster und Tiermotive, die dem Innenraum einen einzigartigen Charakter verleihen. Bei der Führung wurde deutlich: Die Josefskirche ist nicht nur architektonisch ein echtes Meisterwerk, sondern auch voller spannender Geschichten und Symbolik. Für die Teilnehmer gab es jede Menge interessante Details zu entdecken - und klar ist: Die Kirche St. Josef bleibt ein lebendiger Mittelpunkt für Kultur und Glauben in Weiden und ist ein echter Geheimtipp für alle, die die Region besuchen.
Sternsinger (Bild: Linda Schmauß)

Mit dem Stern durch vierzehn Ortschaften

Königlichen Besuch erhielten die zahlreichen Ortschaften der Expositurgemeinde Wilchenreuth am 06. Januar: Kinder und Jugendliche beider Konfessionen zogen mit großer Ausdauer und Enthusiasmus von Haus zu Haus, sangen und sprachen Segenswünsche für das neue Jahr und schrieben oder klebten auf die Haustüren den mit der jeweiligen Jahreszahl verbundenen Segenswunsch „Christus mansionem benedicat” (Christus segne dieses Haus). Zuvor brachten die Sternsinger im Gottesdienst in der festlich geschmückten St. Ulrich Kirche ihre Anliegen in den Fürbitten vor. Die diesjährige Aktion hat das Motto „Erhebt Eure Stimme! Sternsingen für Kinderrechte!“ Die einfühlsame musikalische Gestaltung durch Martina Schlemmer-Baade und Bernhard Schmauß stand ganz im Zeichen des Dreikönigfestes. Leitender Pfarrer Thomas Kopp übernahm in diesem Jahr die feierliche Aussendung der Wilchenreuther Sternsinger und dankte den siebzehn Königinnen und Königen für ihren Einsatz. Zum Mittagessen hieß Familie Hans Kett alle Sternsinger und ihre Begleitungen im Gasthof in Theisseil herzlich willkommen und versorgte alle bestens. Der Einsatz der Kinder und Jugendlichen wurde überaus belohnt: über 3500 Euro wurden für das Kinderhilfswerk ge-spendet. Die Verantwortlichen der Expositurgemeinde bedanken sich sehr herzlich für die freundliche Aufnahme der Sternsinger sowie bei allen, die die diesjährige Sternsingeraktion in vielfältiger Weise unterstützt haben.


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