Es herrschte reges Treiben in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Josef in Weiden: Der Frauenbund der Expositurgemeinde Wilchenreuth, organisiert von Elisabeth Flogaus, hatte zur Kirchenführung eingeladen - und das Angebot wurde bestens angenommen! Zahlreiche Interessierte, darunter auch Frauen und Männer aus Neustadt und Störnstein, ließen sich von Herbert Baumann fachkundig durch das prachtvolle Gotteshaus führen. Die Stadtpfarrkirche St. Josef gehört ohne Zweifel zu den eindrucksvollsten Bauwerken der Stadt und ist ein echtes Jugendstil-Juwel in Bayern. Um 1900 im neoromanischen Stil erbaut, beeindruckt sie schon von außen mit ihrer imposanten Zweiturmfassade. Doch auch innen gibt es jede Menge zu entdecken: Über 14 Jahre hinweg wurde das Innere im Jugendstil gestaltet - ein echtes Kunstwerk, geschaffen vom Münchner Künstler Franz Hofstötter und dem Weidener Wilhelm Vierling. Zu den Highlights der Kirche zählt die monumentale Darstellung der Drei-faltigkeit, umgeben von Aposteln und Engeln – und alles glänzt in goldenen und blauen Farbtönen. Der Hochaltar aus vergoldetem Kupfer, nach Entwürfen von Johann Baptist Schott gefertigt, ist ein besonderer Hingucker. Wer genauer hinschaut, entdeckt überall an Wänden und Decken aufwendige Ornamente, florale Muster und Tiermotive, die dem Innenraum einen einzigartigen Charakter verleihen. Bei der Führung wurde deutlich: Die Josefskirche ist nicht nur architektonisch ein echtes Meisterwerk, sondern auch voller spannender Geschichten und Symbolik. Für die Teilnehmer gab es jede Menge interessante Details zu entdecken - und klar ist: Die Kirche St. Josef bleibt ein lebendiger Mittelpunkt für Kultur und Glauben in Weiden und ist ein echter Geheimtipp für alle, die die Region besuchen.