Vorne der „Winter” (Fritz Roppelt) und der „Sommer” (Thea Winter), im Hintergrund die Birgländer Musikanten, die Birgländer Moila und Mundartsprecher Hans Pirner beim Winteraustreiben des HV Birgland. (Bild: Gerda Donhauser)

Winteraustreiben des Heimatvereins Birgland e.V. 2026 im Gasthaus Bär in Lockenricht

Mit seinem traditionellen Winteraustreiben zog der Heimatverein Birgland e.V. wieder zahlreiche Besucher an. Dieses Spektakel fand heuer im Gasthaus Bär in Lockenricht statt. Der neue 1. Vorsitzende des Vereins, Andre Wing, begrüßte die vielen Gäste aus nah und fern und bedankte sich bei den beteiligten Gruppen und bei den Wirtsleuten. Der Heimatverein Birgland führt das Winteraustreiben seit 1958 jedes Jahr am 1. Mai an verschiedenen Orten im Landkreis auf. Anfangs fand das Ganze immer in Sulzbach vor dem Rathaus oder in Bernricht statt, später dann an jährlich wechselnden Orten. Die Birgländer wollen mit der Aufführung des Winteraustreibens, das vom ehemaligen Volkstumswart Hanns Binder wiederbelebt wurde, an den früheren Brauch anknüpfen. Es handelt sich dabei um ein Streitgespräch zwischen dem in einen Pelzmantel gehüllten Winter (dargestellt von Fritz Roppelt) und dem Sommer im Blumenkleid (Thea Winter). Nach einem Zwiegespräch und einer kleinen Rangelei setzte sich schlussendlich der Sommer durch. Anschließend wurde eine Strohpuppe angezündet und unter Peitschenknallen der „Goisslschnalzer“ und den Klängen der Birgländer Musikanten abgebrannt. Danach wurde als Zeichen der warmen Jahreszeit der „Maien”, eine bunt geschmückte Birke, aufgestellt. Zwischendurch unterhielten die Birgländer Moila die anwesenden Zuschauer mit passenden Liedern. Die Tanzgruppe des Vereins zeigte drei überlieferte Oberpfälzer Tänze, nämlich den „Hans Adam“, die „Hobelpolka“ und die „Kreuzpolka“. Durch den Nachmittag führte wie immer in gekonnter Weise Mundartsprecher Hans Pirner aus Bernricht. Bis in den frühen Abend konnten sich die Besucher im schattigen Wirtsgarten noch an den Klängen der Birgländer Musikanten erfreuen.
von links: Wirt Christian Bär, Ben Luber, Bgm. Peter Achatzi, Hans Pirner, Karin Bleisteiner und Rudi Kohler (Bild: Margarete Winter )

30 Jahre Musikantenstammtisch

Was vor genau 30 Jahren am 27. Oktober 1995 im Gasthaus Sperber in Röckenricht ganz klein begann, wurde nun gefeiert: 30 Jahre Musikantenstammtisch. Damals saßen drei Musikanten beisammen: Georg Sperber, der Wirt, zusammen mit seinen Schülerinnen Heike Pilhofer und Andrea Sperber. Zuhörer waren die Eltern der beiden und Hans Sperber aus Pfeilstein, der den Stammtisch bis vor wenigen Jahren als Organisator begleitete. 143 Stammtische lang war Röckenricht die musikalische Heimat, dann wurde sie wegen der Schließung des Gasthauses Sperber im Oktober 2014 ins Gasthaus Bär nach Lockenricht verlegt. Ben Luber bedankte sich bei den Wirtsleuten des Gasthaus Bär „die uns nicht nur Woche für Woche mit offenen Armen empfangen, sondern auch seit dem ersten Tag alle Spesen für die Musikanten übernehmen.” Ein besonderer Dank galt auch Adolf Himmerer, der bis heute als Mit-Organisator an Ben Lubers Seite steht. Dieser zog Bilanz: Bis jetzt waren es 77 Musikantenstammtische in Lockenricht, und 220 Musikantenstammtische Röckenricht-Lockenricht insgesamt. Geehrt wurden Karin Bleisteiner, die Musikunterricht gibt und den musikalischen Nachwuchs ausbildet. Des Weiteren Hans Pirner, der durch seine Mundartgedichte die Stammtische bereichert. Gedankt wurde außerdem Rudi Kohler, der mit seinem Bariton und der Tuba den Ton angibt. Alle drei erhielten eine Ehrenurkunde, ein Geschenk der Wirtsleute und ein Präsent der Gemeinde Neukirchen von Bürgermeister Peter Achatzi. Ausdrücklich bedankte sich Ben Luber bei der Bedienung Jaqueline, die bereits in Röckenricht bediente und nach all den Jahren nach Lockenricht wechselte, um sich um das leibliche Wohl des Musikantenstammtisches zu sorgen. Der nächste Musikantenstammtisch ist am 21.11.25 um 19.30 Uhr in Lockenricht


Weitere Artikel

north