Die neugewählte Vorstandschaft von links: Simon Lehnerer, Lukas Renner, Sebastian Morner, Johannes Dalles, Thomas Schmidt, Annalena Vomasta, Maximilian Vomasta, Simone Ertel, Moritz Probst, Bürgermeister Roman Berr, Kreisbrandinspektor Hans Sperber und Kreisbrandmeister Norbert Sperber. (Bild: Leonhard Ehras)

Freiwillige Feuerwehr Kirchreinbach verjüngt Vorstandschaft

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchenreinbach vollzog sich bei den turnusmäßigen Neuwahlen der Vorstandschaft ein kompletter Generationswechsel. Spannendes Thema bildete die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs. Vorsitzender Günther Renner berichtete nicht nur über das vergangene Vereinsjahr, sondern warf einen Blick zurück auf die Höhepunkte in seiner vierzehnjährigen Vereinsführung, die geprägt war von Kameradschaft und erfolgreicher Zusammenarbeit. Der Kirchenreinbacher Wehr gehören 81 Mitglieder an, 30 Personen bilden die aktive Wehr, sechs davon sind Frauen. Der Vorsitzende berichtete von fünf Besuchen an runden, hohen Geburtstagen, die Teilnahme an Feuerwehr- und Gartenfesten und der Dreitagesfahrt nach Dresden. Das informationsreiche Protokoll von Schriftführerin Simone Ertel fand allseits Anerkennung. Kassier Wolfgang Lehnerer musste wegen kostspieliger Anschaffungen, wie zum Beispiel dem Kauf eines Festzeltes, ein Defizit beim Kassenbericht 2025 vermelden, konnte die Versammlung aber trotzdem mit Hinweis auf ein stattliches Vermögen beruhigen. Johannes Dalles, der mit Matthias Dorn die Kasse überprüft hatte, bescheinigte Wolfgang Lehnerer eine fehlerfreie Arbeit. Kommandant Lukas Renner erinnerte an vier Schulungsabende, eine Atemschutzübung, drei Gemeinschaftsübungen und Löschübungen, insgesamt 13 Trainingseinheiten, technische Hilfeleistungen, ein Verkehrsunfall und eine Einsatzübung. Dabei leisteten die aktiven Wehrangehörigen 74,6 Stunden. Ein zusätzlicher Atemschutzträger und drei Personen für die Führerscheinprüfung zeigten Bereitschaft zur Ausbildung. Simone Ertel ist zur Schiedsrichterin bei der Feuerwehr avanciert. Für 2026 ist eine Leistungsprüfung zusammen mit der Schmidtstädter Wehr vorgesehen. Das 30 Jahre alte Löschfahrzeug wird ausgemustert. Ein Nachfolgemodell wäre größer und sehr teuer. Deshalb habe sich die Führung der Wehr mit den vorgesetzten Stellen auf die Lösung mit zwei kleineren Fahrzeugen geeinigt. Mit Lichtbildern stellte Lukas Renner die beiden künftigen Feuerwehrfahrzeuge vor. Felix Morner berichtete von 19 Atemschutzträgern in der Gemeinde Etzelwang, zehn davon bei der Kirchenreinbacher Wehr, vier in Etzelwang, zwei in Lehendorf und drei in Schmidtstadt. Die regelmäßigen Überprüfungen der Atemschutzgeräte erfolgten zeitgerecht. Thomas Schmidt stellte die neu eingerichtete Feuerwehr-App vor, mit der die Alarmierung bei Einsätzen künftig vorgenommen wird. Diese technische Einrichtung bietet die Möglichkeit für wichtige Informationen und ermöglicht jedem aktiven Wehrangehörigen, die Teilnahme am Einsatz kundzutun. Die App ist eingerichtet für alle Wehren der Gemeinde. Mit Grußworten startete Bürgermeister Roman Berr, der auf die Einführung des Halteverbots für den Achtler Weg in Kirchenreinbach hinwies. Die Anschaffung der neuen Feuerwehrfahrzeuge für 2026/2027 bildete ein weiteres Thema ebenso wie die Bekanntgabe, dass die Sirenen zusätzlich zu den Solarzellen ans Stromnetz angeschlossen werden. Der Bürgermeister sprach die Fördermöglichkeiten durch die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) an. Kreisbrandinspektor Hans Sperber erkannte die gute Ausbildung und Ausstattung bei der Kirchenreinbacher Wehr. Feuerwehren müssten auch Vorsorge treffen, um bei einem Stromausfall helfen zu können. Aus der Landkreiswehr berichtete er, dass die Führungskräfte bei einem Onlineseminar zur Personensuche geschult wurden. Ein weiteres Symposium brachte wertvolle Informationen für diesen Personenkreis. Dankbar für die Aufmerksamkeiten an seinem runden Geburtstag zeigte sich Kreisbrandmeister Norbert Sperber. Die Neuwahl der Vorstandschaft gelang in einer reibungslosen Geschlossenheit. Sie brachte einen Generationswechsel in der Führung des Feuerwehrvereins. 1. Vorstand wurde Thomas Schmidt, sein Stellvertreter ist Johannes Dalles. Die Kasse führt künftig Maximilian Vomasta, die Schriftführung übernimmt Annalena Vomasta. Als Beisitzer unterstützen die Vereinsleitung Julia Sperber, Sebastian Morner und Simon Lehnerer. Die Jugend betreut Moritz Probst. Als Kassenprüfer stellten sich Günther Renner und Reinhard Ertel zur Verfügung. Alle Posten erhielten ein einstimmiges Votum. Die Versammlung stimmte zu, den Mitgliedsbeitrag unverändert zu belassen. Günther Renner kündigte das Feuerwehrjubiläum in 2028 an. Reinhard Ertel empfahl, von der ILE die Bezuschussung von Ausbesserungsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus zu beantragen.
v.l. 1. Vorstand Franz Niebler, Hans-Gerd und Sonja Königer, die anwesenden Neumitglieder Doris Bodendörfer, Alexandra Dorn, Sabrina Zagel, Kerstin Pilhofer und 2. Vorstand Andre Wing (nicht im Bild die neuen Mitglieder Christian Dorn, Lukas Pilhöfer und Erwin Vogel). (Bild: Gerda Donhauser)

Heimatverein Birgland feiert Jahrestag in Kirchenreinbach

Traditionell am Vorabend des Dreikönigstages beging der Heimatverein Birgland seinen Jahrestag im Gasthaus Dorn in Kirchenreinbach. Dazu begrüßte 1. Vorsitzender Franz Niebler alle Mitglieder, die anwesenden Gruppen des Vereins und insbesondere Ehrenmitglied Berta Leitgeb. In seinem Jahresrückblick brachte er die verschiedenen Aktivitäten des vergangenen Jahres in Erinnerung, die von der Bevölkerung sehr gut angenommen wurden. Er kündigte auch für 2026 diverse Vereinsunternehmungen und Aktivitäten an. Zudem verwies er darauf, dass für den Herbst eine Veranstaltung zum 80-jährigen Bestehen des Heimatvereins Birgland angedacht ist. Die Birgländer Musikanten (Leitung Andreas Baumer) eröffneten den Abend, bevor die neu gegründeten „Birgländer Moila“ unter der Leitung von Lisa Brzoza mit ihrem Stück „Wir wünschen heut euch allen ein gutes neues Jahr“ aufhorchen ließen. Die Mundartsprecher Irmgard Gebhardt und Hans Pirner hatten wieder viele lustige Gedichte und Anekdoten parat, die sie zum Besten gaben und die Gäste zum Lachen brachten. Die Birgländer Volkstanzgruppe, letztmals geleitet von Sonja und Hans-Gerd Königer, die den Stab an Eika und Edi Bär übergaben, überzeugte mit drei überlieferten Figurentänzen aus dem Birgland. Im Laufe des Abends hießen 1. Vorstand Niebler und 2. Vorstand Andre Wing sieben Neumitglieder willkommen und stellten sie im Verein vor. Eine Umfrage für das Ziel der diesjährigen Vereinsfahrt ergab unter vier Vorschlägen eindeutig eine Fahrt zum Schliersee mit Schifffahrt, Besuch des Freilichtmuseums Markus Wasmeier und des Hopfenmuseums in Wolnzach. Die Birgländer Musikanten und das Akkordeonduo Franz Niebler und Hans Pirner spielten im Anschluss noch für alle Gäste zum Tanz auf.
Kerstin Renner, Ute Höhlein, Fabian Neumann und Anna Vollmer (von links) nach der Spendenübergabe des AWO-Ortsvereins Etzelwang-Neukirchen. (Bild: Leonhard Ehras)

AWO-Ortsverein Etzelwang-Neukirchen zeigt Spendenbereitschaft

Der Ortsverein Etzelwang-Neukirchen der Arbeiterwohlfahrt beschloss, den Veranstaltungsstau in der Advents- und Weihnachtszeit mit einem vorgezogenen Treffen zu entzerren. Der Verein lud deshalb vergangenen Samstag in das Gasthaus Goldener Stern (Glöckner) ein und konnte an dem guten Besuch erkennen, dass diese Überlegung von den Mitgliedern und Freunden Zustimmung fand. Ortsvereinsvorsitzende Ute Höhlein hieß zu ihrer AWO-Familie besonders Brigitte Bachmann-Mühlinghaus, Kreisrätin und Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, sowie Kreisrat Winfried Franz willkommen. Ute Höhlein gab der Versammlung zu verstehen, dass diese Veranstaltung die Weihnachtsfeier ersetze. Deshalb zog der Ortsverein die sonst zur Weihnachtszeit übliche Spende vor. Im Wechsel mit Neukirchen kamen heuer Einrichtungen von Etzelwang in den Genuss. Die Vorsitzende überreichte an Kerstin Renner, der Leiterin des Kinderhauses Etzelwang, sowie an Anna Vollmer, Leiterin der heilpädagogischen Wohngruppe „Die 9” im Jurahof in Schmidtstadt, je eine Geldspende. Kerstin Renner informierte die Versammlung, dass mit Einrichtung der Räumlichkeiten im Pfarrhaus Etzelwang für nunmehr 3 Gruppen Platz im Kinderhaus vorhanden sei. Zurzeit sei es mit 53 Kindern belegt. Den Tagesablauf in der heilpädagogischen Wohngruppe schilderte Fabian Neumann. Dort werden junge Menschen im Alter von 12 bis maximal 21 Jahren betreut. Belegt ist die Gruppe mit fünf Mädchen und vier Jungen. Schulbesuch, beziehungsweise Berufsausbildung, werden ergänzt mit Aushilfen auf dem Demeter-Bauernhof von Klaus Hofmann. Mit einem Hinweis auf bevorstehende Vorhaben der AWO zum Wohle ihrer Mitglieder beschloss Ute Höhlein die Veranstaltung.
Marina Schönhöfer von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Hersbruck stellte eingangs Prediger Daniel Hahn aus Puschendorf den Waldfestbesuchern vor. (Bild: Leonhard Ehras)

Das traditionelle Waldfest heuer einmal im Zelt

Die Landeskirchliche Gemeinschaft Hersbruck veranstaltet einmal jährlich Ende Juli einen Gottesdienst im Freien. Zwischen Gerhardsberg und Schmidtstadt dient dafür eine Waldlichtung in Hanglage als idealer Veranstaltungsort, der sich immer einer beachtlichen Zuhörerschaft erfreuen kann. Vergangenen Sonntag musste auf diese natürliche Bühne wegen der vorausgegangenen Regenfälle verzichtet werden. Das Waldfest fand in einem Zelt in Kirchenreinbach statt. Der Posaunenchor Kirchenreinbach eröffnete unter Leitung von Claudia Vogel die Andacht. Marina Schönhöfer von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Hersbruck stellte den Gästen aus der Pfarrei Etzelwang und Nachbargemeinden mit Daniel Hahn, dem Leiter des geistlichen Zentrums Puschendorf, den Prediger dieses Nachmittags vor. Hahn referierte über das Thema: „Feiern mit Jesus”. Seine Ausführungen fußten auf dem 2. Kapitel des Johannes-Evangeliums, in dem die Hochzeit zu Kana in Galiläa geschildert wird, dem Fest, bei dem Jesus aus Wasser guten Wein werden ließ. Daniel Hahn zeigte auf, dass Jesus in der Bibel öfter bei Feiern erwähnt wird. Jesus wirkt nicht nur ernst, sondern verbreitet auch Freude und Lebenslust. Maria, die Mutter Gottes, vertraute auf ihren Sohn als es bei der Feier um Nachschub für den Wein ging. Die Hilfe von Jesus kommt, wenn es eng wird. Er drängt sich nicht in den Vordergrund. Er handelt zuverlässig. Den Gläubigen im Zelt empfahl der Prediger auf Jesus zu vertrauen, denn er nimmt die Menschen zu sich. Gebete und Lieder durchwirkten die Andacht. Neben dem Posaunenchor, der den Gesang der Gemeindeglieder begleitete, steuerten Eva und Alexander Pauli mit Keyboard und Gitarre moderne geistliche Lieder bei. Nach Worten des Dankes von Marina Schönhöfer an alle Helfer bei diesem Waldfest konnten die Besucher bei Kaffee und Kuchen, den die Familie Berta Heinl bereitgestellt hat, das Gehörte in Gesprächen miteinander vertiefen.


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