Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchenreinbach vollzog sich bei den turnusmäßigen Neuwahlen der Vorstandschaft ein kompletter Generationswechsel. Spannendes Thema bildete die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs. Vorsitzender Günther Renner berichtete nicht nur über das vergangene Vereinsjahr, sondern warf einen Blick zurück auf die Höhepunkte in seiner vierzehnjährigen Vereinsführung, die geprägt war von Kameradschaft und erfolgreicher Zusammenarbeit. Der Kirchenreinbacher Wehr gehören 81 Mitglieder an, 30 Personen bilden die aktive Wehr, sechs davon sind Frauen. Der Vorsitzende berichtete von fünf Besuchen an runden, hohen Geburtstagen, die Teilnahme an Feuerwehr- und Gartenfesten und der Dreitagesfahrt nach Dresden. Das informationsreiche Protokoll von Schriftführerin Simone Ertel fand allseits Anerkennung. Kassier Wolfgang Lehnerer musste wegen kostspieliger Anschaffungen, wie zum Beispiel dem Kauf eines Festzeltes, ein Defizit beim Kassenbericht 2025 vermelden, konnte die Versammlung aber trotzdem mit Hinweis auf ein stattliches Vermögen beruhigen. Johannes Dalles, der mit Matthias Dorn die Kasse überprüft hatte, bescheinigte Wolfgang Lehnerer eine fehlerfreie Arbeit. Kommandant Lukas Renner erinnerte an vier Schulungsabende, eine Atemschutzübung, drei Gemeinschaftsübungen und Löschübungen, insgesamt 13 Trainingseinheiten, technische Hilfeleistungen, ein Verkehrsunfall und eine Einsatzübung. Dabei leisteten die aktiven Wehrangehörigen 74,6 Stunden. Ein zusätzlicher Atemschutzträger und drei Personen für die Führerscheinprüfung zeigten Bereitschaft zur Ausbildung. Simone Ertel ist zur Schiedsrichterin bei der Feuerwehr avanciert. Für 2026 ist eine Leistungsprüfung zusammen mit der Schmidtstädter Wehr vorgesehen. Das 30 Jahre alte Löschfahrzeug wird ausgemustert. Ein Nachfolgemodell wäre größer und sehr teuer. Deshalb habe sich die Führung der Wehr mit den vorgesetzten Stellen auf die Lösung mit zwei kleineren Fahrzeugen geeinigt. Mit Lichtbildern stellte Lukas Renner die beiden künftigen Feuerwehrfahrzeuge vor. Felix Morner berichtete von 19 Atemschutzträgern in der Gemeinde Etzelwang, zehn davon bei der Kirchenreinbacher Wehr, vier in Etzelwang, zwei in Lehendorf und drei in Schmidtstadt. Die regelmäßigen Überprüfungen der Atemschutzgeräte erfolgten zeitgerecht. Thomas Schmidt stellte die neu eingerichtete Feuerwehr-App vor, mit der die Alarmierung bei Einsätzen künftig vorgenommen wird. Diese technische Einrichtung bietet die Möglichkeit für wichtige Informationen und ermöglicht jedem aktiven Wehrangehörigen, die Teilnahme am Einsatz kundzutun. Die App ist eingerichtet für alle Wehren der Gemeinde. Mit Grußworten startete Bürgermeister Roman Berr, der auf die Einführung des Halteverbots für den Achtler Weg in Kirchenreinbach hinwies. Die Anschaffung der neuen Feuerwehrfahrzeuge für 2026/2027 bildete ein weiteres Thema ebenso wie die Bekanntgabe, dass die Sirenen zusätzlich zu den Solarzellen ans Stromnetz angeschlossen werden. Der Bürgermeister sprach die Fördermöglichkeiten durch die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) an. Kreisbrandinspektor Hans Sperber erkannte die gute Ausbildung und Ausstattung bei der Kirchenreinbacher Wehr. Feuerwehren müssten auch Vorsorge treffen, um bei einem Stromausfall helfen zu können. Aus der Landkreiswehr berichtete er, dass die Führungskräfte bei einem Onlineseminar zur Personensuche geschult wurden. Ein weiteres Symposium brachte wertvolle Informationen für diesen Personenkreis. Dankbar für die Aufmerksamkeiten an seinem runden Geburtstag zeigte sich Kreisbrandmeister Norbert Sperber. Die Neuwahl der Vorstandschaft gelang in einer reibungslosen Geschlossenheit. Sie brachte einen Generationswechsel in der Führung des Feuerwehrvereins. 1. Vorstand wurde Thomas Schmidt, sein Stellvertreter ist Johannes Dalles. Die Kasse führt künftig Maximilian Vomasta, die Schriftführung übernimmt Annalena Vomasta. Als Beisitzer unterstützen die Vereinsleitung Julia Sperber, Sebastian Morner und Simon Lehnerer. Die Jugend betreut Moritz Probst. Als Kassenprüfer stellten sich Günther Renner und Reinhard Ertel zur Verfügung. Alle Posten erhielten ein einstimmiges Votum. Die Versammlung stimmte zu, den Mitgliedsbeitrag unverändert zu belassen. Günther Renner kündigte das Feuerwehrjubiläum in 2028 an. Reinhard Ertel empfahl, von der ILE die Bezuschussung von Ausbesserungsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus zu beantragen.