Landrat Reisinger eröffnet den Wettbewerb (Bild: Ernst Herbst)

Qualifizierung zur Deutschen Meisterschaft beim MFV Achtel

Am 2. Mai fand beim Modellflugverein Achtel die Regionale Jugendmeisterschaft des Deutschen Modellflug Verbandes für Nordbayern statt. Dabei wurden die Teilnehmer der Region zur Deutschen Jugendmeisterschaft im September ermittelt. Schon einen Tag vorher trafen sich die Jugendlichen zum Trainieren auf dem Modellflugplatz in Achtel. Der Verein organisierte zwei Profimodellflug-Trainer, um den Jugendlichen eine gute Vorbereitung auf den Wettbewerb zu ermöglichen. Diese Trainer reisten aus Hamburg bzw. Kiel ins Hirschbachtal und freuten sich über die Gastfreundschaft der Oberpfälzer und die schöne Landschaft. Pünktlich um 10 Uhr am 2. Mai eröffnete Schirmherr Landrat Richard Reisinger die Meisterschaft. Er begrüßte die Teilnehmer aus der Oberpfalz und den drei fränkischen Bezirken. In seinem Grußwort würdigte der Landrat das Engagement und die Vorbereitung der Achtler Modellflieger. Ganz besonders begrüßte er die weit angereisten Trainer und hoffte auf ein gutes Abschneiden der Wettbewerbsteilnehmer. Bürgermeister Hermann Mertel lobte in seinem Grußwort die über Jahrzehnte erfolgreiche Jugendarbeit des Modellflugvereins Achtel, die auch schon Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft hervorbrachte. Der Verein beteiligt sich seit vielen Jahren am Gemeinde-Jugendprogramm und führt regelmäßig Lehrer-Schüler-Schnupperflugtage für Interessierte durch. Der nächste Schnupperflugtag ist am Freitag, 15. Mai, ab 14 Uhr auf dem Modellflugplatz in Achtel. Der Vorstand der Achtler Modellflieger, Ernst Herbst, bedankte sich bei Schirmherr Landrat Reisinger und Bürgermeister Mertel für ihr Kommen und stellte die hohe Ausbildungsleistung des Modellbaus und Modellflugs kurz vor. Modellflieger erlernen durch das Hobby sehr vielschichtige technische Zusammenhänge, beherrschen neben Holz- und Metallbearbeitung auch Elektronik und Programmierung von Steuerungsteilen. Er überreichte an den Landrat und den Bürgermeister ein Buch über die 50-jährige Geschichte des Modellflugverbandes. Der aus Dorfen in Oberbayern angereiste Punktrichter instruierte die Teilnehmer mit den Regularien der einzelnen Wettbewerbsklassen und ließ die Teilnehmer eine Startnummer aus dem Lostopf ziehen. Als erste Gruppe gingen neun Starter in der Klasse Elektro-Segelflug an den Start. Hier bestand die Aufgabe, ein Segelflugmodell mit maximal 2,10 Meter Spannweite auf eine für den anschließenden Zeit-Segelflug ausreichende Flughöhe mit einem Elektroantrieb zu bringen. Die jungen Piloten müssen dabei selbst die Wetterlage, Windgeschwindigkeit und Thermik richtig einschätzen, um im Idealfall genau nach 120 Sekunden im Mittelteil des Landefeldes aufzusetzen. Über- oder Unterschreitung der Flugzeit, aber auch Abstand zum Landefeld ergaben Minuspunkte. Als zweite Gruppe gingen vier Teams in der Klasse Segelschlepp an den Start. In dieser Klasse muss jeweils ein Schlepp-Pilot und ein Segler-Pilot im Team perfekt fliegen. Ein Segelflugzeug wird mit einer 20 Meter langen Leine an das Schleppflugzeug angehängt. Das Gespann muss einen sauber abgestimmten Steigflug absolvieren und dabei zwei Wendemarken umfliegen. Auf passende Höhe gekommen, klinkt sich der Segler-Pilot aus und beginnt seinen Segelflug auf Zeit. Der Schlepp-Pilot beginnt den Abstieg, umrundet Wendemarken und muss dann die Schleppleine exakt im Landefeld abwerfen. Nach einer weiteren Flugrunde landet der Schlepp-Pilot sein Modell im Landefeld. Der Segler-Pilot landet im Idealfall exakt nach 150 Sekunden sein Segelflugmodell auch genau im Mittelpunkt des Landefeldes. Gerade diese Modellflugklasse fordert von den jungen Modellpiloten sehr viel Gefühl am Steuersender, um den Teampartner nicht in Flugschwierigkeiten zu bringen. In der Klasse Junior-Kunstflug startete nur ein Teilnehmer. Dies war der bereits 2025 sehr erfolgreichen Jugend geschuldet. Es starteten gleich sieben Piloten in der Klasse Expert-Kunstflug und zeigten ihr Können. In dieser Klasse werden sowohl exakter Start und Landung als auch die genaue und gleichmäßige Ausführung von Flug-Figuren bewertet. Zu fliegen sind dabei kreisrunde Loopings, Kreise auf einer exakten Höhe und mit Beginn und Ende am gleichen Punkt. Ein Dreieck nach oben und unten muss mit gleichen Schenkellängen und Winkeln geflogen werden. Und das alles natürlich immer mit den gerade herrschenden Windbedingungen ohne ein seitliches Versetzen des Modells. Dies fordert hohe Konzentration, ein absolutes Beherrschen seines Modells und ein sehr gutes räumliches Sehen und Beurteilen der Fluglagen in Bruchteilen von Sekunden. Alle vier Klassen mussten jeweils drei Durchgänge fliegen und um 16 Uhr standen die Sieger fest. Vereinsvorstand Ernst Herbst durfte an die Sieger der Klassen einen großen Pokal, an die Zweit- und Drittplatzierten je eine Medaille und an alle natürlich eine Teilnehmerurkunde überreichen. Ganz erfreut waren die Achtler Modellflieger und anwesenden Schlachtenbummler über die Erfolge der heimischen Piloten. Martin Herbst aus Keilbühl erreichte den ersten Platz in der Klasse Expert-Kunstflug und Peter Kummer aus Amberg den zweiten Platz. In der Klasse Segelschlepp erklommen die zwei Achtler Piloten genau umgekehrt das Siegerpodest. Peter Kummer wurde mit seinem Schlepp-Partner Tom Breit aus Hollfeld Erster und Martin Herbst mit seinem Partner Bastian Marek aus Windelsbach wurde Zweiter. Somit haben dieses Jahr gleich zwei Achtler Piloten in zwei Modellflugklassen einen Startplatz bei der Deutschen Meisterschaft im September erreicht. Jüngster Teilnehmer im Starterfeld mit acht Jahren war Max Neuner aus Sulzbach-Rosenberg von den Modellflugfreunden Sulzbach-Rosenberg. Wer nun Lust auf ferngesteuertes Modellfliegen bekommen hat, ist am 15. Mai ab 14 Uhr herzlich auf den Modellflugplatz in Achtel eingeladen, um mal am Schülersender zu probieren.
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Gemeinderat Hirschbach tagt im Rathaus Eschenfelden

Der Gemeinderat Hirschbach kommt am Dienstag, 19. Mai, zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. Beginn ist um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Eschenfelden. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Vereidigung der neu gewählten ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder, die Beschlussfassung über die Zahl der weiteren Bürgermeister sowie die Wahl und Vereidigung des zweiten und dritten Bürgermeisters. Zudem soll eine Geschäftsordnung erlassen und die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts beschlossen werden. Weiter berät das Gremium über die Bildung und Besetzung der Ausschüsse. Außerdem geht es um die Bestellung des Bürgermeisters zum Eheschließungsstandesbeamten sowie um die Bestellung der Vertreter der Gemeinde Hirschbach in die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Königstein und in die Verbandsversammlung des Zweckverbands Schmidtstadt-Gruppe. Vorgesehen sind zudem die Ernennung einer oder eines Seniorenbeauftragten, die Genehmigung der Niederschrift der letzten Sitzung und die Behandlung von Bauanträgen. Dazu zählt ein Antrag zum Umbau eines bestehenden Einfamilienhauses in ein Zweifamilienhaus mit Anbau und Terrasse, Balkon sowie dem Abriss eines Nebengebäudes in Unterklausen auf Flur-Nr. 356 der Gemarkung Achtel. Zum Abschluss werden die Beschlüsse aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekanntgegeben sowie Anfragen und Informationen behandelt.
Die Konfirmandengruppe rund um Diakon Jens Albrecht und den Konfi-Teamerinnen (Bild: Katrin Dobler: Katrin Dobler)

Konfirmation in der St. Wolfgangskirche in Hirschbach

Am ersten Sonntag im Mai fand in der evangelischen Kirche St. Wolfgang in Hirschbach ein Konfirmationsgottesdienst mit Einsegnung statt. Im Mittelpunkt standen fünf Konfirmandinnen und ein Konfirmand, die nach der gemeinsamen Vorbereitungszeit den Konfirmationssegen empfingen. Geleitet wurde der Festgottesdienst von Diakon Jens Albrecht gemeinsam mit dem Gottesdienstteam um Marie Ertel, Laura Gstader und Jule Schmidt. In seiner Ansprache blickte Albrecht auf den zurückliegenden Weg zurück und ordnete die Feier als wichtigen Einschnitt auf dem Weg ins Leben als nun gleichberechtigte Mitglieder der Kirchengemeinde ein: „Es ist euer Tag. Ihr habt ein Jahr miteinander verbracht. Es gab viele tolle gemeinsame Aktionen der 36 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der gesamten Pfarrei Högenbach-Hirschbachtal. Heute ist euer Tag, eure Konfirmation, ihr sagt heute ja zu Gott. Zu einem Gott der euch sieht, euch hört, euch zuhört. Ihr werdet immer selbständiger und dürft eure eigenen Entscheidungen treffen, dass ist toll, es heißt aber auch dass ihr immer mehr Verantwortung tragt.“ Danach wurden die Konfirmationskerzen am Osterlicht entzündet. Grußworte für den Kirchenvorstand sprachen Andrea Deyerler und Andrea Saumweber: „Ihr seid jetzt Mitglieder unserer Kirchengemeinde. Aber ihr seid nicht allein, wir möchten Euch begleiten. Bleibt ein Teil unserer Gemeinschaft. Wir brauchen Euch!“ Für das Konfiteam meldeten sich Laura Gstader und Jule Schmidt zu Wort. Stellvertretend für Jugendreferentin Michaela Ertl-Linhard wandte sich Silke Spieß an die Konfirmierten und die Gemeinde. Musikalisch erhielt der Gottesdienst einen feierlichen Rahmen durch den Posaunenchor Hirschbach unter der Leitung von Martina Rischan, Petra Ott geleitete an der Orgel.. Katrin Heidner sang und spielte am Keyboard die Stücke „Das Privileg zu sein“, „Wo ich auch stehe“ und „My Lighthouse“. Danach wurden die Konfirmierten und ihre Angehörigen zum gemeinsamen Feiern in einen herrlichen Sonntag entlassen.
Von links Michaela Kopp, Helga Hirsch, Vorsitzende Monika Haller, Margit Ertel, Leni Gössl, Ingrid Sperber, Gabi Fichtner und Bürgermeister Hermann Mertel. (Bild: Pauline Regler)

Leni Gössl jetzt Ehrenmitglied

Die Generalversammlung des Gartenbauvereins Hirschbach fand im gut besuchten Saal des Gasthauses Goldener Hirsch in Hirschbach statt. Vorsitzende Monika Haller begrüßte alle Mitglieder und Gäste und verlas die Tagesordnung. Durch fünf Neuzugänge und 1 Austritt ist der Mitgliederstand bei 74 Mitgliedern. In ihrem Rückblick erinnerte die Vorsitzende u.a. an den Besuch in der Stadtgärtnerei Sulzbach-Rosenberg zusammen mit dem OGV Eschenfelden, eine Wanderung über die Anemonenwiese und als Höhepunkt die Beteiligung am Festzug der FF Hirschbach anlässlich der 150 Jahrfeier. Ein Dankeschön gab es für Anneliese und Konrad Hartmann und Renate Haller, die sich um die Blumen an der Ampel in Hirschbach und am Bachgeländer in Unterklausen kümmern und an Fritz Scharrer, der 19 Jahre lang als Kassenprüfer tätig war. Dem Kassier Michael Zeltner wurde eine solide Kassenführung bestätigt und die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Bürgermeister Hermann Mertel bedankte sich für die Pflege der öffentlichen Plätze und den Gemeinschaftsgeist im Verein. Geehrt wurden die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Margit Ertel, Gabi Fichtner, Helga Hirsch, Ingrid Sperber und Leni Gössl, die 32 Jahre lang als stellvertretende Vorsitzende tätig war. Sie wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Die Vorsitzende lobte die gute Truppe, die immer bemüht war den Verein mit Leben zu füllen. Kreisfachberaterin Michaela Kopp erhielt die Aufmerksamkeit der Zuhörer mit ihrem Vortrag „junges Gemüse – Start in die Gemüsekultur”, den sich die jungen Vorstandsmitglieder gewünscht hatten. Für 2026 sind u.a. geplant: eine Wanderung an Fronleichnam 4.Juni, ein Workshop „Naturkosmetik” mit Kräuterpädagogin Daniela Reisch am So 21.06., im Oktober eine Herbstversammlung mit einem Vortrag von Richard Nürnberger über „Neues vom Butterteich” und ein Adventsbasteln im November. Die Verlosung der reichhaltigen Blumentombola bildete einen gelungenen Abschluss.


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