Am Tag der Arbeit konnten zwei Mannschaften der Oberpfalz Hunters im 3x3 die Bayerische Meisterschaft erringen. Die Vorrundenspiele wurden dabei in der Mehrzweckhalle ausgetragen, ab dem Halbfinale der Jungs und dem Finale der Mädels wurde dann die neue 3x3-Outdooranlage genutzt.
Der Zusammenschluss aus zwölf Oberpfälzer Vereinen trägt weiter Früchte und auch im sechsten Jahr seines Bestehens konnte die nächste Erfolgsgeschichte geschrieben werden. In der boomenden olympischen Disziplin des 3x3-Basketballsports spielen Mannschaften mit bis zu vier Spielern gegeneinander. Auf dem Feld befinden sich jeweils drei Spieler. Die Regeln sind im Vergleich zum „normalen“ Basketball etwas anders. Man spielt nur auf einen Korb und den Angriff muss man innerhalb von 12 Sekunden abgeschlossen haben. Die Würfe von der Dreierlinie werden nur mit zwei Punkten bewertet. Ein Spiel dauert maximal 10 Minuten oder so lange, bis eine Mannschaft 21 Punkte erreicht hat. Da es beim Basketball kein Unentschieden gibt, wird bei Gleichstand nach 10 Minuten noch so lange gespielt, bis die erste Mannschaft zwei weitere Punkte erzielt hat.
In Bayern wurden in dieser Saison drei Turniere ausgetragen und die jeweils acht besten Mannschaften haben sich für das Finale in Tegernheim qualifiziert.
Bei den Mädels erschienen leider nur fünf Mannschaften, aber hier zeigte das Team um die Nationalspielerin vom FC Tegernheim, Bojana Djurdjevic, welches mit zwei Spielerinnen aus Nürnberg aufgefüllt wurde, dass sie an diesem Tag unbezwingbar sind.
In der Vorrunde wurden die Matches gegen Oberland United 1 und 2 souverän mit 21:8 und 16:9 gewonnen. Gegen den TSV Schwaben taten sich die U17-Damen etwas schwerer und siegten knapp mit 13:12. Das letzte Spiel gegen den späteren Finalisten gewann man mit 19:14. Das folgende Finale wurde dann mit 17:14 gewonnen und die Spielerinnen durften sich über Meistershirts und einen neuen 3x3-Ball freuen.
Bei den Jungs traten acht Mannschaften an, davon drei aus der „Huntersfamilie“, die sich für das Finalturnier qualifizierten. Als Favorit ging das „Selection Team“ an den Start, welches neben dem 3x3-Nationalspieler Tiger Dunne drei weitere Akteure aus München aufzubieten hatte. Zur Freude der Oberpfälzer Zuschauer hatten die Oberpfälzer Mannschaften etwas dagegen. Die Mannschaften wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und in der Vorrunde verlor das Auswahlteam gegen die Oberpfalz „Hunters 1“ mit 21:11 in weniger als 9 Minuten. Im Viertelfinale hätten die „Hunters 3“ fast das Spiel zu ihren Gunsten entschieden, aber nach einer 19:14-Führung ging man am Ende als Verlierer mit 19:20 vom Platz. Besser erging es den „Hunters 4“, die im Halbfinale das Selection Team mit 16:12 bezwangen.
Das Turnier wurde überragt durch das Team „Oberpfalz Hunters 1“ mit Tim Neumüller und Henry Tiemann vom FC Tegernheim, Elias Nonn von den Regensburg Baskets und Paul Kreutzmeier vom TB Weiden. In der Vorrunde bezwang man nicht nur das Selection Team, sondern auch den BBA Augsburg mit 19:16 und die Biberkorn Magic 1 (aus dem Münchner Umland) mit 17:14. Nach dem dritten Spiel verabschiedete sich Elias Nonn aus privaten Gründen vom Turnier und somit mussten die verbliebenen drei Jungs die folgenden Spiele ohne Durchschnaufpausen durch mögliche Wechsel absolvieren. Im Viertelfinale gewann man vorzeitig mit 21:4 gegen „Frankonia Nürnberg 2“. Im Halbfinale wurde dann das Team vom „TSV Ismaning“ mit 21:6 ebenfalls vorzeitig vom Platz gefegt. Somit stand das Finale gegen die Oberpfalz „Hunters 4“ (besetzt mit vier Spielern aus Ingolstadt) fest. In diesem Finale schenkten sich die Vereinskameraden nichts und es entwickelte sich ein hochspannendes Spiel mit vielen Führungswechseln. Zum Ende konnte dann aber Hunters 1 den Sieg mit 18:16 erringen und sich ebenfalls über ein Meister-T-Shirt und einen neuen 3x3-Ball freuen.
Das Turnier wurde vom FC Tegernheim perfekt organisiert und die Einweihung des neuen Feldes bewies sich als gutes Omen für die Oberpfalz Hunters. 3x3-Landestrainer und scheidender Trainer der Oberpfalz Hunters, Gabi Ionescu, bedankte sich bei der Organisation und den Schiedsrichtern.
Die Gewinnerteams haben sich durch die bayerische Meisterschaft für die Deutsche Meisterschaft im August in Bad Vilbel (Hessen) qualifiziert und werden hier mit Sicherheit auch voll motiviert ans Werk gehen. Im letzten Jahr wurden die Spieler von knapp 2.000 Zuschauern beobachtet.