Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften der Sportschützen in München-Hochbrück wurde auch in diesem Jahr der „RWS Shooty Cup“ ausgetragen – ein medienwirksam inszenierter Mannschaftswettbewerb für die Schülerklasse und ein Höhepunkt im Kalender der deutschen Schützenjugend.
Zuvor hatten alle 20 Landesverbände in regionalen Vorkämpfen ihre besten Nachwuchsteams ermittelt. Jede Mannschaft bestand aus zwei Luftgewehr- und zwei Luftpistolen-Schützinnen bzw. -Schützen.
Für den Oberpfälzer Schützenbund traten Lena Matt (LG) und Hanna Baumann (LP) von den Kastler Sportschützen sowie Jana Stahl (LG, Trausnitz) und Moritz Nißlein (LP, Neukirchen) an. Mit starken Einzelergebnissen – Matt 193 Ringe, Stahl 198, Baumann 176 und Nißlein 176 – erzielte das Quartett herausragende 743 Ringe. Damit sicherte sich die Oberpfalz Rang eins im Vorkampf, fünf Ringe vor Brandenburg und Nordwest (je 739). Als letzter Finalteilnehmer qualifizierte sich Baden mit 719 Ringen.
Für das Finale wurden den Teams per Los jeweils ein Nationalkaderschütze aus dem Gewehr- und Pistolenbereich zugeteilt. Die Oberpfalz erhielt prominente Unterstützung durch Max Braun (Gewehr, SSV Kronau) und die erfahrene Olympiateilnehmerin Monika Karsch (Pistole, Kelheim-Gmünd).
Die Vorkampfergebnisse wurden für das Finale durch fünf geteilt, wodurch sich der Vorsprung der Oberpfälzer auf Brandenburg und Nordwest auf lediglich 0,8 Ringe reduzierte – ein denkbar knappes Polster.
Auf den letzten Finalteilnehmer Baden waren es immerhin 4,8 Ringe.
Vor großer Kulisse und lautstarker Unterstützung der Jugend lieferten Braun und Karsch im Zehntel-Finalmodus eine beeindruckende Leistung ab. Beide agierten nervenstark, schossen souverän und hielten das Team bis zum letzten Schuss im Rennen um Gold.
Die Entscheidung fiel schließlich mit dem letzten Schuss. Mit 634,7 Ringen gewann das Team aus Sachsen, die Oberpfälzer Nachwuchsschützen mussten sich mit einem Rückstand von nur 0,1 Ringen geschlagen geben – und durften sich dennoch über einen glänzenden zweiten Platz freuen. Bronze ging an Brandenburg.
Bei der abschließenden gemeinsamen Siegerehrung mit den Nationalkaderschützen bekamen die besten 3 Teams von den Vertretern des DSB und der Sponsoren neben einem Erinnerungsgeschenk, eine Medaille, ein Shirt sowie Munitionspreise überreicht - sowie riesigen Applaus für den Wettkampf.