Jiddisch, keltisch, bayerisch – unter diesem Titel lud das Orchester Pfreimd zur Serenade ins Naabtalhaus Luhe-Wildenau ein. Bei sommerlicher Atmosphäre und einem passenden kulinarischen Angebot erlebten die Gäste einen abwechslungsreichen Abend, der musikalisch durch drei ganz unterschiedliche Kulturräume führte. Die Idee und die Zusammenstellung des Programms lagen in Händen des Vorsitzenden des Gesang- und Orchestervereins, Karl Prell. Den Auftakt machte die jiddisch-klezmerische Musik. Mit „At the Rabbi’s Feast“, dem „Dance of Displeasure“ und dem heiteren „Bulgar from Kishinev“ erklangen Melodien aus der jüdischen Musiktradition Osteuropas. Sprecher Winfried Bühner führte kurzweilig durch das Programm und gab den einzelnen Stücken mit seinen Erläuterungen einen interessanten Hintergrund. Anschließend wurde es keltisch. Die musikalische Reise führte von Galizien über die Isle of Man bis nach Irland. Zu hören waren temperamentvolle Stücke ebenso wie ruhige und melancholische Melodien, darunter „Quiet Sailing Waters“ und „The Foggy Dew“. Zum Schluss kehrte das Orchester musikalisch in die Heimat zurück. Ein Menuett aus Regensburg, ein Walzer aus Parkstein und ein Tanz aus Nabburg stellten zunächst die Oberpfalz in den Mittelpunkt. Mit einem Aufzug aus dem Kloster Weyarn und einem Ländler ging es weiter ins südliche Bayern. Den heiteren Schlusspunkt bildete „Von Rittern und Gauklern“. Unter der musikalischen Leitung von Winfried Siller präsentierte das Orchester Pfreimd damit ein Programm, das Traditionen aus drei Regionen miteinander verband. Zusammen mit der Bewirtung wurde die Serenade im Naabtalhaus zu einem rundum stimmungsvollen Sommerabend.