Mit Musik, Tanz, Tracht und steirischer Lebensfreude wurde am dritten Septemberwochenende beim „Aufsteirern“ die Grazer Innenstadt zur großen Bühne. Seit der ersten Auflage 2002 hat sich das Festival zu einem der größten Volkskulturfeste Österreichs entwickelt und feierte sein 25-jähriges Jubiläum. Mit 275.000 Besuchern brach es heuer alle Rekorde.
Nach dem Frühstück ging es mit der Standseilbahn auf den Grazer Schlossberg, den höchsten Punkt der Altstadt mit einem tollen Rundblick über die steirische Landeshauptstadt. Ziel: der bekannte Uhrturm, das Wahrzeichen von Graz für ein Erinnerungsfoto. Der Abstieg war freigestellt: Fußweg, 260 Treppen, Lift oder die höchste Indoor-Rutsche weltweit 64 Meter hoch - ein spezieller Nervenkitzel.
Punkt 12 Uhr startete das Festival „Aufsteirern“. Mit dabei, unter rund 2.500 Mitwirkenden, die Jugendblaskapelle Nabburg. Unter Leitung von Dirigent Markus Ferstl bekam sie die nicht alltägliche Chance, ihr Können den unzähligen Besuchern auf dem Grazer Hauptplatz vor dem Rathaus zu präsentieren. Am Samstagnachmittag, als erste Blaskapelle nach der diesjährigen Eröffnung eine besondere Herausforderung für die Nabburger Musiker/innen. Alle stellten sich die Frage: „Wie werden die Steirer uns Oberpfälzer annehmen?“ Am Ende war es herzliche Begeisterung. Nach dem Start mit dem „Kaiserin Sissy Marsch“ ging es Schlag auf Schlag. 75 Minuten Spielzeit nonstop die ganze Bandbreite des Repertoires: Polka, Walzer, Marsch, Rock & Pop, Oldies, Schlager bis zum „Servus Habedere und Auf Wiedersehen“. Die Forderung nach Zugaben musste von der Moderatorin leider eingebremst werden, denn die nächste Kapelle stand schon bereit. Schade! Andererseits: Wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören und dem war auch so.
Auf dem Heimweg von einer unvergesslichen Konzertreise wurde am Sonntag die Patenkapelle Ried im Traunkreis (Oberösterreich) besucht, bei einem Grillnachmittag die langjährige Freundschaft aufgefrischt und neue Kontakte geknüpft.