Alle junggebliebenen Frauen in Lohma waren am 4. Februar erstmalig zu einem Nostalgienachmittag im Siedlerheim eingeladen. Das Programm wurde im Vorfeld nicht verraten, mitzubringen waren neben Guter Laune eine Schürze und ein Kopftuch oder Ähnliches. Schließlich war die Katze aus dem Sack. Die beiden Organisatorinnen, Emma Weber, und Erika Eckert, hatten jede Menge Material und das nötige Werkzeug zum Federn Schleißen mitgebracht.
Die zahlreichen Frauen machten sich spontan und mit großer Begeisterung an die Arbeit und griffen sich ihren Teil aus dem großen Haufen der mitgebrachten Gänsefedern (die armen Gänse die zum Martinitag und zu Weihnachten verspeist wurden). Die Einweisung dauerte nicht lange und schnell wirbelten die Federn nur so in der Stube herum. Mit mehr oder mitunter auch etwas weniger Geschick wurde der weiche Federteil vom Kiel gezogen oder gezupft. Schon bald bildeten sich größere oder manchmal auch etwas kleinere Federhäufchen. Am Ende hat es nicht ganz für ein großes Federbett gereicht, aber alle Teilnehmerinnen durften sich über ein hübsches und buntes kleines Säckchen mit frisch geschleißten Federn freuen.
Nach getaner Arbeit gab es heißen Tee mit ordentlich Rum und leckerem Zuckerkuchen. Alles in allem eine schöne Tradition aber auch ein nützlicher Zeitvertreib, bei dem die Nachbarschaft gepflegt wird und auch Klatsch und Tratsch nicht zu kurz kommen. Die Frauen hatten einen geselligen, gemütlichen und vor allen einen lustigen Nachmittag. Eine wirklich gelungene Veranstaltung. Ein großer Dank an alle Lohmingerinnen die dazu beigetragen haben.
Weitere Bilder sind auf der Webseite des Siedlervereins (siedlerverein-lohma.de) unter „Aktuelles“ verfügbar.