Nigerianische Frauen, die uns diesen Gottesdienst zum Weltgebetstag 2026 vorbereitet haben, sind täglich getrieben von Angst, Armut, Enttäuschung und Verzweiflung. In einem Land, das zwar reich an Ressourcen ist, aber nur einige wenige damit ein Vermögen verdienen, fühlen sie sich von der Regierung im Stich gelassen. Mit viel Mut gründen sie selbst kleinste Unternehmen, z.B. die Herstellung von Seife, um mit diesem Einkommen im Alltag die Versorgung der Familie zu stemmen, und sogar im besten Fall ihre Kinder in die Schule schicken zu können. Der Glaube ist es, der ihnen Kraft und Hoffnung gibt, jeden Tag aufs Neue.
Der Weltgebetstag wurde heuer in bewährter ökumenischer Weise in der katholischen Kirche Peter und Paul gefeiert. Mit Gebeten und rhythmischen Liedern hatte ein engagiertes Team diese Nöte der Nigerianerinnen in Szene gesetzt. Folgend den Worten Jesus aus dem Matthäusevangelium „Kommt! Bringt eure Last” konnten alle Besucher des Gottesdienstes auch ihre Last mit einem Stein, den sie am Eingang erhalten hatten, vor dem Altar ablegen. Pfarrer Klein erteilte noch den Segen, bevor alle eingeladen waren, im Kernhaus mit Verkostung von Speisen der nigerianische Küche und munteren Gesprächen den Abend ausklingen zu lassen.