Nach dem Abriss des baufällig gewordenen „Jugendheims“ und Pfarrstadels im Frühjahr 2024 begannen innerhalb der Kirchenverwaltung Püchersreuth die Planungen für eine Neugestaltung der Baugrube. Alle Arbeiten wurden ausgeschrieben und an ortsansässige Firmen vergeben. Im Herbst 2025 begannen schließlich die Geländearbeiten und der Trockenmauerbau, die Granitsäulen für den Zaun wurden gesetzt. Im Frühjahr 2026 wurde der Lärchenholzzaun ganz im Sinne des Denkmalschutzes angebracht, der Humus planiert, die Zufahrt von der Kirchenstraße gepflastert, Rasen ausgesät und das Beet innerhalb der Trockenmauer mit Stauden bepflanzt. Einiges geschah in Eigenleistung. Schließlich wurde eine „Altarinsel“ aus den beim Abbruch freigelegten Steinplatten angelegt, ebenso entstand ein Steinaltar aus Granit. Zuletzt wurden ein weithin sichtbares Lärchenholzkreuz angebracht und Sitzgelegenheiten für Pfarrer und Ministranten aufgestellt. Nach anfänglicher Skepsis der Püchersreuther erhielt der gedeihende Pfarrgarten viel Zustimmung und Lob von Spaziergängern, Joggern und Gottesdienstbesuchern. Die Kirchenverwaltung Püchersreuth konnte auch am Freitag vor der für den 13. September geplanten Segnung und Einweihung auf einen großen Trupp ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bauen, die Sträucher zurückschnitten, Unkraut jäteten, Mulch ausbrachten, Beete in Ordnung brachten und den Altarplatz innerhalb der blühenden Stauden vorbereiteten. Leider spielte am Sonntag das Wetter nicht mit. Obwohl alles im Freien vorbereitet war, wurde der Gottesdienst wegen des Regens in der Kirche abgehalten. Viele Gläubige aus der Pfarrei, zahlreiche Gemeinderäte, Vertreter der Firmen und alle Ministranten waren anwesend. Pfarrer Nowotny sprach in seiner Predigt über die sich im Garten ausdrückende Hoffnung angesichts der Ängste und Probleme unserer Zeit. Im Buch Genesis gab Gott den Menschen den Garten Eden. Er wünschte sich, dass der Garten in der Ortsmitte ein Ort der Gemeinschaft und des Miteinanders würde. Ferner dankte er „für das gemeinsame Ringen“ um gute Lösungen der Kirchenverwaltung und den Vertretern der Firmen. Im Regen gingen die Gläubigen dann miteinander hinaus zur Segnung des Altares. Im Anschluss an die Feier bot der Pfarrgemeinderat im Carport Würstel und Getränke an. Die Besucher rückten so zusammen, dass niemand nass wurde. Fotos vom alten Pfarrgarten, den baulichen Maßnahmen sowie von der Feier können noch einige Tage in der Pfarrkirche betrachtet werden.