Am Samstag, dem 15. August, musizierten die Sopranistin Lenka Senajová und Susanne Holm am Akkordeon anlässlich des Hochfests der Aufnahme Mariens in den Himmel in der Wiesauer Kreuzbergkirche.
Für dieses Konzert hatten die beiden Musikerinnen ein abwechslungsreiches einstündiges Programm zusammengestellt: Antonín Dvořáks Biblische Lieder op. 99, Stücke für Akkordeon solo aus Botany Play von Torbjörn Lundquist sowie – passend zum Feiertag – „Osteuropäische Marienbilder“.
Antonín Dvořáks Biblische Lieder beruhen auf Psalmtexten. Dvořák lotet in seiner Vertonung die emotionale Tiefe der Texte nuanciert aus. Senajová gestaltete den Gesangspart mit großem Ausdruck, begleitet von Susanne Holm am Akkordeon, das aufgrund der unterschiedlichen Registrierungen die jeweiligen Stimmungen perfekt nachzeichnen konnte.
Zwischen den Liedern interpretierte Susanne Holm Charakterstücke für Akkordeon solo aus der Feder des schwedischen Komponisten Torbjörn Lundquist. In der Sammlung Botany Play porträtiert Lundquist verschiedene Pflanzen, von der Sonnenblume über den Löwenzahn und Kaktus bis zum Bergahorn – teilweise mit äußerst unerwarteten Klängen für das überraschte Publikum. Im Übrigen konnte die Zuhörerschaft das Akkordeon als Instrument des Jahres 2026 in diesem Konzert in seinem vielseitigen Klangspektrum erleben.
Für den letzten Programmblock wählten die Musikerinnen Lieder und Instrumentalstücke, die auf die Gottesmutter Bezug nehmen. Sie entführten die Zuhörerinnen und Zuhörer dabei in die Klangwelt Osteuropas, wobei Rachmaninoffs „Ave Maria“, Janáčeks „Die Friedecker Mutter Gottes“ oder Rautavaaras „Die Schwarze Madonna von Blakernaya“ eine mystische Atmosphäre hervorriefen, während Ivan Zajcs „Ave Maris Stella“ und das von einem anonymen slowakischen Priester stammende „V spustlom kostolíku“ eine zum Hochfest passende feierliche Stimmung erzeugten. Lenka Senajová begleitete sich hier auch auf der Gitarre.
Das begeisterte Publikum belohnte die beiden Musikerinnen mit langem Applaus.
Die Spenden aus dem Konzert kommen einem Wiesauer Paar zugute, das schwer an Multipler Sklerose erkrankt ist.