Auch in diesem Jahr präsentierte sich die Musikkapelle Ursensollen unter der Leitung ihres Dirigenten Stefan Neger mit einem gewohnt abwechslungsreichen Programm auf hohem Niveau an zwei Konzertabenden im Kubus in Ursensollen. An diesem Abend wurden auch Mitglieder der Musikkapelle für ihren Erfolg bei Leistungsprüfungen und für lange Jahre aktiven Musizierens geehrt.
Einen Schwerpunkt des diesjährigen Programms bildeten Werke mit mehreren Sätzen. Die Stücke wurden jeweils von jungen Musikern in launigen Moderationen vorgestellt. Den Beginn des Konzertes bildete „A little concert suite“ von Alfred Reed, welche nach einer feierlichen Intrada, mit einer Siciliana, einem melodischen Scherzo und einer lebhaften Gigue das Publikum begeisterte. Im Mittelpunkt des nächsten Stückes, dem „Clarinet Concerto“, stand das Lieblingsinstrument des Dirigenten, die Klarinette. Maximilian Maier, der Solist in diesem Werk, wurde selbst in der Musikkapelle Ursensollen an diesem Instrument ausgebildet und studiert mittlerweile sogar an der Hochschule in Nürnberg. Er zeigt mit viel Gefühl die unterschiedlichen Klangfarben dieses Instruments und brillierte mit schwierigen Soli. Dass das musikalische Niveau des Orchesters hoch ist, zeigte sich in der folgenden „First Suite in Es“. Dieses Werk gehört zum Standardrepertoire der Oberstufe und wurde trotz anspruchsvoller Stellen sehr überzeugend vorgetragen.
Nach einer kurzen Pause durfte das Nachwuchsorchester mit zwei Stücken zeigen, was es bisher gelernt hat. Mit dem Medley „Gershwin Classics“ wurde deutlich, dass auch jazzige Anklänge oder leise Töne für die jungen Musikerinnen und Musiker zu bewältigen sind. Der „Soldier’s Song“ wurde ebenfalls schwungvoll vorgetragen. Zu Recht bekamen die jungen Musikerinnen und Musiker für ihre Auftritt einen großen Applaus. Nach dem Stück „Arkansas“ des großen Orchesters bekamen die Zuhörer poppigere Klänge zu Gehör. Wer muss schon auf ein Coldplay-Konzert gehen, wenn die Musikkapelle Ursensollen deren komplexe Lieder so mitreißend darbietet? Doch nicht nur bei Coldplay wippte das Publikum mit, sondern auch beim darauffolgenden Medley mit Melodien von Cher, welche Jung und Alt ein Begriff sind. Natürlich durften die Musikerinnen und Musiker nicht ohne Zugabe von der Bühne. Drei Posaunisten zeigten dabei bei „The Referees“, welche Kraft in diesem Instrument steckt. Den Abschluss bildete der Marsch „Schloss Horneburg“, bevor das Orchester mit tosendem Applaus von der Bühne verabschiedet wurde.