Einen ganz besonderen Schultag erlebte kürzlich die Klasse 3/4G des Sonderpädagogischen Förderzentrums Sulzbach-Rosenberg gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Beatrice Meier und Referendarin Ann-Kathrin Ullherr. Ziel des Ausflugs war das Erste Bayerische Schulmuseum – ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird.
Schon beim Betreten des Museums tauchten die Schülerinnen und Schüler in eine längst vergangene Schulwelt ein. Mit großer Neugier erkundeten sie die historischen Klassenzimmer und konnten hautnah erleben, wie Unterricht früher ablief. Besonders faszinierend war für viele Kinder das Schreiben mit Griffeln auf Schiefertafeln. Mit viel Geduld versuchten sie zudem, die ungewohnte Sütterlinschrift nachzuahmen – eine echte Herausforderung, die für Staunen und auch den ein oder anderen Lacher sorgte.
Ein weiterer Höhepunkt des Besuchs war das Kennenlernen alter Schulregeln und disziplinarischer Maßnahmen. Die Kinder durften ausprobieren, wie sich frühere Strafen anfühlten: das Tragen der „Eselskappe”, das Stehen in der Ecke oder sogar das sogenannte „Holzscheitelknien”. Diese Erfahrungen machten deutlich, wie streng und anders Schule früher war – und regten zum Nachdenken an.
Zum Abschluss des Ausflugs blieb noch Zeit, die vielen Eindrücke gemeinsam zu besprechen. Dabei wurde schnell deutlich, wie sehr sich Schule im Lauf der Zeit verändert hat – und wie froh die Kinder doch über ihren heutigen Schulalltag sind. Mit neuen Erfahrungen, vielen Gesprächsthemen und einem lebendigen Blick in die Vergangenheit kehrte die Klasse 3/4G schließlich zurück – und wird diesen besonderen Tag so schnell nicht vergessen.