„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, so sagt es der Dichter Hermann Hesse. In der Person Marias ist so ein Anfang gesetzt worden, nicht erst, als sie selbst „Ja” zum Gottes-Plan sagte, sondern von Anbeginn ihres eigenen Lebens an. Das feiern wir heute. Wir dürfen uns freuen, denn auch wir können immer wieder neu anfangen mit Gottes Hilfe und durch sein Erbarmen, wo wir durch die Sünde gehalten wurden.” Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Varghese Puthenchira am Samstag, 13. Dezember, den Gottesdienst zum Patrozinium der Kirche „Maria Immaculata”.
Nur schade, dass ausgerechnet die Orgel streikte, so dass der 17-jährige Organist und Kantor Paul Leistner die Lieder nur tonsicher anstimmen konnte. Das Fest „Mariä Empfängnis” nennt der große Theologe Karl Rahner das „Fest des heiligen Anfangs”. Auch der Anfang Mariens führt wie alle Anfänge der Welt, des Menschen und der Geschichte in das Mysterium Gottes” betonte Puthenchira. „Unbefleckte Empfängnis meint die Erwählung dieser jungen Frau durch Gott. Er schafft sich in Maria für seinen Sohn einen lebendigen Tempel. Was sie ist und was aus ihr geworden ist, war nicht ihr Verdienst, sondern Geschenk des liebenden Gottes; ja, sie ist im Augenblick der Empfängnis „voll der Gnaden”. Puthenchira: „Was ist aber mit uns? Wo sind die Berührungspunkte des heutigen Festes mit unserem Leben? Wir selber erleben uns gespalten, in Zwängen, sind nicht in Frieden mit uns.”
Aufgrund der bedingungslosen Annahme durch Gott können wir uns selber annehmen und die Spannung zwischen Gut und Böse aushalten. Auf Maria blickend leuchtet jenes Bild vom Menschen auf, wie Gott ihn erträumt hat.
Puthenchiras „Vergelt`s Gott!” galt den Spendern: Bäckerei Grünbauer, Mantel für die Brote, Michaela Koppmann für Glühwein/Tee und dem Dorftreff für die Plätzchen. Dazu verweilten an Stehtischen nach dem Segen bei angenehmem Wetter die an diesem Tag erfreulich zahlreichen Gottesdienstbesucher.