Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus war Frau Dr. Dorothea Woiczechowski-Fried zu Gast in der Stadtbibliothek Eschenbach. Sie schilderte anhand eines Interviews die Erlebnisse ihres 2022 verstorbenen Mannes Prof. Alexander Fried, genannt Schani. Er überlebte drei Konzentrationslager und einen Todesmarsch im Nationalsozialismus. Seine Mutter und viele seiner Verwandten und Freunde wurden ermordet. Diese Gräueltaten prägten sein Leben. Trotzdem hielt er an vielen deutschen Schulen Vorträge, damit sich ein nationalsozialistischer Terror nicht wiederholt. Die Erinnerungen sind nicht nur ein historisches Zeugnis, sie mahnen auch zur Wachsamkeit gegenüber demokratiefeindlichen Einstellungen. Riita Michelson umrahmte die Lesung musikalisch mit zwei Klavierstücken. Im Hintergrund waren Bilder von Alexander Fried und seiner Familie zu sehen. Tief bewegt von den Erzählungen erfuhren die Besucher im anschließenden Gespräch weitere Details aus dem Leben der Eheleute Fried.