Veröffentlicht am 18.03.2026 06:18

Kormorane bereiten Sorgen

von Gerhard Doerfler

Kormorane an der Vils.  (Bild: Gerhard Doerfler)
Kormorane an der Vils. (Bild: Gerhard Doerfler)
Kormorane an der Vils. (Bild: Gerhard Doerfler)

Zur Frühjahrsversammlung des Fischereiverein Amberg begrüßte Vorstand Simon Jäger sieben Neuaufnahmen. Der postive Trend der Mitgliederentwicklung ist ungebrochen.

Der Fisch des Jahres 2026 ist der Europäische Wels, in Bayern wurde die Äsche zum Fisch des Jahres gewählt, gab Jäger bekannt.
Derzeit sind keine Gewässer gesperrt, die Wasserstände befinden sich auf einem guten Niveau. Sorgen bereitet uns jedoch die sehr große Zahl an Kormoranen. Hans-Hermann Lier berichtete von großen Kormoranschwärmen an der Vils. In Formationen von 50 bis 100 Vögeln durchpflügen sie immer wieder gleichzeitig den Heimatfluss.
Da die stehenden Gewässer lange Zeit zugefroren waren, konzentrierten sich die Kormorane zur Nahrungsaufnahme auf die Vils. Der Schaden, den diese äußerst effizienten Fischräuber verursachen, ist enorm und lässt sich leicht hochrechnen: Ein einzelner Vogel benötigt täglich etwa 300 bis 700 Gramm Fisch. Fische, die nicht sofort festgehalten werden, werden häufig verletzt und verenden später, informierte Lier. Es besteht daher die Befürchtung, dass durch das Artenhilfsprogramm (AHP) aufwendig eingesetzte und teilweise stark gefährdete Fischarten nun vermehrt den Kormoranen als Nahrung dienen.
Das Interesse an Lehrgängen und Kursen sei weiterhin groß, so Jäger. Für den Kurs „Räuchern & Beizen von Fischen“ sind noch wenige Plätze frei. Auch für den Vorbereitungskurs zur Staatlichen Fischerprüfung im April werden noch Anmeldungen entgegengenommen. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Vereins zu finden.
Das Königsfischen in Bühl findet am 16. Mai statt.

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