Beim Klassenvorspiel der Instrumentalklassen von Monika Batsch, Cornelia Kick und Thorsten Willecke herrschte im Auditorium der Franz-Grothe-Schule reger Betrieb. Familien, Freunde und Musikinteressierte füllten den Saal bis auf den letzten Platz und erlebten einen abwechslungsreichen Konzertabend, bei dem vor allem die jungen Musikerinnen und Musiker mit Spielfreude, Konzentration und bemerkenswertem Können überzeugten.
Den Auftakt gestaltete Miguel Rothballer auf der Posaune. Mit „Canzone“ von Philip Sparke und „Winter“ aus Vivaldis Jahreszeiten zeigte er eine warme Tongebung und viel musikalisches Gespür. Anschließend setzte Benjamin Sommer auf der Trompete mit der „Summer Sonatina“ von Philip Sparke kraftvolle Akzente. Virtuos präsentierte sich auch Laura Rübl, die mit „Czardas“ von Vittorio Monti und dem bekannten Titel „Skyfall“ von Adele technisch anspruchsvolle Passagen souverän meisterte und dafür großen Applaus erhielt.
Für beschwingte Leichtigkeit sorgten die Okta-La-Klassen unter Leitung von Monika Batsch und Cornelia Kick. Mit „Komm wir machen heut Musik“ und „Wir sind Musikanten“ brachten die jungen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten viel Schwung auf die Bühne. Gleichzeitig zeigte sich dabei eindrucksvoll, wie die Schülerinnen und Schüler schrittweise an das gemeinsame Musizieren im Ensemble herangeführt werden.
Auch die weiteren Solobeiträge stießen auf begeisterte Resonanz. Lara-Elisa Kick überzeugte auf der Posaune mit „Nice to see you again“ und „Sparrow Dance“. Sie gestaltete ihre Stücke rhythmisch präzise und mit persönlicher Note. Amaliya Müller setzte auf der Trompete mit „Sofia“ von Alvaro Soler und „Going home again“ von Philip Sparke klangvolle Akzente und bewies viel Sicherheit im Vortrag.
Besonders viel Stimmung brachte Wilken Hecker mit „Flughafen Raggae“ ins Auditorium. Das Publikum klatschte begeistert mit und reagierte immer wieder mit herzlichem Schmunzeln. Ebenfalls auf der Posaune begeisterte Theodor Urosevic mit „Pony and Trap“ sowie dem bekannten Schlaflied „Funkel, Funkel kleiner Stern“. Samil Maximos beeindruckte schließlich mit „Starmania“ durch klare Intonation und starke Bühnenpräsenz. Seine einfühlsame Interpretation von „Bluebird’s Ballad“ sorgte für einen der emotionalsten Momente des Abends und löste spontanen Applaus aus.
Zum Abschluss versammelten sich alle Beteiligten für das Gemeinschaftsstück „Farmhouse Rock“ von Jacob de Haan auf der Bühne. Obwohl das Werk zuvor nicht in vollständiger Besetzung gemeinsam geprobt worden war, gelang den jungen Musikerinnen und Musikern ein überraschend geschlossenes Zusammenspiel. Stolz und Freude waren dabei nicht nur den Kindern und Jugendlichen, sondern auch den Lehrkräften und Eltern deutlich anzsehen.
Schulleiter Thorsten Willecke zog nach dem Konzert ein positives Fazit. „Für viele war es der erste richtige Soloauftritt und sie haben ihn mit beeindruckender Ruhe gemeistert“, betonte er. Das Vorspiel habe eindrucksvoll gezeigt, wie musikalische Ausbildung, Engagement und pädagogische Begleitung zusammenwirken. Ein herzlicher Dank galt am Ende den Lehrkräften Monika Batsch, Cornelia Kick und Thorsten Willecke, den jungen Musikerinnen und Musikern sowie den Eltern, die den musikalischen Nachwuchs unterstützten.