Bei herrlichstem Sommerwetter machten sich über 30 Frauen des Frauenbundes Schmidgaden auf den Freudenberger Märchenweg. Manuela Nübler, vom Heimat- und Kulturverein Freudenberg, erzählte den Frauen kurz die Entstehungsgeschichte des Märchenwegs. Der Verein beschäftigte sich seit langem mit Franz-Xaver von Schönwerth, der in Amberg geboren wurde und die Märchen seiner Oberpfälzer Heimat gesammelt hat. Einige Mitglieder besichtigten den Schönwerth-Pfad in Sinzing, waren sehr beeindruckt und beschlossen, so einen möchten wir auch. Das Werk Franz-Xaver von Schönwerth und die Verbindung des Volkskundlers nach Freudenberg sollte in Erinnerung gerufen werden. In der Coronazeit wurde vielen Menschen zwangsläufig vor Augen geführt, wie schön die Umgebung direkt vor der Haustür ist und so entstand die Idee des Märchenwegs in Freudenberg. Schlicht und einfach sollte der Rundweg gestaltet werden und sehr naturnah.
Ausgangspunkt am vergangenen Samstag war für die Frauen das Cafe „Oma Gerdi” in Heinstetten. Die Märchen bei den einzelnen Stationen wurden von Frau Nübler sehr anschaulich in kurzer Verfassung erzählt, damit die Damen nicht gar so lange in der Sonne schwitzen mussten. Die Info-Stelen berichteten vom Wieserl, vom Holzfräulein, dem fliegenden Kästchen, dem Teufel und dem Besenbinder, vom goldenen Pantofferl und des Windes Heulen. Alle Teilnehmerinnen hörten gespannt den Ausführungen von Manuela Nübler zu, weil es für sie ganz unbekannte Märchen waren. Nach zwei Stunden erreichte man endlich wieder das Cafe, wo es nach dieser Anstrengung endlich eine verdiente Stärkung gab.