Er ist der jüngste Jagdvorsteher, den die Jagdgenossenschaft Königstein je hatte. Mit nur 23 Jahren wurde Paul Kohler in dieses Amt gewählt. Mittlerweile hat er sich gut in diesem Amt zurechtgefunden. Vor zwei Jahren hatte Hans Rösel, der der Jagdgenossenschaft 27 Jahre vorstand, seinen Rücktritt erklärt. Auf die Frage der NN, wie er zu seinem Amt kam, antwortete er: „Ich bin vom scheidenden Jagdvorsteher Hans Rösel und vom stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Pirner gefragt worden, ob ich mir dieses Amt vorstellen könnte. Ich habe das erstmal überdenken müssen. Nach reiflicher Überlegung war ich dann aber gerne bereit, hierfür Verantwortung zu übernehmen.“ Beruflich ist er als Maschinenbautechniker tätig.
Für kommendes Jahr hat er zwei Ziele: Die Hauptaufgabe wird die Neuvergabe der Jagd sein. Der jetzige Jagdpächter gibt die Jagd nach über 20 Jahren zurück. „So wird unser Vorstand zum 1. April 2027 für neun Jahre das Niederwildjagdrevier Königstein mit 575 ha Fläche neu vergeben“ erklärte Paul Kohler. Die Ausschreibung soll in der Sulzbach-Rosenberger Zeitung, in den Nordbayerischen Nachrichten, sowie in Kleinanzeigen erfolgen.
Das zweite Ziel, dass er sich gesetzt hat, ist ein aktueller Jagdkataster. Der Jagdkataster listet alle Eigentümer, Flächengrößen und Reviergrenzen auflisten, was eine große Erleichterung für die Arbeit des Jagdvorstandes bedeutet. Aus diesem Grund wird sich Paul Kohler demnächst an das Vermessungsamt, wo er den Kataster käuflich erwerben kann.