Traditionelle Volksmusik trifft auf modernen Humor. Ein kabarettistischer Gala-Abend des „Trios Schleudergang” war ihr Auftritt zum 50-jährigen Bestehen der Blaskapelle St. Ägidius in Schmidmühlen gewesen. Keineswegs ein „Schonwaschgang” im Festzelt an der Mühlwiese. Dort wurde nämlich Koch- und Buntwäsche zusammen mit 90 Grad gewaschen. Bekannt war das Trio Schleudergang vielen Besuchern im Vorfeld von den BR-Brettl-Spitzen gewesen. Die drei Kabarettisten aus dem Niederbayerischen sind bekannt für ihre Musikparodien und musikalischen Anekdoten. Im Hauptwaschgang erzählten sie würzige Geschichten und sangen Lieder aus ihrem Berufsleben und dem Alltagsgeschehen aus dem Bayerischen Wald. Eigentlich stammen die drei „g´standnen Mannsbilder” aus dem musikalischen Bermuda-Dreieck Alkofen-Lalling-Freihung in Niederbayern. Ihr Humor und ihre Musik haben jetzt ihren Bekanntheitsgrad in Schmidmühlen und Umgebung noch ein ganzes Stück vergrößert. Auf der Bühne schleuderten sie ihre Zuschauer in die „guade oide Zeit” zurück, wo das Bier noch dunkel und die Maderl sittsam waren. Und dann legten sie im Hauptwaschgang mit würzigen Geschichten und Anekdoten aus ihrem Berufsleben und dem Alltag im Bayerischen Wald nach dem Motto „Tradition trifft Zeitgeist” immer wieder nach. Da waren bittere Satire mit einem Stück Bayerwald-Charme ebenso zu hören, wie humorvolle Geschichten, sowie zweideutige Wirtshauslieder und Couplets, bei denen man schon genau aufpassen musste, um den tieferen Sinn zu erfassen. Raimund Pauli, Roland Stetter und Flori Weinmann verstanden es hervorragend, diesen Kabarett-Abend nach bairischer Art zubereitet, zu einem Glanzpunkt des Jubiläumsfestes der Blaskapelle zu ihrem 50-jährigen Bestehen werden zu lassen. Nach gut drei Stunden bairisch Kabarett verabschiedete sich das Trio schweren Herzens vom Schmidmühlener Publikum bejubelt mit dem Hit „An Anderl sei Bua”, einem Lied voller Dialekt und Persönlichkeitsvariationen und zum Mitsingen bestens geeignet war.